Harlem Globetrotters
Revolutionäre Weltenbummler
Dieses Frühjahr touren die Harlem Globetrotters wieder durch Deutschland. Seit 83 Jahren begeistern sie Zuschauer auf der ganzen Welt. Zu Beginn waren sie jedoch nicht nur eine Showtruppe, sondern Kämpfer gegen Diskriminierung und Rassismus.
Von Florian Lindemann |
03.03.2009 | |
Wohl kein Team der Geschichte hat mehr Siege eingefahren als die Harlem Globetrotters. In 83 Jahren haben sie mehr als 22.000 Spiele absolviert und die meisten davon gewonnen. Dennoch steht nicht das Siegen im Vordergrund der Partien, sondern vielmehr die Show. Die Besucher bekommen eine Darbietung der Extraklasse geboten. Spektakuläre Dribblings, punktgenaue Pässe und krachende Dunks gehören zum Standard-Repertoire der Globetrotters.

Alles begann im Jahre 1927, als Abe Saperstein die Basketball-Mannschaft eines Chicagoer Tanzlokals, ?Savoy Big Five?, übernahm. Der jüdische Geschäftsmann wagte eine kleine Revolution: In seiner Mannschaft durften auch schwarze Spieler auflaufen. Er war vehementer Gegner der vorherrschenden Rassentrennung in den USA.
Zwar stammten weder Saperstein noch seine Spieler aus New York, dennoch benannte er das Team ?Harlem Globetrotters?. Zum einem sollte ?Harlem? auf die afroamerikanische Herkunft aller Spieler hinweisen und zum anderen täuschte der Begriff ?Globetrotters? eine Weitgereistheit vor. Die afroamerikanische Herkunft des Teams sorgte in den folgenden Jahren immer wieder für Auseinandersetzungen und Diskriminierungen, vor allem im Süden der USA. Die Globetrotters revolutionierten in den folgenden Jahren nicht nur die Spielweise des Basketballs, sondern auch die Denkweise vieler Amerikaner. Der große Durchbruch gelang ihnen im Februar 1948, als sie mit 61 zu 59 Punkten gegen die Minneapolis Lakers, das damalige Top-Team der NBA, gewannen. Sie ebneten den Weg für den ersten afroamerikanischen Spieler in der NBA und schließlich auch für Nathaniel Clifton, den ersten Globetrotter in der Profiliga.
Die Globetrotters waren bis in die 50er-Jahre ein großer Anlaufpunkt für junge Talente, da die Liga noch bis in das Jahr 1950 für schwarze Spieler gesperrt war. Doch auch nach der Aufhebung des Verbots spielten junge Talente oft einige Jahre bei der Show-Truppe, bevor sie in die NBA wechselten. Wilt Chamberlain spielte zum Beispiel 1958 ein Jahr dort, weil er erst 1959 in die Profi-Liga wechseln durfte. Bei den ?Weltenbummlern? lief er als besonderes Show-Highlight mit seinen 2,16 Metern Körpergröße als Point Guard auf. Mittlerweile wird seine Nummer vom Team nicht mehr vergeben. Der besondere Spielstil von Chamberlain, Reece Tatum oder Marques Haynes inspirierte auch später noch Michael Jordan oder Magic Johnson zu ihrer legendären Spielweise.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bereiste die Truppe die ganze Welt. Sie waren Gast in Mexiko, Westeuropa und Nordafrika. ?Botschafter des guten Willens? taufte sie der US-Außenminister Dean Acheson, als das Team 1951 nach Berlin flog und vor 75.000 Zuschauern im Olympiastadion spielte. In den Zeiten des Kalten Krieges sollte die Darbietung der Harlem Globetrotters dem in Europa wachsenden Anti-Amerikanismus entgegenwirken.
Heute ist die politische Bedeutung der Globetrotters etwas in den Hintergrund getreten, aber ihr Spiel begeistert noch immer Massen auf der ganzen Welt. Ihren unvergesslichen Stil entwickelte die Showtruppe zu Beginn vor allem, um ihre Popularität zu steigern. Hatten sie einen komfortablen Vorsprung heraus gespielt, zeigten sie Tricks und Show-Einlagen. Im Laufe der Jahre wurde dieser Aspekt ihres Spiels immer mehr zum Markenzeichen und Hauptaugenmerk. Heute sind die Harlem Globetrotters mehr eine Show-Mannschaft als ein erfolgsorientiertes Team. Die Gegner sind stets die Washington Generals, die meist keine Chance haben. Auch die Zuschauer werden in das Spiel der Ballakrobaten mit einbezogen.
In diesem Jahr kommen die Harlem Globetrotters wieder nach Deutschland. In neun verschiedenen Städten der Republik zeigen sie ihre Künststücke:
Samstag, 7. März 2009: 20 Uhr Arena Friedrichshafen
Freitag 13. März 2009: 20 Uhr Max-Schmeling-Halle, Berlin
Samstag 14. März 2009: 18 Uhr Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg
Sonntag 15. März 2009: 20 Uhr Uni Halle Wuppertal
Dienstag 17. März 2009: 18 Uhr Oberfrankenhalle, Bayreuth
Mittwoch 18. März 2009: 20 Uhr Maxipark Arena Hamm
Donnerstag 19. März 2009: 20 Uhr Telekom Dome, Bonn
Freitag 20. März 2009: 20 Uhr Arena Leipzig
Samstag 21. März 2009: 20 Uhr Ballsporthalle Frankfurt



von sebstar 03.03.09 um 12:17:28
Ich war bei der letzten HG-tour und war entäuscht. 50 euro hat die karte gekostet und die show war echt mies und langweilig. die spieler hatten überhaupt kein bock, und die dunks waren nicht so krass.
von mkay 03.03.09 um 12:28:11
das muss ich leider auch sagen.. hatte wesentlich mehr erwartet!
von LeMarc21 03.03.09 um 12:47:09
Mir gings genauso, aber das liegt wahrscheinlich an der Zielgruppe und die ist wohl eher Famlilie mit kleinen Kindern. Und nicht für +20. Da müssen wir wohl eher zu And1 und Co. gehen.
von Webocat 03.03.09 um 13:30:29
naja ich hab karten für hamm, mal gucken ob sich das lohnt
von LeMarc21 03.03.09 um 21:35:19
Hy Leude, hab grad 2 Karte gewonnen^^
was fürn Zufall. Vielleicht is die Show dieses Jahr ja besser als vor 3n.
von Triple 04.03.09 um 12:02:19
jetzt macht mir keine angst, ich hab 2 karten für frankfurt.
von Mr. Rejector 04.03.09 um 12:45:36
ich war 2003 bei den HG in Koblenz, war für mich eine strecke von über 500 km, würde das nie mehr tun, der eintrittspreis und die leistung stehen in keinem verhältnis, meiner meinung nach!
die haben da knapp 1 1/2 stunden rumgehempelt, ein paar tricks abgezogen, wirkten lustlos, und waren nicht mal nach der show bereit autogramme zu geben. obwohl sehr viele kids anstanden, haben sie sich einfach umgedreht und sind gegangen.
hoffe für all diejenigen, die bereits eine karte haben, dass sich das ein wenig geändert hat.
von LeMarc21 16.03.09 um 11:57:07
So Leude: das Ding war eine echte Enttäuchung. Die bekannten Spieler waren nicht dabei. Die Tricks die die Anderen probiert haben gingen fast immer daneben (wenns Sie's dann mal versucht haben) und wirklich engagiert war keiner von denen (höchsten Hi-Lite). Also wer diese Show gesehn hat und dafür Geld ausgegeben hat wird seinen Bekannten auf keinen Fall eine Weiterempfehlung geben. Ich war schon einmal vor 3/4 Jahren da, das war eine Show!
von Fel!x 16.03.09 um 14:54:20
is ja auch bescheuert
die machen 8 spiele in 9 tagen
da hat keiner mehr bock einen groß auf show zu machen!!!
von Suck My Diktiergerät 16.03.09 um 15:51:39
is aber schon kacke wenn die mit der show ihre villen finanzieren...da is es mir als zuschauer egal wie viele spiele die haben. harlem globetrotters sind show und kein ernsthaftes basketballspiel.