Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




Film-Rezension

Hangtime – Kein leichtes Spiel

Am 15. Oktober kommt mit „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ ein Basketballfilm in die deutschen Kinos. CROSSOVER hat sich den Streifen bereits angeschaut und verlost zum Leinwandstart tolle Preise.

Von Thomas Käckenmeister
 06.10.2009 |

Vinz, 21, (Max Kidd) steckt mitten im Abitur und in den Anfängen einer neuen Lebensphase, die ihn vor große Herausforderungen stellt. Als Topscorer bei Phoenix Hagen liegt der Erfolg des nahenden Endspiels in seiner Hand. Er hat das Zeug zum Profi-Basketballer, und sein großer Bruder Georg 32, (Misel Maticevic) kann sich für Vinz’ Leben nichts Besseres vorstellen, scheiterte doch vor zehn Jahren nach dem tragischen Tod der Eltern seine eigene Basketballkarriere an den privaten Belastungen.

Jetzt soll Vinz all das nachholen, was Georg damals verwehrt blieb. Aber will Vinz das überhaupt? Schon seit Monaten bewirbt er sich heimlich um ein Stipendium in den USA, doch die Vorstellung, seine beiden alten Freunde Samuel, 20, (Ralph Kretschmar) und Ali, 21, (Max Fröhlich) zurückzulassen, macht ihm schwer zu schaffen. Als Vinz Kathi, 23, (Mirjam Weichselbraun) kennen lernt, ist er sich seiner eigenen Pläne erst recht nicht mehr sicher. Beim finalen Spiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga entscheidet sich daher nicht nur die Zukunft von Phoenix Hagen: Vinz stellt an diesem Tag auf seine Art unter Beweis, was es heißt, alleine schwere Entscheidungen zu treffen und seinen eigenen Weg zu gehen.

Seit dem Kinofilm „Wo ist Fred“ (2006) findet mit „Hangtime – Kein leichtes Spiel“ wieder einmal der Basketballsport den Weg auf die große Kinoleinwand. Der von Söhnke Wortmann (Das Wunder von Bern, 2003) produzierte Streifen ist kurzweilige Unterhaltung mit frischen Gesichtern und zeichnet sich durch Wortwitz und dem Lebensgefühl Basketball aus.

Dabei gelingt es dem Film aber auch, die Stolpersteine auf dem Weg zu gesteckten Zielen spielerisch zu betonen. „Hangtime“ macht deutlich, dass in der heutigen Zeit vieles von persönlichen Entscheidungen und deren Konsequenzen abhängt.

Schauspieler Max Kidd überzeugt im Film nicht nur auf dem Platz, sondern auch mit der Charakterrolle Vinz, die ihn vor die großen Hürden des Lebens stellt. Im echten Leben ging Kidd 2008/09 selbst für DJK Schweinfurt in der Regionalliga auf Korbjagd. Dank dieser Liebe zum Spiel, die auch im Film zum Ausdruck kommt, fällt die Identifikation mit der Titelfigur wohl jedem Basketballfan leicht.

Der Konflikt mit seinem Bruder Georg sowie das Verhältnis mit Kathi zeigen zudem die Herausforderungen, denen sich die Hauptfigur auf dem Weg zur Selbstfindung stellen muss. Er tut das auf seine ganz eigene Art und Weise. Dass das eine Mischung ist, bei der Freude und Leid eng beieinander liegen, muss nicht betont werden. Auch die Szenen, in denen Vinz mit seinen Homies Samuel und Ali Mist baut, bringen den Zuschauer zum Schmunzeln. Dadurch bekommt der Film die Prise Humor, die neben Drama, Liebe und Action die richtige Würze in „Hangtime“ bringt.

„Hangtime“ ist und bleibt aber vor allem ein Film für Basketballer. Nicht nur die starken Aktionen auf Parkett und Freiplatz vom Hauptdarsteller, sondern auch dessen Trash Talk sorgen für das richtige Ballgefühl. Als Vinz zum Beispiel bei seinem ersten Date mit Kathi auf sie wartet, zieht er mal eben zwei Möchtegern-Basketballer in voller NBA-Montur ab. Vorweg haut er den Spruch raus: „Spiel bis vier oder darfste heute länger wach bleiben?“

Weiterhin sind die von Ex-Nationalspieler Oliver Herkelmann choreografierten Basketballszenen ziemlich realistisch dargestellt, zumal außerdem die (damaligen) Profiteams aus Essen, Schalke, Köln und Hagen sowie Hagens Profis Matthias Grothe und Dominik Spohr mit ihrem Herzblut im Film mitwirken.

Als Wermutstropfen bleibt jedoch die relative Kürze des Films (92 Minuten) zu nennen. Einige Minuten hätten „Hangtime“ sicher gut getan, zumal am Ende – das natürlich nicht verraten wird – doch einige Fragen offen bleiben.

Für Hardcore-Fans ist "Hangtime – Kein leichtes Spiel" unterhaltsame Kost, die aber auch für Laien der Sportart kaum Fragen offen lässt. Dass viele witzige Anspielungen aus der amerikanischen Profiliga (z.B. Klamotten mit der Aufschrift „InVINZable“) irgendwie bekannt vorkommen, der Film jedoch nicht wirklich mit US-Basketballstreifen wie Coach Carter oder He Got Game mithalten kann, macht den Streifen an sich nicht weniger sehenswert. Wie sich auch die Ligen dies- und jenseits des Atlantiks in einigen Punkten unterscheiden, so tut es auch „Hangtime“.

Es ist der passende Streifen, um nicht dem nasskalten Wetter nachzutrauern zu müssen, das einen vom Freiplatz fernhält, sondern um für anderthalb Stunden gemütlich eine Geschichte aus dem Leben eines Basketballers zu genießen.

Kurzum: Hangtime überzeugt mit der lebensnahen Darstellung eines Heranwachsenden, der mit den Problemen des Alltags konfrontiert wird und seine eigenen Lösungen finden muss, sowohl auf als auch neben dem Basketballplatz.

CROSSOVER-Gewinnspiel zum Kinostart von Hangtime

Zum Kinostart von Hangtime am 15. Oktober verlost CROSSOVER zweimal zwei Kinokarten, die deutschlandweit in jedem Kino einzulösen sind. Außerdem gibt es ein von den Darstellern signiertes Kinoplakat, ein T-Shirt oder ein Trikot zu gewinnen.

Dafür müsst ihr einfach folgende Frage beantworten.

Mit welcher Mannschaft spielt Vinz um den Aufstieg?

a) ETB Wohnbau Baskets Essen
b) Köln 99ers
c) Phoenix Hagen

Die richtige Lösung sowie eure Postadresse schickt ihr dann per Mail mit Betreff „Hangtime“ an die Mail-Adresse tk@crossover-online.de. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Einsendeschluss ist der 13. Oktober 2009. Wer welchen Preis gewinnt, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg und Spaß im Kino!




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Kommentare

(5 Kommentare bisher)

von Treffnix 06.10.09 um 15:20:53


Mirjam Weichselbraun hat mich jetzt endgültig überzeugt, dass Basketball der geilste Sport der Welt ist. Freue mich schon auf den Film.



von oermserjung 06.10.09 um 16:14:40


Hab den Film vor 2 wochen schon im Kino gesehen in der Sneak. Muss sagen, dass er mir wirklich super gefallen hat. Wie schon im Artikel geschrieben eine wirklich gelungene Mischung aus Sport und dem persönlichen Werdegang von Vinz und die Probleme.
Wirklich empfehlenswert!



von LeTimmAy 06.10.09 um 17:18:47


hab ich auch in der sneak gesehen gehabt. durchaus akzeptabler film und für basketballer auf jeden fall nen anschauungstermin wert. aber auch nix besonderes (und es gab auch schon bessere basketballfilme)



von olafponeta 09.10.09 um 09:10:48


Hey in Hagen zum Kinostart gibt es ein kleines "Basketball 2on2 Turnier"... wer interesse hat kann an "gewinnspiel@3l-film.de" eine email mit 2 namen schreiben und ist dabei. :)

postet mal bitte wenn ihr mitmacht.



von olafponeta 09.10.09 um 09:11:43


ach ja Montag 16.00 fängt das turnier an, in Hagen am Cinestar



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