Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




NBBL Monatsrückblick

Endrundenstimmung

Die Hauptrunde ist beendet und die Playoffs nicht mehr weit entfernt. Zeit also, die Leistungen der NBBL-Teams auf der Zielgerade noch einmal Revue passieren zu lassen.

Von Maximilian Selow
 22.02.2008 |

Division Nordwest: Bonner Zielsprint

Eine bessere Ausgangslage für die anstehenden Playoffs hätte sich der Head Coach der Spielgemeinschaft Bonn/Rhöndorf Pete Miller wohl nicht erträumen können. Mit vier Siegen in Folge rollte die SG im letzten Abschnitt der Hauptrunde noch auf den ersten Platz der Nordwest-Division, besiegte dabei Spitzenteams wie Köln, Paderborn und Oldenburg deutlich und kann nun, angeführt vom überragenden Nationalspieler Fabian Thülig, der mittlerweile Spieltag für Spieltag mit Doppelteams zu kämpfen hat, mit massig Selbstvertrauen in die Meisterschaftsrunde gehen.

Dahinter belegen die Junior Baskets aus Oldenburg den zweiten Platz und sicherten sich mit drei Siegen in den letzten vier Spielen ebenfalls das Heimrecht in den Playoffs, indem man die direkten Konkurrenten aus Paderborn und Leverkusen ausschaltete. Der Oldenburger Super-Combo um Azeez Oladimeji und Milan Obradovic fiel dabei jedoch eine wesentliche kleinere Rolle zu als erwartet, denn es war der zuletzt immer stärker werdende Supporting Cast um Flügelschütze Alexander Witte, der im Hauptrundenfinale gegen Leverkusen mit 19 erzielten Punkten eine Schlüsselrolle einnahm.

Die Bayer Giants hingegen müssen sich aufgrund der Niederlage gegen eben jene Oldenburger nur mit einem Playoff-Platz, jedoch ohne Heimrecht in der ersten Runde zufrieden geben. Ohne den bisher überragenden Spieler der Division, Florian Trmal, angetreten, sprang für Leverkusen der Nationalspieler Marvin Kruchen in die Bresche und deutete mit 26 Punkten und zwölf Rebounds an, dass Leverkusen nicht nur von einer überragenden Leistung ihres ?Go-to-Guys? abhängig ist.

Auf den vierten und letzten Playoff-Rang der Division schlichen sich letztendlich die Phoenix Hagen Juniors, die drei ihrer letzten vier Saisonspiele gewinnen konnten und Paderborn im direkten Duell doch noch aus der Endrunde warf.

Außen vor blieben neben Bremen, Paderborn und den Young Dragons aus Quakenbrück auch die Köln 99ers, die zuletzt immer wieder ohne den aufgrund der vorübergehenden Insolvenz des Teams beim Proficlub verweilenden Philipp Schwethelm auskommen mussten.


Bestleistungen

Punkte: 32, Davis Martens (Köln), Florian Trmal (Leverkusen)
Rebounds: 21, Florian Trmal (Leverkusen)
Assists: 7, Krists Plendiskis (Bremen), Nenad Zdujic (Oldenburg)
Steals: 6, Florian Trmal (Leverkusen)
Blocks: 3, Fabian Thülig (Bonn/Rhöndorf), Florian Trmal (Leverkusen), Paul Heitzhausen (Bremen)
Effektivität: 55, Florian Trmal (Leverkusen)


Division Nordost: Berlin regiert

Es sind gute Zeiten für den aufstrebenden Nachwuchsbasketball in der Hauptstadt der Republik. Mehr oder weniger überraschend schafften es nämlich am vergangenen Wochenende gleich drei Berliner Mannschaften in die Endrunde der NBBL.

Neben den überragenden Albatrossen, die aufgrund einer Niederlage am 12. Spieltag jedoch ihre weiße Weste nicht bis in die Postseason retten konnten, setzten sich auch die IBBA Berlin und Central Hoops Berlin im Kampf um die Playoff-Plätze durch und belegten mit Bilanzen von jeweils acht Siegen und sechs Niederlagen die Ränge drei und vier.

Das andere Team mit Heimreicht in den Playoffs stellt eine andere Großstadt: Der Bramfelder SV aus Hamburg besiegte zuletzt den MBC, die IBBA und Central Hoops und musste sich nur den Albatrossen geschlagen geben. Sie bewiesen sich, angetrieben von ihrer Kombo, bestehend aus Malte Schwarz und Simon Michaelis, die zusammen im Schnitt 34 Punkte ihres Teams erzielen, als ärgster Alba-Verfolger im Nordosten.

Die im letzten Jahr so starke SG Braunschweig hingegen verpasste ohne ihren ?Go-to-Guy? Cornelius Adler die Endrunde nur knapp. Im entscheidenden Spiel mussten sie sich den Central Hoops 66:84 geschlagen geben.

Gleiches gilt auch für Göttingen und Jena. Der Mitteldeutsche Basketball Club gewann dafür nicht ein Saisonspiel und könnte nun in einer Playdown-Runde letztendlich gegen einen Abstieg aus der NBBL spielen.

Bestleistungen

Punkte: 29, Dennis Langer (Central Hoops), Malte Schwarz (Bramfeld)
Rebounds: 17, Dennis Gebert (Central Hoops)
Assists: 7, Dennis Czepczynski (Braunschweig)
Steals: 7, Mertcan Cantürk (Braunschweig)
Blocks: 4, Peter Voss (Göttingen)
Effektivität: 32, Dennis Langer (Central Hoops)


Division Mitte: 14 in Serie

Keine Überraschungen gab es stattdessen in der Division Mitte, in der die ?Giraffen? des TV 1862 Langen die Hauptrunde so beendeten, wie sie sie angefangen hatten: mit einem Sieg. Der sprang im Übrigen auch in den restlichen zwölf Spielen des TV Langen heraus und so beendete das Team von Head Coach Jogi Barth die Saison mit einer perfekten Bilanz von 14 Siegen in 14 Spielen. Besonders auffällig zeigte sich dabei Marco Völler gegen Mittelhessen. Der Sohn des ehemaligen Fußball-Profis und Nationalmannschaftstrainers Rudi Völler machte mit 19 Punkten, 19 Rebounds und zwei Blocks das bisher beste Spiel seiner NBBL-Karriere.

Dahinter jedoch tobte der Kampf um die Playoff-Plätze, in dem der MTV Kronberg genau zur richtigen Zeit auf Hochtouren lief. Dank ausgeglichener Mannschaftsleistungen besiegte Kronberg nicht nur die Kellerteams, sondern auch die direkte Konkurrenz Mittelhessen und Breitengüßbach und sicherte sich damit als Zweitplatzierter in der Division Heimrecht in den Playoffs.

Ebenfalls in die Playoffs schafften es erwartungsgemäß der TSV Tröster Breitengüßbach und die BBLZ Mittelhessen, die beide zwar nur zwei ihrer letzten vier Spiele gewinnen konnten, sich die Grundlage zur Endrundenteilnahme jedoch schon in den Vorwochen gesichert hatten.

Die Franken Hexer sowie das TBB Junior Team verpassten die Playoffs am Ende knapp, während die SG Ober-Ramsstadt/Rossdorf und Eintracht Frankfurt nicht einmal über die Drei-Siege-Marke hinauskamen.

Bestleistungen

Punkte: 38, Joscha Domdey (Ober-Ramstadt/Rossdorf) Rebounds:
19, Marco Völler (Langen), Maik Zirbes (Trier)
Assists: 6, Lars Vajen (Ober-Ramstadt/Roßdorf), Benjamin Lischka (Mittelhessen)
Steals: 5, Jonathan Meshgna (Kronberg), Uli Hirmke (Breitengüßbach), Matthias Perl (Mittelhessen)
Blocks: 7, Lukas Kop-Ostrowski (Kronberg)
Effekitivität: 47, Maik Zirbes (Trier)


Division Süd: Urspring und Speyer mit Heimrecht

Einen Sieg war die Urspringschule davon entfernt, dem TV Langen das Kunststück gleichzutun und die gesamte Hauptrunde ohne Niederlage zu bleiben. Ein Sieg, den ihnen der USC Freiburg jedoch nicht gewähren wollte. Die weiße Weste behielten die Urspringer zwar nicht, dafür beendeten sie die Saison trotzdem mit dem ersten Platz in der Division und dürften in den Playoffs fast eine Garantie für die Teilnahme am Top4-Turnier sein.

Hinter ihnen spielte zuletzt auch das BIS Speyer groß auf. Vier Siege in Folge holte das Team von All-Star-MVP Elias Harris in den letzten beiden Monaten und dürfte mit ihrer extrem gefährlichen Scorer-Kombo um Harris und Benjamin Kaufhold allerbeste Chancen auf ein Vorstoßen in tiefe Playoff-Regionen haben.

Das Basket-College Rhein-Neckar und der FC Bayern München erreichten die Postseason ähnlich souverän, indem sie die direkte Konkurrenz aus dem Mittelfeld ausknippsten und sich somit den Vorteil in der Vergabe der Ränge drei und vier sicherten.

Dahinter folgt der USC Freiburg, der das Verpassen der Playoffs durch eine unnötige Niederlage gegen die BG Karlsruhe begründet sehen wird. Weit abgeschlagen hingegen sind die SG Ludwigsburg/Tübingen und die BG Karlsruhe, die sich nach einem extrem schwachen Start in der Rückrunde mehr oder weniger fing und wenigstens vier Siege einfuhr.

Die Basketballakademie Ulm teilt das gleiche Schicksal wie der Mitteldeutsche Basketball Club und könnte auch in einer Playdown-Runde gegen den Abstieg aus der Nachwuchsliga spielen.


Bestleistungen

Punkte: 35, Matthias Hurst (Karlsruhe)
Rebounds: 24, Matthias Hurst (Karlsruhe)
Assists: 11, Akeem Vargas (Urspring)
Steals: 6, Kevin Bright (Urspring), Akeem Vargas (Urspring)
Blocks: 4, Matthias Hurst (Karlsruhe)
Effektivität: 46, Matthias Hurst (Karlsruhe)




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Kommentare

(3 Kommentare bisher)

von quarktasche 24.02.08 um 09:31:16


Wie kommst du zu diesen Bestleistungen??
Bei Nbbl Seite habe ich bei den Punkten z. B.
Nordwest Philipp Schwethelm 33
Nordost Cornelius Adler 35
Mitte Maik Zirbes 38
Benjamin Kaufhold 40



von Kobe 8 24.02.08 um 22:20:52


Du hast in der falschen Spalte nachgesehen. Die Statistiken, die du hier auflistest, sind die Saisonbestmarken der Spieler. Da sich der Artikel jedoch mit den letzten vier Spieltagen der NBBL befasst, sind hier die Bestleistungen eben jener vier Wochen aufgeführt. ;)



von quarktasche 25.02.08 um 18:49:26


alles klar danke!



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