Basketball-WM
Spanien ist Weltmeister
Dank einer hervorragenden Defense konnte Spanien das WM-Finale gegen Griechenland auch ohne den verletzten Pau Gasol deutlich mit 70:47 gewinnen. Deutschland verlor hingegen das Spiel um Platz 7.
Von Björn Lehmkühler |
03.09.2006 | |
Spanien ? Griechenland 70:47
Die Voraussetzungen für Spanien waren vor diesem Finale der Weltmeisterschaft 2006 alles andere als perfekt: Sein NBA-Star Pau Gasol, der ein hervorragendes Turnier gespielt und seine Mannschaft bis ins Finale geführt hatte, konnte die Partie aufgrund seiner Fußverletzung vom Halbfinalspiel nur von der Bank aus verfolgen. Doch seine Teamkameraden schienen durch diesen Verlust nicht geschwächt, sondern versuchten alles, um den Schmerz ihres Anführers mit einer Goldmedaille zu lindern.
Schon in den ersten Minuten konfrontierten die Spanier Griechenland mit einer herausragenden Defense, die den zuletzt so offensivstarken Griechen kaum einfache Würfe ließ. Auch spielerisch fand der Europameister keine Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Bei Spanien kam aus der starken Verteidigung heraus jedoch auch die Offense ins Laufen. Besonders das brandgefährliche Guard-Duo José Manuel Calderon und Juan Carlos Navarro, Power Forward Jorge Garbajosa und Gasol-Ersatz Felipe Reyes waren in dieser Phase erfolgreich. So bauten die Iberer ihren Vorsprung von 18:12 nach den ersten zehn Minuten durch einen 10:0-Lauf auf 16 Zähler aus.
Doch wer ein Nachlassen in der Intensität erwartet hatte, sah sich getäuscht: Bis zur Halbzeitpause wurde die Führung auf 43:23 ausgebaut, und sämtliche Versuche der Griechen, wieder heranzukommen, wurden von der immer noch aggressiven Defense Spaniens bereits im Keim erstickt. Nachdem Garbajosa mit der Schlusssirene des dritten Spielabschnitts seinen vierten Dreier der Partie verwandelt hatte, war die 20-Punkte-Differenz (54:34) wiederhergestellt.
Im Schlussabschnitt änderte sich wie erwartet nicht mehr viel. Garbajosa erhöhte mit zwei weiteren Dreiern sein Punktekonto auf 20 und war so zusammen mit Navarro, der ebenfalls 20 Punkte erzielte, Topscorer des Spiels. Bei den offensiv desolaten Griechen, die im Gegensatz zur Glanzleistung gegen die USA wie ausgewechselt wirkten, punkteten lediglich Michail Kakiouzis (17) und Theodoros Papaloukas (10) zweistellig.
Für den spanischen Basketball bedeutet dieser Erfolg die erste Weltmeisterschaft in der Geschichte.
Deutschland ? Litauen 62:77
Nach den Niederlagen im Viertelfinale gegen die USA und im ersten Platzierungsspiel gegen Frankreich musste sich das deutsche Team zum Abschluss der Weltmeisterschaft in Japan auch noch Litauen mit 62:77 geschlagen geben. Nach diesen drei Pleiten in Folge belegte Deutschland am Ende den achten Platz des Turniers.
Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann konnte die Partie zwar lange ausgeglichen gestalten (49:49, 24. Min), doch mit 8:19 im letzten Viertel ging das Spiel um Platz 7 letztendlich deutlich verloren.
Für Litauen trafen Darjus Lavrinovic (18 Punkte), Linas Kleiza (16) und Darius Songaila (13) am besten. Für Deutschland war erneut Dirk Nowitzki (18 Punkte, sechs Rebounds) erfolgreichster Korbjäger.



von Crossover 12.02.2012 um 08:59:31
Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.