Basketball in Deutschland

Nachwuchsarbeit mit hohen Zielen

In Berlin entsteht ein neuer Basketball-Großverein. Doch für die Berlin Baskets mit Schirmherr Patrick Femerling steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt.

Von Thomas Käckenmeister
 11.07.2007 |

Schon seit Jahren hinkt der deutsche Basketball. Dirk Nowitzki ist der einzige deutsche Profi in der NBA, der Name von Peter Fehse fiel nur beim Draft 2002 und danach nie wieder. Seither hat Deutschland zwar international für Aufsehen gesorgt (Bronze bei der WM 2002, Silber bei der EM 2005), aber die Generation um Ademola Okulaja, Dirk Nowitzki und Patrick Femerling sucht vehement nach Spielern, denen sie ihr Erbe anvertrauen können. Kürzlich hat sich Femerling, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, daher einer neuen Verantwortung angenommen. Als Schirmherr der Berlin Baskets will er helfen, den Nachwuchs in Basketball-Deutschland zu fördern.

Die Baskets sind neben den Central Hoops und Future Basketball der dritte Großverein in Berlin, der mit großen Ambitionen die Sportkultur der Bundeshauptstadt verändern möchte. Im Nordosten der Stadt - das sind die Bezirke Marzahn, Hellersdorf, Lichtenberg und Hohenschönhausen - wird der Verein, der durch eine Fusion der BBC Berlin, Marzahner Basket Bären und Basketball in Berlin entstand, ab der Saison 2007/08 den Spielbetrieb aufnehmen.

Doch nicht nur der sportliche Anreiz, in Berlin etwas zu bewegen, steht für die Verantwortlichen auf dem Plan. Insgesamt tragen zwar 20 Mannschaften mit über 300 Mitgliedern in verschiedenen Spielklassen (2. Bundesliga und abwärts) das Etikett des neu gegründeten Basketballriesen, doch die Berlin Baskets möchten vor allem in der Jugendarbeit ein Ausrufezeichen setzen. Hierfür engagieren sie sich stark im sozialen Bereich. Insbesondere wird dabei Wert auf die sportliche Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelegt. Auch Turniere gegen Gewalt und Rassismus stehen auf dem Programm.

Gerade in einer multikulturellen Gesellschaft sind Projekte dieser Art sinnvoll, um vor allem Kindern und Jugendlichen aus einem sozialschwachen Umfeld eine Basis der Orientierung zu bieten. Aus diesem Grund wurden zusätzlich die Teilprojekte "BasKIDS" und "Baskets@School" ins Leben gerufen, die 12- bis 18-Jährigen die Sportart Basketball näher bringen soll. Die vorerst zwölf Monate dauernden Projekte sollen den Teilnehmern neben dem Sport auch Werte wie z.B. Respekt, Fairness, Verantwortung und Teamgeist vermitteln. Außerdem stehen neben der körperlichen Ertüchtigung auch Mental- und Kommunikationstraining sowie das Aufzeigen von beruflichen Entwicklungschancen auf dem Programm.

Die Gründer Jens Zander (Manager) und Andreas Steffen (Public Relations) verfügen bereits über Event-Reihen in der deutschen Basketballlandschaft (z.B. 4on4-Basketball oder das Heimspiel-Deluxe-Projekt), die einerseits imagefördernd sind, andererseits aber auch helfen, auf bestehende Strukturen zurückgreifen zu können. Das hilft natürlich, der Botschaft der Berlin Baskets national Gehör zu verschaffen - mit dem Schirmherrn Patrick Femerling.

In einem ausführlichen Interview standen uns Patrick Femerling, Andreas Steffen und Jens Zander Rede und Antwort.




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von Crossover 30.05.2012 um 09:08:07


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