Kevin Schaffartzik
"Ich fühle mich hier sehr wohl!"
Gothas Neuzugang Kevin Schaffartzik spricht im Interview über die ersten Spiele mit den Oettinger Rockets in der ProB, seine Zeit in den Vereinigten Staaten und die Jugendduelle gegen seinen Bruder Heiko.
Von Thomas Käckenmeister |
03.02.2012 | |
Lumani 10.7: Vier Spiele hast du bislang für Gotha bestritten, wie lief es aus deiner Sicht?
Kevin Schaffartzik: Ich finde, es lief bis jetzt ziemlich gut, auch für mich persönlich. Beim ersten Spiel war ich erst seit einigen Tagen in Deutschland und habe noch nicht viel gespielt. Damals hatten wir nach Verlängerung gegen den Zweitplatzierten (80:75 gegen die BSW Sixers) gewonnen. Somit war es schon mal ein richtig guter Einstand. Außerdem kenne ich hier die meisten Jungs. Konsti (Klein) kenne ich aus Berlin, Albert (Kuppe) und David (Watson) kenne ich von der Jugendnationalmannschaft oder irgendwelchen Lehrgängen, genauso wie Leo Niebuhr. Gegen Leute wie Torvoris (Baker) habe ich auch schon gespielt. Ich fühle mich in dieser Mannschaft richtig wohl!
Wie wunderbar Gotha ist, sei aber mal dahingesagt (lacht). Sonst ist es aber sehr schön hier. Ich finde, wenn ich mich nach den Spielen im Video sehe, erkennt man auch, dass ich mir sehr wohl fühle.
Hast du dich denn schon in Gotha eingelebt? Ich habe gehört, da soll nicht so viel los sein.
Hier ist gar nichts los. Wenn man hier nach 18 Uhr rausgeht, dann es ist wie in einer Geisterstadt. Wir wollten uns das eine Mal vor dem Training noch einen Cappuccino gönnen und sind um 20 nach sechs zu einem kleinen Bäcker gegangen, der um halb sieben zumacht. Wir kommen rein, wollen zur Cappuccino-Maschine und die Verkäuferin sagt: „Ne, die ist schon aus.“ Dann haben wir gefragt: „Warum? Wir dachten, Sie machen erst um halb sieben zu.“ – „Ja, machen wir.“ Das heißt, dass sie wirklich um halb sieben zumachen und nicht erst um halb sieben anfangen zuzumachen.
Andererseits ist es aber auch so, dass die Einwohner hier sehr sportbegeistert sind.
Das erste Spiel war ein wenig Reinschnuppern, danach hast du dreimal zweistellig gepunktet. Kannst du deine bisherige Rolle im Team etwas beschreiben?
Derzeit ist es so, dass ich von der Bank komme. Ich bin derjenige, der aufs Feld kommt und Energie ins Spiel bringt und natürlich auch punktet. Dadurch dass ich relativ gut punkten kann, ziehe ich natürlich auch die Verteidigung auf mich. Das eröffnet auch für andere mehr Raum.
Hatte ich Dich richtig verstanden, dass du einige Teamkollegen schon von früher kennst? Wie sehr hilft dir das, dich im Team zurechtzufinden?
Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr das hilft. Das erste Hochschulsemester habe ich nicht gespielt, nur trainiert und auch im Training Fünf-gegen-Fünf gespielt. Aber da habe ich mich schon ein wenig wie ein Fremdkörper gefühlt, weil ich weiß – und alle anderen wussten es auch: ja, der darf sowieso nicht spielen (aufgrund der NCAA-Regularien, d. Red.). Dann kam der Wechsel nach Gotha und sofort haben sie mich hier aufgenommen, gerade weil sie mich kennen und wissen, was ich kann und nicht kann. Dadurch war es total leicht, mich hier zurechtzufinden. Sie machen es wirklich einfach für mich, mich hier mit den Jungs wohlzufühlen.
Welches sind aus deiner Sicht die großen Unterschiede zwischen College-Basketball und dem deutschen Basketball?
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von Crossover 17.05.2012 um 10:36:28
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