Basketball in New York City

Made in NYC

Während in New York City die Playgrounds glühen, bringt euch Christoph Kummer das NYC-Flair anhand einer Standortanalyse näher und erklärt, warum im Big Apple der Basketball so groß geschrieben wird.

Von Christoph Kummer
 30.07.2006 |

New York City ist die Hauptstadt der Welt. Für Basketball-Verrückte ist sie noch viel mehr: Sie ist ihr Traum, ihr Mekka. Wie an keinem anderen Ort ist hier der Basketballsport zu Hause. New York City liebt den Basketball und der Basketball liebt New York City. Keine andere Stadt auf dieser Erde ist auch nur ansatzweise vergleichbar mit NYC in Sachen "orangefarbenes Leder?.

Klar, auch in Los Angeles und anderen US-Großtädten wird Basketball gespielt und geliebt. Und es gibt auch in Europa und Asien Städte, deren Einwohner einen sehr engen Bezug zu diesem Sport haben. Doch nirgendwo ist diese Liebe so beständig und wandert auf solch vielseitigen Pfaden wie in NYC. Dort kann man kaum einen Schritt tun, ohne von dieser Liebe etwas zu spüren zu bekommen: Von der unglaublichen Anzahl an Freiplätzen und Freizeitligen für Jung und Alt, über die straff organisierte Nachwuchsförderung an den High Schools, bis hin zu dem Profiteam der New York Knicks, dem es finanziell an nichts fehlt. New York City hat ein Basketball-Potential, welches für die ganze Welt reichen könnte.

Knicks vs. Nets

Was nützt ein solches Potential, wenn es nicht voll ausgeschöpft wird? Diese Frage zielt in Richtung der New York Knickerbockers, die die letzte Saison in den Niederungen der Eastern Conference beendeten. Mit einem Budget jenseits von Gut und Böse, einem Larry Brown auf der Trainerbank, einem Stephon Marbury in der Leaderposition und einigen talentierten Rookies sollte man doch meinen, dass zumindest die Playoffs erreicht werden könnten. Fehlanzeige! Isiah Thomas hat es in der letzten Saison geschafft, die Knicks noch näher an den Rand der Hoffnungslosigkeit zu bringen.

Coach Brown ist mittlerweile weg und Marbury wird es ihm vielleicht schon bald gleichtun und weiterziehen. Isiah Thomas sollte es einmal mit einem Neuanfang versuchen und das Roster von Grund auf säubern. An Trade-Material mangelt es ihm schließlich nicht und es gibt bestimmt NBA-Teams, die im Tausch für Marbury oder Francis motivierte Jungstars springen lassen würden. Ob aber Thomas als General Manager je fähig sein wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen, darf bezweifelt werden.

Ähnlich umstritten wie Isiah Thomas ist Bruce Ratner, der Besitzer der New Jersey Nets. Der Bauunternehmer plant, die Franchise bis zur Saison 2008-09 nach Brooklyn umzusiedeln und im Zuge dessen ganz Downtown Brooklyn mit Neubauten zu bereichern. Die Freude der Sportfans steht den Befürchtungen der Anwohner gegenüber, dass durch das "Revitalisierungsprogramm? zusätzliche Verkehrsprobleme verursacht werden. Außerdem glauben einige, dass es Ratner vielmehr um die Zukunft seiner Bankkonten als um die von Brooklyn geht. Auch aus sportlicher Sicht wäre ein NBA-Team in Brooklyn ein zweischneidiges Schwert: Folgt man der Tradition der Stadt, wäre ein zweites Team in NYC gerechtfertigt, denn auch in den anderen Major Leagues (NHL, MLB, NFL) ist der Big Apple mit jeweils zwei Teams vertreten. Andererseits beheimatet der Stadtteil bereits zwei Pro-Basketballteams: die Brooklyn Kings aus der USBL und die Brooklyn Wonders aus der ABA.

Es ist also gut möglich, dass in einigen Jahren zwei Teams aus New York City in der NBA spielen werden. Der daraus entstehende Konkurrenzkampf könnte die beiden Mannschaften dann zu Höchstleistungen treiben, sodass wir früher oder später mit einem NBA-Champion aus der Basketballhauptstadt rechnen können. Vorgemacht hat dies Los Angeles, wo schon seit mehreren Jahren zwei NBA-Teams zuhause sind. Das daraus bis in der letzten Saison kein Konkurrenzkampf entstehen konnte, lag vor allem an dem Niveau-Unterschied. Doch seit Kobe einen auf Michael Jordan macht und die Clippers gelernt haben zu gewinnen, ist daraus ein gesunder Konkurrenzkampf entstanden, der wohl auch nächste Saison anhalten wird.

Von Queensbridge nach Harlem

Damit eine Stadt ein NBA-Team beherbergen kann, muss eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllt sein: Beispielsweise muss eine große Anzahl an potentiellen Kunden, also Einwohnern, vorhanden sein. Zum anderen müssen sich diese auch für Basketball begeistern können, denn ohne Interesse am Sport werden die Stadien auf Dauer leer sein. Dass das Interesse, herrührend von der Sporttradition der Stadt, von zentraler Bedeutung ist, hat vor einigen Jahren der Umzug der Vancouver Grizzlies nach Memphis gezeigt. Vancouver ist und bleibt in erster Linie eine Eishockey-Stadt, der aufgrund seiner Geschichte der Bezug zum Basketball weitgehend fehlt. Auf diese Erkenntnis stützt sich eine weitere Voraussetzung: Die Stadt sollte eine Vielzahl von Repräsentanten in der Liga oder sogar in der eigenen Mannschaft haben. Hätten Steve Nash oder andere Kanadier bei den Grizzlies gespielt, würde das Team vielleicht noch immer in Vancouver spielen. New York City erfüllt alle diese Voraussetzungen, auch die letzte: In der NBA spielen zurzeit 15 Spieler, die in der Ostküstenmetropole geboren und aufgewachsen sind. Dabei sind nur diejenigen mitgezählt, die a) den Geburtsort NYC haben und b) in NYC zur High School gegangen sind. Dementsprechend sind Spieler wie Carmelo Anthony oder Elton Brand nicht berücksichtigt.

Von den 15 Spielern stammen sieben aus Queens, dem größten Stadtbezirk. Es sind dies Lamar Odom und Speedy Claxton, die zusammen an der Christ the King High School spielten, Rafer Alston, der als "Skip to my Lou? zur Streetball-Legende avancierte, Smush Parker, Charlie Villanueva und Zendon Hamilton. Der letzte und vielleicht bekannteste Repräsentant des Boroughs ist Ron Artest, der in den Queensbridge Projects sein Handwerk lernte.

Fünf weitere Spieler stammen aus Brooklyn. Dabei konzentriert sich das Talent vor allem auf den südlichen Teil des Boroughs, auf Coney Island. Auf den Playgrounds zwischen den Sozialbauten reiften Stephon Marbury, sein Cousin Sebastian Telfair, Chris Taft und der kürzlich gedraftete Quincy Douby heran. Weiter nördlich findet sich ein Viertel namens Bedford-Stuyvesant, welches die Heimat von Jamaal Tinsley ist.

Brooklyn und Queens könnte man als eine Art Seele des New Yorker Basketballs bezeichnen. Viele Spieler stammen aus diesen Teilen und haben dementsprechend einen großen Einfluss auf die Szene. Doch die einzelnen Spots sind zu verstreut, die Spieler sind überall und zugleich nirgends. Um dem Abhilfe zu schaffen, hat der Basketball-Gott Harlem, das Herz, geschaffen, welches der Bezirk Manhattan darstellt. Hier werden Turniere organisiert, um die besten Baller der fünf Boroughs gegeneinander antreten zulassen. Wer glaubt etwas zu können, zeigt es hier und zeigt dies am besten immer wieder, denn das Publikum ist nicht nur gut darin, neue Legenden zu entdecken und Spieler in den Himmel zu hypen, sondern auch diese schnell wieder zu vergessen, falls die Leistung nicht mehr stimmt. Zwei eher unbekannte NBA-Spieler stammen aus Manhattan: Julius Hodge und Royal Ivey. Beide wuchsen in der unmittelbaren Umgebung des berühmten Holcombe Rucker Parks auf.

Der einzige NBA-Aktive aus der Bronx ist Andre Barrett. Noch weniger zu bieten hat Staten Island, der immerhin zweitgrößte Stadtbezirk. Keiner von dort hat es je in die NBA geschafft, was zu dem Schluss führt, dass der Basketballsport dort nicht dieselbe Bedeutung hat wie in den anderen Bezirken. Trotzdem hat Staten Island einen Hall of Famer namens Elmer Horton Ripley, der Anfang des 20. Jahrhunderts Spieler der Original New York Celtics war.

Es fällt auf, dass ein Grossteil der NYC-Spieler Point Guards sind. Das liegt zum einen daran, dass die meisten auf den Freiplätzen groß geworden sind, wo Crossover und Fake-Pässe mehr gefragt sind als Würfe von der Dreierlinie. Der Umgang mit dem Ball ist dort ebenso wichtig wie aggressive Verteidigung. Die Mitspieler sind aufgrund fehlender Trikots oft nicht von den Gegenspielern zu unterscheiden, die Courts sind häufig schlecht markiert und die Beleuchtung am Abend kaum ausreichend. Dies schult die Übersicht der Spieler. Zum anderen hat NYC eine lange Point-Guard-Tradition, die auf Namen wie Bob Cousy, Nate Archibald und Lenny Wilkens zurückblickt. Ihren Erfolgen ist es zu verdanken, dass die Kunst des "Ballverteilens? über Jahrzehnte von einer Generation auf die nächste weitergegeben und auf den Strassen am Leben erhalten wurde.

Die Straße lebt

Denkt man an Basketball in New York City, denkt man unweigerlich an Streetball, an AND1 und an Asphalt-Plätze. An diesem Gedanken ist viel Realität, denn die Stadt ist tatsächlich für ihre umfassende Playground-Szene bekannt. Nirgendwo auf der Welt wird soviel Straßen-Basketball gespielt wie in NYC. Es gibt dort so viele Freiplätze, dass man über einen Zeitraum von mehr als eineinhalb Jahren jeden Tag auf einem anderen spielen könnte. Mehr als ein Drittel davon, etwa 170, befinden sich in Brooklyn, 115 in Manhattan, 102 in der Bronx, 85 in Queens und ? 36 in Staten Island. Also auch in Sachen "Freiplatz-Dichte? hinkt Staten Island den anderen Bezirken nach. Bobbito Garcia meint zwar, dass mit 36 nicht alle Plätze mitgezählt sind, doch "Shaolin? zeigt von allen Boroughs eindeutig am wenigsten Liebe für den Basketball. Ob die Gründe dafür in der späten Erschließung der Insel oder in der vorwiegend weißen, italienisch-stämmigen Bevölkerung liegen, ist unklar.

Auf den Freiplätzen NYCs werden Turniere für Jung und Alt organisiert und vorwiegend im Sommer ausgetragen. Das Niveau reicht hierbei von Spielen unter Mitarbeitern verschiedener Firmen über Turniere für Kids bis hin zu ernsthaften Competitions mit Schiedsrichtern und Hauptpreisen. Zu der letzten Gruppe zählt zum Beispiel die Entertainer?s Basketball Classic, welche als das bekannteste Streetball-Turnier in NYC und weltweit gilt. Nebst NBA-Stars, High-School- und College-Spielern und lokalen "Legenden" nehmen auch Rapper (als Spieler oder Teambesitzer) teil. Das ganze wird alljährlich im Sommer auf dem Rucker Park ausgetragen und lockt neben Zuschauern auch TV-Stationen an. Initiator Greg Marius rief vor kurzem die "EBC America? ins Leben, welche das NYC-Flair auf Playgrounds in anderen Großstädten exportieren soll.

Ein weiterer bekannter Streetball-Event stellt das Dyckman-Turnier dar, welches seit 1990 existiert und jeden Sommer auf dem Monsignor Kett Playground in Manhattan gespielt wird. Was einst mit sechs Teams begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einer der größten Summer Leagues entwickelt. Unter den über 50 teilnehmenden Teams mischen regelmäßig NBA-Spieler mit.

Dass die Playground-Szene der Stadt eine große Bedeutung hat, zeigt der Umstand, dass jeder NYC-Pro seine ersten Erfahrungen mit dem Sport auf dem Freiplatz gemacht hat. Ganz anders zeigt sich die Laufbahn eines Profis aus einer ländlichen Gegend: Natürlich gibt es auch hier Courts unter freiem Himmel, doch man wird darauf nie und nimmer eine solche Anzahl Gleichgesinnter und Turniere antreffen wie in NYC. Spieler aus Kleinstädten lernen von Anfang an das "offizielle? Spiel unter Aufsicht eines Coaches, der eine saubere Wurftechnik einem "Killer-Crossover? vorzieht und sie gleich mit den Regeln konfrontiert. Ihre Basketball-Enwicklung beginnt meistens erst in der High School. Ein Kid aus Coney Island dagegen hat vor dem Eintritt in die High School bereits Spiele absolviert und oft schon seinen eigenen Stil entwickelt.

Warum schaffen es aber so viele Streetballer aus NYC in die NBA? Ganz einfach: Weil sie es wollen. Und sie wollen es viel mehr als der Junge aus dem schicken Vorort. Sie wollen raus aus dem Ghetto und raus aus der Armut. Der Basketball bietet hierfür die beste und häufig einzige Gelegenheit. Man denke nur an Coney Island, wo sich vor nicht langer Zeit die Kids nur für zwei Berufsrichtungen entscheiden konnten: Basketballprofi oder Krimineller. Die meisten versuchten sich am ersten, doch viele scheiterten. Viele schafften mit einem Schulabschluss zumindest die "Flucht? aus Coney Island oder fanden sogar einen Platz in Minor Leagues oder europäischen Klubs. On nun aus Coney Island, Bed-Stuy oder Queensbridge, die individuellen Geschichten der New Yorker in der NBA ähneln sich stark.

Streetball ist ein wichtiger Aspekt der New Yorker Basketballszene, vielleicht sogar der wichtigste. Denn das Spiel auf dem Asphalt ist die Grundlage für den Erfolg des Standorts. Ohne den AND1-Hype und seinen Folgen wäre es mehr als fraglich, ob New York City für Basketball-Fans überhaupt noch attraktiv wäre. Die Knicks spielen bereits seit geraumer Zeit unter den Ansprüchen der Fans, was dazu geführt hat, dass sich das Interesse vermehrt vom Madison Square Garden in den Rucker Park verlagert hat.

Die Rekrutierung der Ghetto-Kids

Zweifellos ist das Spiel auf den Playgrounds ein wichtiger Grund für die Menge an Profi-Spielern, die die Stadt immer wieder hervorbringt. Doch nur Einzelne werden auf der Strasse zu Helden und keiner kann mittels Streetball seinen Lebensunterhalt finanzieren. Außerdem hat nur derjenige eine Chance, in die NBA zu kommen, der eine Schulausbildung vorweisen kann. Bis zum Draft 2004 genügte dazu ein High-School-Abschluss, seitdem muss der Spieler das zwanzigste Lebensjahr erreicht haben, um gedraftet werden zu können.

New York City ist berühmt dafür, seine Talente schon vor dem Eintritt in die Schule zu entdecken und als zukünftige NBA-Legenden anzupreisen. In der High School beginnt dann oft schon nach wenigen Wochen das so genannte "Recruiting? der Colllges, also das Werben der College-Coaches um die "Star-Spieler? des Teams. Mit oftmals jenseits der Legalität liegenden Mitteln versuchen die Colleges (und auch die großen Sportartikelhersteller), die Spieler für ihre Sache zu begeistern und bereits jetzt die Weichen für ihre Zukunft zu stellen. Meistens ist das einzige Ziel dabei weder Goodwill noch Unterstützung, sondern Profit. Besonders davon betroffen waren (und sind) die Top-Spieler der Abraham Lincoln High School in Brooklyn, vorwiegend Point Guards. Bereits seit Jahren spielt diese Schule in Coney Island den besten Basketball der Stadt, was dazu führt, dass das Team immer wieder ins Fadenkreuz von "Recruiters?, College-Coaches und Pseudo-Managern gerät. Stephon Marbury und "Bassy? Telfair sind wohl die größten Talente in der Geschichte Lincolns und hatten dementsprechend am meisten mit dem Problem zu tun. Das Team gewann mit Marbury 1995 einen PSAL-Titel und mit Telfair von 2002 bis 2004 drei Titel und eine State-Meisterschaft.

Die Lincoln High ist aber nur eine von 161 Schulen in NYC, die in der Public Schools Athletic League Basketball spielen. Gut 40 weitere vertreten den Stadtteil Brooklyn, rund 50 den Bezirk Manhattan. Nur knapp zehn entfallen auf den Aussenseiter Staten Island. 28 weitere High Schools, viele davon aus Queens und der Bronx, bestreiten ihre Spiele in der CHSAA (Catholic High Schools' Athletic Association). Zu den besten gehören die Rice High School in Manhattan und die Christ the King in Queens.

Nach Ende der High School stellt sich dann für die besten Athleten die Frage, auf welche Uni sie gehen sollen. Kaum einer kann diesen Entscheid unabhängig fällen, denn sie werden von verlockenden Angeboten geradezu überschüttet. Einladungen ins College, Gespräche und E-Mails prasseln auf die kommenden Basketballstars ein und jeder College-Coach versucht, die Athleten auf seine Weise von seinem Team zu überzeugen. Die Beweggründe für eine bestimmte Wahl sind dann von Athleten zu Athleten verschieden. Stephon Marbury beispielsweise entschied sich damals für die Georgia Tech in Atlanta, während Ron Artest die St. John?s in seiner Heimatstadt vorzog. Wenn ein Spieler aktuell in New York City aufs College gehen und dabei in der NCAA spielen möchte, hat er die Wahl zwischen sieben Unis: Die Long Island University in Downtown Brooklyn, die Columbia in Manhattan, die Fordham in der Bronx, das ebenfalls in der Bronx liegende Manhattan College, das St. Francis College in Brooklyn, die St. John's in Queens und das Wagner College auf Staten Island.

Obwohl diese Colleges nicht gerade zum Who-is-Who der amerikanischen Unis zählen, steht NYC doch auch im Bereich "Hallenbasketball? mehr oder weniger konkurrenzlos da. Welche andere Großstadt beherbergt schon 200 High Schools, von denen die besten vor 20.000 Zuschauern (im Madison Square Garden) und laufenden ESPN-Kameras um die Meisterschaft spielen? Playground-Basketball ist das wichtigste Element des Standorts New York City und die Grundlage für den Erfolg, doch die High Schools und Colleges erfüllen eine ebenso bedeutungsvolle Aufgabe: Sie schmieden die Roheisen der Strasse zu zukünftigen Geheimwaffen der NBA-Teams.

Die Stadt, die niemals schläft

New York City ist eine der größten Metropolen überhaupt und Heimat von rund acht Millionen Menschen. Die Welt schaut auf NYC, egal ob dies die Wirtschaft, Politik, Showbranche oder den Sport betrifft. Wenn etwas die Aufmerksamkeit der New Yorker weckt, weckt dies häufig auch die Aufmerksamkeit der Welt. So ist es kein Wunder, dass die dortige Basketball-Szene eine solche Vorbildfunktion innehält und Trends setzt, die von anderen Standorten kopiert oder zumindest aufgenommen werden.

Es ist mehr als fraglich, ob ein Sebastian Telfair in irgendeiner anderen Stadt denselben Hype ausgelöst hätte wie in NYC. Hat er es deshalb nicht verdient in der NBA zu spielen? Nein, denn er musste sich schließlich auch auf der Straße und in der High School durchsetzten, und das vielmehr als beispielsweise ein LeBron James. Nur hatte es dieser wohl schwerer, im ländlichen Ohio aufzufallen, so dass der Hype erst so richtig ins Rollen kam, als man von seinen Qualitäten vollends überzeugt war. Wäre King James im Big Apple aufgewachsen, hätte ihn der Hype wohl einige Jahre früher erfasst. Ob dies gut oder schlecht für seine Entwicklung gewesen wäre, sei dahingestellt.

In der Basketballwelt NYCs aufzuwachsen, hat also seine guten und schlechten Seiten. Letztendlich aber entscheiden weder Sports-Illustrated-Cover noch TV-Auftritte über die Qualität eines Spielers, sondern nur seine Leistung auf dem Court. Und das gilt auch für New York City.




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Kommentare

(2 Kommentare bisher)

von Hanan 09.08.08 um 15:00:10


also ich weiß nich wann der artikel hier veröffentlicht wurde oder wieso's keiner gemerkt aber dieser hier is einer besten den ihr jemals gebracht habt grOOßes kompliment an den autor!!!



von Hurricane 09.08.08 um 21:48:00


wenn man da obenen liest wurde der artikel am 31.07.2006 verfasst also lange her



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