Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




NBBL Playoffs

Der Weg ins TopFour

Am Wochenende wird in Langen die zweite Meisterschaft in der NBBL ausgespielt. Auf dem Weg in die hessische Kleinstadt galt es für die vier Teilnehmer, so manchen Favoriten aus dem Weg zu räumen.

Von Maximilian Selow
 30.05.2008 |

Viertelfinale Nord

IBBA Berlin gegen Alba Berlin (0-2)
(51:87, 62:69)

In der ersten Achtelfinalpartie des Nordens kam es zu einem Matchup, das in dieser Form vor Beginn der Playoffs wohl niemand erwartet hätte. Während die Albatrosse wider Erwarten die eine oder andere Schwierigkeit mit ihrem Achtelfinalgegner aus Hagen erfuhren, machte der Stadtkonkurrent von der Internationalen Basketballakademie die erste Sensation der Endrunde perfekt, als man die favorisierten und mit Heimvorteil ausgestatteten Junior Baskets Oldenburg mit zwei beeindruckenden Siegen aus der Halle fegte und somit die Weichen für den Kampf um die Krone im Nachwuchsbasketball der Hauptstadt stellte.

Was jedoch im Vorfeld die Machenschaften eines packenden Stadtderbys anzunehmen schien, endete jedoch im ersten Spiel der Serie mit einer Machtdemonstration der Albatrosse, die von der ersten Minute an die Schrauben in der Verteidigung anzogen, vorne nach Belieben punkteten und die Partie somit zur Halbzeit schon fast entschieden hatten (44:20). Ein starkes drittes Viertel tat danach sein Übriges und setzte den Grundstein für Albas 30-Punkte-Ausrufezeichen zum Auftakt. Dabei tat es dem Berliner Spiel keinen Abbruch, dass Topscorer Thomas Schoeps mit einer Verletzung nur tatenlos von der Bank zusehen konnte. Für ihn sprangen Sascha Schachowzew (21 Punkte) und Moritz Westkämpfer (19), sowie Walter Simon (15) und Youngster Niels Giffey (13) in die Bresche.

Die Antwort auf die Auswärtsklatsche sollte im zweiten Spiel, so hoffte IBBA-Coach Alan Ibrahimagic, vor heimischen Fans geliefert und die Serie in ein entscheidendes drittes Spiel gezwungen werden. Doch die guten Vorsätze des IBBA-Nachwuchses sollten sich einmal mehr in Luft auflösen, als die Albatrosse, die nun nicht nur auf Schoeps, sondern auch auf Giffey verzichten mussten, wieder mit reichlich Feuerkraft und starker Defense das erste Viertel mit 19:9 für sich entschieden. Mit dem Rücken zur Wand fasste sich das Team um Nico Adamczak und Tim Beck noch einmal ein Herz und schaffte es auch, den Rest der Partie zumindest offen zu halten. Doch die schwache Leistung am eigenen Brett, sowie die zahlreichen Ballverluste verhinderten ein Comeback der IBBA-Youngster. Angeführt von Aufbau Schachowzew und Flügel Simon machte Alba den Einzug in das TopFour mit einem 69:62-Sieg perfekt. Die beiden Topscorer erzielten dabei alleine 34 der 69 Punkte ihrer Mannschaft.


SG Bonn/Rhöndorf gegen Bramfelder SV (2-0)
(67:56, 74:62)

Die besten Vorzeichen für einen Durchmarsch nach Langen hatte die Spielgemeinschaft Bonn/Rhöndorf nun wirklich nicht erwischt. In der ersten Runde der Playoffs setzten sie sich trotz Heimvorteils erst in drei hart umkämpften und unheimlich spannenden Partien gegen die Central Hoops aus Berlin durch und dann war es ausgerechnet Topscorer Fabian Thülig, auf den die SG wegen eines Bänderrisses vorerst nicht zurückgreifen konnte.

Allen Hindernissen zum Trotz konnte die SG zumindest noch auf ihren Heimvorteil vertrauen, der ihr im ersten Spiel der Serie behilflich sein sollte. ?Kein Thülig, kein Problem? schien es dabei für den extrem ausgeglichenen SG-Kader zu heißen, denn auch ohne seinen Bigman gelang es ihnen, den eigenen Korb zu vernageln und die sonst so starke Bramfelder Offensive um Malte Schwarz und Simon Michaelis bei gerade einmal 30,5 Prozent Trefferquote zu halten. Vorne lief für die Spielgemeinschaft, die mit 47 Rebounds die Überlegenheit an den Brettern genoss, vieles zusammen, und so setzte sich die SG im letzten Viertel entscheidend auf elf Punkte ab.

In eigener Halle galt es im zweiten Spiel für den Titelfavoriten aus Hamburg, vor allem die eingeschlafene Offensive wiederzubeleben. Mit einer starken ersten Hälfte nutzten die Bramfelder den Heimvorteil und schienen die Weichen auf ein drittes Spiel bereits gestellt zu haben, als die SG mit einem furiosen Comeback in den letzten beiden Spielabschnitten einen Strich durch die Rechnung der Hanseaten machte. Mit einer großen Lineup um Center Wohlfarth-Bottermann, Forward Winterhalter und dem gesundeten Thülig nutzte das Team seine Größenvorteile perfekt aus und drehte das Spiel letztendlich zugunsten der Spielgemeinschaft aus Bonn/Röhndorf. Thülig machte dabei in seinem Comeback eine besonders gute Figur und beendete das Spiel mit 23 Punkten und vier Rebounds, Winterhalter traf 80 Prozent seiner Würfe und verzeichnete 20 Punkte auf dem Scoreboard.

Das Team aus Nordrhein-Westfalen steht damit zum zweiten Mal in Folge im TopFour der NBBL.


Viertelfinale Süd

TV Langen gegen TSV Tröster Breitengüßbach (1-2)
(64:67, 90:70, 71:72)

Besser hätte es für den TV Langen nicht laufen können: Als Titelfavorit bekam man vor Playoff-Beginn die Rolle des Ausrichters des TopFour-Turniers zugesprochen, fertigte in der ersten Runde mit Leichtigkeit den FC Bayern München ab und sollte so mit besten Chancen im Kampf um die Meisterschaft ausgestattet sein. Was noch fehlte, war der Sieg der Viertelfinalserie gegen den Erzrivalen aus Breitengüßbach.

Dieses Unterfangen sollte sich für die ?Giraffen? von Head Coach Jürgen Barth jedoch schneller als erwartet als äußerst knifflig erweisen, als Breitengüßbach sich in einem extrem packenden Spiel durchsetzte und vollkommen unerwartet den Heimvorteil aus Langen entführte. Der beste Grund dafür war Trösters überragender Nachwuchsstar Dimitry McDuffie, der nicht nur seinen direkten Gegenspieler Robin Benzing bei 32 Prozent Wurfquote hielt, sondern auch noch selbst 32 Punkte und sieben Rebounds erzielte. Tatkräftige Unterstützung bekam er dabei von Stefan Dinkel, der selbst 21 Punkte und fünf Rebounds verbuchen konnte.

Geschockt mussten sich die Giraffen auf den Weg zu den extrem heimstarken Breitengüßbachern machen, der die Sensation perfekt und die Serie in eigener Halle beenden wollte. Doch so leicht sollte sich der Favorit aus Langen nicht geschlagen geben, machte von Beginn an Dampf und entschied das Spiel mit einem dominanten dritten Viertel zu ihren Gunsten. Dabei hielten sie den im Auftaktduell noch so dominant auftrumpfenden McDuffie bei lediglich neun Punkten und bekam wieder die gewohnt starken Leistungen von Topscorer Ruben Spoden (24 Punkte und acht Rebounds) und Point Guard Kai Barth (27 Punkte und fünf Assists). Robin Benzing erzielte wieder 16 Punkte, "verdoppelte" diesmal jedoch seine Trefferquote.

Nun wieder mit Heimvorteil im Rücken wollte Langen den Patzer des ersten Spiels in der Heimat wieder wiedergutmachen. So leicht wie gedacht sollten die "Giraffen" Breitengüßbach im dritten Spiel jedoch nicht abschütteln können. In vier packenden Vierteln schenkten sich beide Teams keinen Millimeter, und so war es nur passend, dass die letzten zwei Punkte zwei Minuten vor dem Ende mit einem Tip-In von Peter Zeis erzielt werden sollten. Für die Langener, denen in den letzten dreieinhalb Minuten kein Korberfolg mehr gelang, sollten diese Punkte auch das Playoff-Aus bedeuten. Auf Seiten der Breitengüßbacher waren wieder einmal Dinkel (20 Punkte) und Jugend-Nationalspieler Erik Land (18) die besten Schützen, für Langen kam nur Marco Völler, Sohn des ehemaligen Fußballstars Rudi Völler, auf mehr als 20 Punkte.

Für Langen ist der Traum vom TopFour vor heimischer Kulisse ausgeträumt. Stattdessen kann Breitengüßbach seine Aschenputtel-Geschichte mit einem Sieg gegen Alba Berlin im Halbfinale vielleicht weiterschreiben.


Team Urspring gegen MTV Kronberg (2-0)
(82:67, 75:71)

Für den Titelverteidiger galt es im Viertelfinale, eine ähnliche Blamage wie die des TV Langen zu vermeiden und den Sack gegen den potenten MTV Kronberg, der in der ersten Runde mit zwei Klatschen gegen den Basketball-Club Rhein-Neckar für Furore sorgte, so schnell wie möglich zuzumachen.

Doch wer ein echter Champion ist, der weiß, wie man seinem Gegner schnell den Wind aus den Segeln nimmt. In der ersten Begegnung startete das Team Urspring steil und sollte den Rest der Partie nicht mehr zurückblicken müssen, als Christian Standhardinger (31 Punkte, elf Rebounds), Kevin Bright (11/15), Akeem Vargas (13/6) und Maurice Stuckey (13 Punkte) dem MTV kaum Luft zum Atmen ließen und die Partie mit 82:67 zu Gunsten der Urspringschule entschieden.

Ihre überlegene Athletik und Stärke unter den Körben nutzte das Team Urspring dann auch beim Rückspiel in Kronberg, wo es unter anderem auch dank des wieder einmal überragenden Christian Standhardingers gleich 16 Offensivrebounds abgriff und dem MTV somit keine Chance ließ, sich vorzeitig abzusetzen. Stattdessen legte der Titelverteidiger im letzten Viertel den sechsten Gang ein und entschied das Spiel mit 75:71 für sich. Standhardinger kam dabei auf 27 Punkte und elf Rebounds und vier weitere Urspringschüler punkteten zweistellig.

Team Urspring zieht damit wieder ins TopFour ein und zeigt sich in bester Verfassung, seinen Titel auch in diesem Jahr zu verteidigen.


Qualifikationsrunde

Vier Neubewerber bekommen die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an der NBBL-Saison 2008/09 zu qualifizieren. Dazu werden am 21. und 22. Juni 2008 zwei Relegationsturniere ausgespielt, die darüber entscheiden, welche vier Teams im kommenden Jahr Teil des NBBL-Spielbetriebs sein werden. Im Modus Jeder-gegen-Jeden werden sich jeweils die zwei Erstplatzierten der beiden Gruppen qualifizieren.

Gruppe Nord
Eisbären Bremerhaven (Neubewerber)
Team Bremen
Young Dragons
BG Magdeburg (Neubewerber)

Gruppe Süd
USC Freiburg
BSG Junior Team Kurpfalz (Neubewerber)
Metropol Baskets Ruhr (Neubewerber)
SG Ober-Ramstadt/Roßdorf




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von Crossover 17.05.2012 um 10:44:37


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