Team USA
Trendwende bei den US-Stars
Die USA sind Basketballl-Weltmeister - so weit, so gut. Der Titelgewinn der talentiertesten WM-Mannschaft mutet zunächst wenig überraschend an. Allein jedoch die Umstände, wie die US-Boys zu ihrem vierten WM-Gold kamen, sind bemerkenswert, und lassen nur einen Schluss zu: Im US-Basketball hat ein Umdenken stattgefunden - zumindest vorerst.
Von Joshua Wiedmann |
13.09.2010 | |
Wenn eine amerikanische Basketball-Delegation in den letzten zehn Jahren bei einem internationalen Turnier aufkreuzte, erwarteten die Konkurrenz zumeist Teams derselben Bauart. Die US-Auswahl stellte immer die meisten NBA-Spieler, fast immer das talentierteste Team und meistens auch die größten Ansprüche. Leider verfügten die US-Mannschaften oft aber auch über die größten Egos und eine miese Einstellung. Beispiele aus den letzten Jahren gibt es zur Genüge: Bei der Heim-WM 2002 in Indianapolis scheiterte ein inhomogenes US-Team bereits im Viertelfinale an Jugoslawien (78:81). Eine Schmach für den damaligen Gastgeber, die aber weder bei Olympia in Athen, noch bei der Weltmeisterschaft 2006 getilgt werden konnte (jeweils Bronze). Bei den Olympischen Spielen 2008 kamen die US-Boys dann endlich wieder auf Kurs und fuhren in dominanter Manier die Gold-Medaille ein. Das Team von Peking dürfte in seiner hochkarätigen Besetzung - ähnlich dem Dream Team 1992 - jedoch vorerst einmalig sein und bildet daher die Ausnahme von der Regel.
Auch ohne die großen Alphatiere wurden die US-Boys am gestrigen Sonntagabend nach 1994 zum ersten Mal wieder Weltmeister. Abgesehen von Kevin Durant fehlten der NBA-Fraktion wie schon 2002 oder 2006 ihre 1A-Stars. Dass dieser Umstand heuer nicht zum Stolperstein geriet, hat mehrere Gründe und scheint vielleicht einer Trendwende im Denken des US-Basketballs geschuldet zu sein.
Jung, hungrig, motiviert
In den Monaten vor der Weltmeisterschaft wurde im US-Basketball offensichtlich, dass die Hoffnung auf ein erneutes „Peking“ eine Utopie sein würde. Die Weltstars der Olympia-Auswahl 2008, in erster Linie LeBron James, Kobe Bryant, Dwyane Wade und Dwight Howard, sagten dem Team USA ab. Zum Kreis der Fehlenden gesellten sich auch die verletzten Big Man Amar´e Stoudemire und David Lee. „Jeder hat darüber gesprochen, wer alles nicht dabei sein würde, und dass wir den WM-Titel nicht würden holen können“, sagt Chauncey Billups. Tatsächlich aber brachte gerade das Fehlen einiger Altgedienter die USA einen gehörigen Schritt nach vorn.
Denn während James, Bryant und Co. im WM-Sommer die Seele baumeln ließen, verzichteten die Macher des Teams fast völlig auf andere, routinierte NBA-Profis. US-Boss Jerry Colangelo und Coach Mike Krzyzewski bauten eine junge Mannschaft auf, der es fast gänzlich an großer internationaler Erfahrung fehlte. Dafür sprühten die Jungspunde wie Durant, Russell Westbrook, Derrick Rose (alle 21 Jahre jung) oder Rudy Gay (23, Foto) geradeso vor Eifer, sich gegen die Konkurrenz aus Europa und Südamerika beweisen zu dürfen. Im Gegensatz zu früheren Mannschaften mangelte es den US-Amerikanern somit nie an der richtigen Motivation. Dass die US-Truppe in der Öffentlichkeit ob ihres geringen Alters vorschnell gescholten wurde, tat sein Übriges. „Viele Leute zweifelten an uns: Wir könnten nicht ins Finale kommen, könnten nicht gewinnen. Dieses Etikett war Motivation genug für uns alle“, sagt Durant.
Defense wins championships!
Als vielleicht größte Errungenschaft muss man Coach Krzyzewski zugutehalten, dass er seiner Mannschaft eine aufrichtige Mentalität einimpfte. Ohne Punktemaschinen wie Bryant oder Wade würden die US-Amerikaner nicht die Scoring-Optionen wie 2008 haben, das war schon im Vorfeld klar gewesen. Krzyzewski legte den Fokus bei seiner Mannschaft daher auf einen anderen wichtigen Teil des Basketball-Spiels: die Verteidigung.
Dem Coach gelang es, die komplette Mannschaft auf eine bedingungslose Defensiv-Arbeit zu trimmen. Die Voraussetzungen dafür waren gegeben: Die junge US-Truppe konnte mit ihrer Athletik und Schnelligkeit jedem Gegner das Leben zur Hölle machen. Besonders die Flügelspieler Andre Igoudala und Rudy Gay - bei ihren Franchises in Philadelphia und Memphis beide Schlüsselspieler - ordneten sich dem Teamgedanken unter und glänzten besonders am defensiven Ende des Felds. Mit Rose und Westbrook verfügte „Coach K“ zudem über zwei giftige Guards, die auch im Finale dem türkischen Aufbauspiel gehörige Probleme bereiteten. Dank des richtigen Einsatzes und der passenden Intensität fiel daher auch kaum ins Gewicht, dass mit Lamar Odom ein gelernter Forward den US-amerikanischen Centerspieler gab.
Brauchten die USA dann auch offensiv mal eine Glanzleistung, war Kevin Durant (Foto) zur Stelle. Der Forward der Oklahoma City Thunder zeigte nun auch der versammelten Basketball-Weltöffentlichkeit, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Mit 38 Punkten im Halbfinale, 28 Zählern im Endspiel und 22,3 Punkten im Turnierschnitt war er der herausragende WM-Akteur. „Er und unsere Verteidigung waren die Schlüssel zum Erfolg“, lobte Lamar Odom den 21-Jährigen, der völlig verdient zum Turnier-MVP gewählt wurde.
Ein langfristiger Effekt?
Die US-Amerikaner haben in der Türkei gezeigt, dass sie ohne ihren größten Namen auch als Team einen Titel gewinnen und vor allem mit der nötigen Konzentration und Einstellung zu Werke gehen können; ein Punkt, den frühere Mannschaften oft vermissen ließen. Ob die Art und Weise, wie die USA die globale Basketball-Krone errangen, nun Usus bei amerikanischen Teams wird, oder aber die WM-Spielweise nur ein Strohfeuer war, wird sich erst zeigen müssen. Tatsache scheint aber: Machen die US-Boys wirklich ernst, hat auf internationalem Niveau keine Nation etwas zu lachen.
Photos by FIBA




von Mt.Mutombo 14.09.10 um 07:00:49
Vielleicht sollte erwähnt werden, dass es nicht NUR die Umstellung des US Kaders, sondern auch die Abwesenheit internationaler Stars den Sieg der Amerikaner begünstigte.
Ansonsten guter Artikel dem ich zustimme!
von GoB13 14.09.10 um 08:06:17
@ mutombo
aber fehlten bei den usa nicht auch der ein oder andere star? ich glaub das bügelt sich alles wieder auf.
mann kann natürlich sagen was wäre mit einem pau gasol für die spanier oder mit einem okur für die türken drin gewesen. man kann dann aber auch fragen was mit einem james oder wade wäre.
ich glaub mit dieser argumentation fährt man voll gegen eine wand.
für mich ist einer der wichtigsten punkte, dass die usa jungen spielern mit perspektive internationale spielzeit gegönnt haben. so können ein rose oder westbrook jason kidd ersetzen (jetzt nicht gleich wieder alle aufschreien: aber die sind noch lange nicht so gut...). das nächste internationale turnier steht für die amis erst wieder in 2 jahren an, also abwarten wie sie sich da entwickeln. außerdem brauchen die usa bald nen ersatz für die alternden spieler.
durch die erfahrungen bei dieser wm (genau das gleiche wie bei den deutschen) können einige spieler aus dem diesjährigem kader mit den topstars 2012 bei olympia antreten.
und ich denke diese entwicklung von alternativen war einer der wichtigsten punkte bei den usa.
von Mt.Mutombo 14.09.10 um 09:57:48
Also nicht falsch verstehen, ich mein das im Prinzip wie du es sagst. Durch den Artikel bekam ich aber den Eindruck, als wären alle anderen Teams mit maximaler Sollstärke aufgefahren und die "neue Ansatzweise" des Team USA führe dazu, dass international kein Team eine Chance habe. Das Team USA mit "allen" Topstars schlägt natürlich auch jede internationale Mannschaft mit Topstars.
Deiner Einschätzung stimme ich im übrigen auch komplett zu. Da ich der Meinung bin, dass jeder US Spieler (selbst die Bankspieler vom Team USA) in jedem internationalem Team ein Starter wäre, würde ich mich freuen, wenn die USA weiter durch die internationale Schiene junge Talente fördert.
von Bob!!! 14.09.10 um 11:00:45
der ungewöhnliche umstand, dass z.b. ein billups auf die 2 oder ein durant auf die 4 wechseln mussten, ist sicherlich auch noch erwähnenswert und zeigt ebenfalls die stärke der usa, da selbst wenn spieler auf eine ungewohnte position müssen, diese noch gut genug sind, um europäische spitze zu schlagen.
ich bin wirklich mal gespannt, ob 2012 die komplette startruppe spielen wird. ein paar, wie carmelo anthony, haben ihre rückkehr schon fix gemacht. die 3 superfreunde und kobe werden es sich sicherlich auch nicht nehmen lassen. die anderen teams brauchen ja im grunde genommen gar nicht antreten, das wird eine eindeutige angelegenheit und da wird auch das schaulaufen wieder beginnen.
ich muss aber sagen, dass mir dieses us-team wesentlich besser gefallen hat. hat mir total spaß gemacht leuten wie rose, westbrook oder durant zuzuschauen. die waren wirklich super sympathisch und bodenständig und auch der style, den sie gespielt haben, war geil. harte, giftige defense und vorne (meistens) die schnelligkeit/atlethik ausgenutzt. bei dem star team ist natürlich so viel offensive firepower, dass da zwangsläufig offensiv spielt werden muss.
naja, jedem das seine. bei der nächsten wm werden wir wahrscheinlich eh wieder ein b-team sehen :D
von GoB13 14.09.10 um 12:41:24
@ bob
da kann ich dir leider nicht zu stimmen, dass es mir spaß gemacht hat den amis zuzuschauen (außer in den finals). dieses one on one rumgedribbele an der dreierlinie, das stumpfe reinziehen ohne systeme zu laufen, das rauspassen auf den dreierschützen der nie getroffen hat (speziell jetzt das halb-/finale, außer durant)..... da stehen mir die haare zu berge.
was waren das nicht für geile spiele:
deutschland - serbien, spanien - serbien, türkei - serbien, deutschland - argentinien, argentinien - brasilien......
ich hatte das ganze turnier über gehofft, dass die amis nicht weltmeister werden (weil sie in der offense so krass einfallslos gezockt haben), bis die türken im halbfinale alle sympathien bei mir verspielt haben.
aber manche mögen halt den nba basketball lieber. isolation, reinziehen, abschließen oder rauspassen...
da gehe ich doch mir lieber ein spiel in der bbl anschauen!
von Hurricane 14.09.10 um 13:24:43
@ GoB13, wenn deiner Meinung die Ammis so eifalslos gespielt haben, warum haben sie den gewonnen und meisten auch mit Abstand. Das heißt aber nicht das ich ein Fan der amis war, wollte auch lieber das andere gewinnen. Serbien, Litauen, haben mir wesentlich besser gefallen. Nur im Finale war ich für die amies, aus den gleichen Gründe wie bei dir.
von Mt.Mutombo 14.09.10 um 14:19:15
Keine Ahnung, Sport ist für mich Unterhaltung und ich schaue mir lieber die NBA als europäische Ligen an. Gerade die BBL kann in Sachen Unterhaltung und Wiedererkennungswert nicht mit der NBA mithalten.
Insofern war ich das gesamte Turnier über für die US Boys, auch wenn ich nach dem Prinzip vorgehe, dass die bessere Mannschaft gewinnen möge. Deswegen freue ich mich, dass die "B" Auswahl der US Amerikaner immer noch mehr als fähig ist, die restliche Welt zu schlagen. Lässt tief auf Ligenstrukturen und Auf/Weiterbau von Talenten blicken, wenngleich es sicherlich nicht so einfach ist, dies zu generalisieren.
von GoB13 14.09.10 um 14:44:03
@ hurricane
einfallslos ist für mich ohne system zu spielen. wie ich schon beschrieben hab. dribbeln, ziehen, abschließen. haben die einmal pick´n roll gespielt, geschweige denn ein komplettes system mal durchgelaufen.
gewonnen haben sie zum großteil dank ihrer überragenden athletik. full court press, viele steals und ab nach vorne.
man hat doch gesehen, dass gerade in den finals die quote von außerhalb mieserabel war (ich spreche von allen außer durant).
erste halbzeit oder so waren die amis 6 aus 23 dreiern oder so ähnlich. und durant war davon 5 aus 9...
die hätten auch ne leichtathleten-mannschaft aufstellen können, die immer zum korb gezogen wären oder auf durant zum ballern gepasst hätten.
und ich finde das hat dann auch nicht mehr viel mit bball zu tun. wenn ich stumpfes eins gg eins gezocke a la iverson sehen möchte, gehe ich raus auf´n streetballplatz.
aber ich denke daran scheiden sich die geister der basketballgemeinde. es gibt genug leute die das mögen und auch genug die dies nicht tun, aber schön war das nicht (meiner meinung nach).
von Hurricane 14.09.10 um 16:25:24
Ich mag den Europäische bball auch, nur bbl finde ich persönlich langweilig. Weil dort zu viele c ammis und kaum Deutsche spielen. Hat man ja gesehen was daraus wird bei der Wm.
von lb1 14.09.10 um 16:30:57
also ich kann mich da glaub ich zu 100% bob anschließen!
die amis laufen keine systeme, treffen keine dreier und ziehen ideenlos zum korb. und auch wenn ich mich wiederhol und durant hätten sie nix gerissen.
zum anschaun waren die spiele der amis also überhaupt nicht... die spiele der serben oder türken waren einfach schöner. technisch hochwertiger, taktisch ausgefeilter und spielerisch besser. teamorientierter...
dieses 1 gegen 1 ist ein grund warum ich auch nur noch ungern die nba verfolge... jeder der schon mal selbst in nem verein gespielt hat kann doch eigentlich nix schönes an der nba finden... auch wenn die individualskills der spieler absolut außer frage stehen... dort wird die ganze saison keine defense gespielt und in der offense heisst es 1 vs 1... sorry aber für echte basketballfans ist das nichts! und die amis haben genau das widergespiegelt...
von lb1 14.09.10 um 16:31:29
ich meinte gob13 anschließen sorry
von Mt.Mutombo 15.09.10 um 11:39:47
Komisch, das wird hier so dargestellt, als würden 4 Amis um die dreierlinie stehen und einem (Durant) zuschauen, wie er punktet. Irgendwie hab ich glaube ich andere Spiele gesehen als ihr.
Abgesehen davon ist es auch ziemlich anmaßend, zu meinen, in der NBA würde nur 1-1 gespielt. Den Eindruck bekommt man sicherlich durch die Top10 Zusammenfassungen der NBA, aber nicht, wenn man mal mehrere Spiele schaut (ich war auch überrascht, als ich in Kanada zeitweise lebend ein paar Spiele schauen konnte, wie "normal" die sind). Dass natürlich bei einem Franchise System ein "Starspieler" im Fokus steht, ist doch vollkommen klar. Da müsste man aber schon tiefer in die Materie gehen und unterschiedliche Strukturen mit in die Betrachtung ziehen, wenn man den Unterhaltungswert der Spiele analysiert.
von GoB13 16.09.10 um 08:22:47
Komisch, irgendwie hab ich die spiele der amis (hab zwar nicht alle gesehn) genauso in erinnerung wie du sie beschreibst.
nenn mir doch mal einen spieler der in den auscheidungsspielen der von anfang an so wach war wie durant. erst als die amis mit 10 geführt haben, haben die anderen auch angefangen zu treffen. und bis dahin war es ein stumpfes rumgedribbele von wem auch immer, den nicht offenen dreier nehmen oder reinziehen und dann wieder rauspassen, um einen dreier zu nehmen.
zu den nba spielen kann ich nur sagen, dass ich mich jetzt wieder nur auf die top10 konzentriere, nachdem ich letzte saison einige spiele gesehn hab.
extra nachts aufgestanden, extra gefreut, um dann einige echt langweilige partien zu sehen. und ich kann mir nicht vorstellen, dass alle anderen spiele, die ich nicht gesehen hab um einiges spannender waren.
natürlich wird in der nba ein anderer "basketball" gespielt, der mehr/nur auf einen spieler ausgerichtet ist. ich kann mich kaum an spiele erinnern, in denen james oder wade schlecht gespielt haben und die cavs bzw heat trotzdem gewonnen (jaja, auch hier wird es wohl ausnahmen geben).
um aufn punkt zu kommen. meine kritik ist einfach nur das dort (fast) kein teambasketball. wie kann man auf "baskeball" stehen, bei dem ein iverson 15 sek lang rumdribbelt ohne dann zu passen, aber sich darüber freuen wie er einem den knöchel gebrochen hat? der anschließende pass in die dritte zuschauerreihe wird dann aber immer schön nicht erwähnt... und gerade für einen der mal im verein ein wenig gezockt hat, finde ich das über haupt nicht unterhaltsam..
ach, btw. dieses ganze gepose der amis kann ich auch nicht haben (welches man gott sei dank bei der wm nicht hatte).
bsp: james mit seinen lächerlichen "fotos" vor den spielen, wade wie er über varejao nach seinem dunk rübersteigt, das salutieren von howard und durant...
von Mt.Mutombo 16.09.10 um 16:57:33
Also abgesehen davon dass ich mir nicht anmaße, zu wissen, welcher Spieler wann "wach" war, habe ich auch bei anderen Teams nicht viel gesehen außer über Blöcke laufen und weiterpassen. Im Endeffekt entscheidet sich ein großer Teil der Spiele über individuelle Fähigkeiten, auch wenn das gerne anders gesehen wird. Was war denn mit Theodosics Dreier am Schluss des Viertelfinals, war das "ein toll rausgespieltes" System?
Aber ich will hier auch keinen Streit vom Zaun brechen - für mich ist Basketball Unterhaltung, und ich denke unstreitbar ist die NBA das Nonplusultra, was Vermarktung und Unterhaltungswert der Spiele. Dass man als Vereinsbasketballer (bin übrigens auch einer) schon öfters mal die Augen verdreht obgleich Non-Calls und Egogehabe, okay, teile ich deine Meinung. Mir geht es auch auf den Senkel wenn Kids aus der Jugendabteilung nach katastrophalen Glücksaktionen auf dicke Hose machen. Was ist aber mit den Leuten am Rand des Feldes? Die finden sowas toll - und sein wir ehrlich, der BBL würde es nicht schaden, ein paar mehr Momente zu haben, die auch mal als Zusammenfassung für ein breites Publikum in der Sportschau laufen könnten. Aber auch hier scheiden sich ja die Geister.
Unterm Strich bleiben 2 Gesichtspunkte: Man mag oder man hasst die NBA, im Umkehrschluss mag oder hasst man europäischeren, "systemtreueren" Basketball. Letztendlich sollten wir uns über tolle Spiele freuen und diese nicht im Detail totreden.
von GoB13 17.09.10 um 08:38:15
ok, damit kann man sich arrangieren.
Sonst wird das hier noch der artikel mit den meisten kommentaren:D
von inaccesible 18.09.10 um 12:15:27
Wie wärs mal mit nem Bericht über die unbekannteren Stars der WM? Durant war klar der dominierende Spieler, aber ich finde dass es die individuelle Klasse und Mannschaftsdienlichkeit eines Lamar Odom war, der unter dem Korb so gut wie alles abgeräumt hat, der nicht weniger wie Durant zum Erfolg der USA beitrug. Auch die Serbischen Jungspunde wie Milos Teodosic (klar - Euroleage MVP) ,Keselj.. der junge Litauische G/F Pocius (stark gegen USA), die beiden Jordanier Abbas und Daghles (super gegen Deutschland), etc. .... vielleicht gibt es noch mehr Basketballfans die die Entwicklung von "Underdogs" interessanter finden als die üblichen Verdächtigen wie Kleiza (extrem Schwach gegen Serbien), Navarro, Gasol, Team USA oder den über den Klee gelobten Ricky Rubio (da hat mich teodosic weit mehr überzeugt und der ist auch nicht viel älter)...
zum Team USA: das einzig wirklich gute ausser Durant und Odom war, dass sie weniger arrogant waren als die Spanier (die zum Glück früh auf den Boden der Tatsachenn zurückgeholt wurden) und die Türken (klar getragen durch die klasse Fans). Wobei ein Igoudala extrem unsympathisch rüberkam!!!
von Hurricane 18.09.10 um 14:53:33
Du meinst wo extrem schwach gegen die Usa, weil das:"Linas Kleiza (33 Pkt, 5/7 3FG) gegen serbien " sehe ich jetzt nicht so als schwach an. Gegen die Usa hat er nichts gerisssen das stimmt