Basketball-WM
Keine Überraschungen im Viertelfinale
Auch am zweiten Tag der Viertelfinalspiele gab es nur Favoritensiege. Deutschland verlor nach der besten Turnierleistung gegen die US-Amerikaner, während Frankreich gegen Griechenland ausschied.
Von Dennis Amedovski |
30.08.2006 | |
USA ? Deutschland 85:65
Gut gekämpft, aber deutlich verloren. So könnte man die Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen den Turnierfavoriten beschreiben. Zwei Viertel lang konnte man das Spielgeschehen offen halte, doch wie schon im Gruppenspiel gegen Italien erwischten die US-Amerikaner den besseren Start in die zweite Hälfte und planten so schon frühzeitig den Einzug in das Halbfinale. Dennoch hatten die Amerikaner mit den Deutschen mehr Probleme als erwartet.
Mit 11:6 begann der Vize-Europameister die Partie und auch im zweiten Viertel war das Spiel noch ausgeglichen (39:40 zur Halbzeit). Doch dann steigerten die Amerikaner sich in der Verteidigung und zwangen die Deutschen so zu mehreren Ballverlusten: Fünf deutsche Turnovers in den ersten drei Minuten der zweiten Hälfte brachte Team USA mit 59:45 in Front. Auch ein fantastischer Block von Demond Greene gegen Finals-MVP Dwyane Wade brachte nicht das erhoffte Momentum für eine Aufholjagd. Stattdessen spielten die NBA-Profis ihre körperliche Stärke vor allem unter dem deutschen Korb (22 Offensiv-Rebounds) aus und kamen so immer wieder zu zweiten Wurfchancen. Bei den Deutschen ging in der zweiten Halbzeit dagegen nicht mehr viel (26 Punkte in der zweiten Hälfte). Dirk Nowitzki, der früh drei Fouls kassierte und so die gesamte Partie über gehemmt wirkte, kam wie Ademola Okulaja auf 15 Punkte und neun Rebounds.
Topscorer bei den Amerikanern wurde Carmelo Anthony, der 19 Punkte erzielte. Team USA hatte trotz des deutlichen Ergebnisses einige Probleme, vor allem bei den Distanzwürfen: 40 der 85 Würfe setzten sie von jenseits der Dreierlinie an, verwandelten aber nur zehn Stück. Dementsprechend sank die gesamte Trefferquote auf 37,6%. Gegen Halbfinalgegner Griechenland muss daher an der Sicherheit im Abschluss gearbeitet werden, um das Finale zu erreichen. Die Partie wird, genauso wie das andere Halbfinale zwischen Spanien und Argentinien, am Freitag stattfinden. Deutschland muss morgen gegen Frankreich ran.
Griechenland ? Frankreich 73:56
Auch im Viertelfinale überzeugten die Griechen mit einer starken Teamleistung. Fünf Spieler punkteten zweistellig und so hatte Griechenland die gesamte Partie im Griff. "Wir haben sehr konzentriert gespielt und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Wir waren sehr mannschaftsdienlich. Nur so kann man gewinnen,? so Head Coach Panagiotis Yannakis.
Antonis Fotsis und Lazaros Papadopoulos erzielten jeweils 14 Punkte, während Dimitris Diamantidis 13 Zähler, acht Rebounds und fünf Assists sammeln konnte. Die Franzosen konnten dem Team-Basketbal nichts entgegensetzen und hatten mit Mickael Gelabale nur eine Akteur, der zweistellig punktete (12). Selbst NBA-Profi Boris Diaw verzeichnete nur neun Zähler.
In einer intensiver Partie führte Griechenland von Beginn an, doch Frankreich ließ sich zunächst nicht abschütteln. Gemeinsam trafen beide Teams im ersten Viertel nur acht Würfe aus dem Feld (12:8). Im Laufe der Partie zogen jedoch die Griechen auf zehn Zähler weg, ehe sie nach einem Dreier von Diamantidis mit 15 Punkten führten (48:33). Zwar kam Frankreich dank eines 7:0-Laufs nochmals heran (48:40), doch der bessere Start in das vierte Viertel sorgte für die Griechen für eine beruhigende 15-Punkte-Führung.
Der Europameister trifft damit im Halbfinale auf das Team USA, während Frankreich in den Platzierungsspielen gegen Deutschland ran muss.



von Crossover 05.02.2012 um 07:14:08
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