Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




FC Bayern München

Die nächste Stufe

Das Basketballprojekt des FC Bayern München nahm einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung. Am vergangenen Wochenende wurde eine Sitzplatzaufstockung im Olympia-Eissportzentrum getestet und bekannt gegeben, dass ein Spiel in der Olympiahalle stattfinden wird. Fast nebenbei gewannen die Bayern gegen Osnabrück mit 96:68 unter den Augen von Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

Von David Hein
 16.12.2010 |

„Ich fand es toll. Natürlich wurde es geschickt animiert, aber die Leute schreien freiwillig und laut. Und man hat den Eindruck, dass die Leute richtig Spaß haben. Mein Eindruck ist, dass einige Leute geradezu große Basketballfans werden“, sagte Pommer, der zum zweiten Mal, nach der Saisonvorbereitung gegen die Brose Baskets Bamberg, ein Bayern-Spiel besuchte.

Nach fünf ausverkauften Heimspielen in Folge mit 3.200 Fans entschlossen sich die Bayern-Bosse dazu, die Vorhänge an einer Seite des Eissportzentrums zu entfernen. Somit fanden nun 3.750 Zuschauer beim Spiel gegen Osnabrück Platz – und das trotz frischen Temperaturen in der Spielstätte.

“Wir werden nach dieser Erfahrung überlegen, ob wir es noch offen lassen oder wieder zumachen. Das Raumklima ist das wesentliche Thema. Heute war es okay. Wenn es draußen kälter wird, müssen wir schauen“, sagte Bayerns zweiter Vizepräsident Bernd Rauch.

"Das ist absolut erstligatauglich. Hier kann man 1. Liga spielen“, staunte Pommer. Aber der BBL-Boss meinte auch: „Man merkt schon. dass das eine umgerüstete Eishalle ist – nicht nur wegen der Temperaturen jetzt, sondern auch sonst. Ich finde es toll, dass die Leute so begeistert sind, sogar diejenigen, die ganz oben in der letzten Reihe sitzen. Insgesamt kann aber kein Zustand für die nächsten fünf Jahre sein.“

Das Bayern-Management arbeitet fieberhaft an einer Lösung für dieses Problem. Ein Schritt könnte die Ankündigung gewesen sein, dass das Bayern-Heimspiel gegen die s.Oliver Baskets Würzburg am 20. Februar 2011 nebenan in der Olympiahalle ausgetragen werden soll. “Die Olympiahalle finde ich grandios, aber sie muss voll sein. Da muss man schon richtig Gas geben“, sagte Pommer.

Rauch will dafür alle Hebel in Bewegung setzen – auch wenn mit neuen Aufgaben neue Herausforderungen anstehen, wie zuletzt der Umgang mit der Kälte in der Halle. “Da kommt immer wieder was Neues,“ schlussfolgerte Rauch.

Das Spiel zwischen dem FC Bayern und Würzburg in der Olympiahalle könnte quasi als Generalprobe für die kommende Saison gelten, sollten die Bayern in die Beko BBL aufsteigen.

"Es ist ein wichtiger Test. Wird es vom Publikum angenommen? Bekommen wir die Stimmung, die wir brauchen? Wie viele Leute kommen? Das ist ein ganz wichtiges Barometer, das wir einfach benötigen, um das Projekt weiter zu führen“, erklärte Rauch.

Die Hallensituation für die kommende Saison ist beim FC Bayern noch nicht geklärt, sofern der Aufstieg gelingt. Aber als aktueller Tabellenführer in der ProA, mit einer Bilanz von 11-1, sei es laut Rauch ein guter Zeitpunkt, um die Olympiahalle in Angriff zu nehmen.

„Das ist schon eine unglaubliche Arbeit, das alles umzustellen, aber das machen wir, weil wir bereits jetzt weiter sind, als wir es im besten Fall gedacht hätten“, sagte Rauch, der sogar als Architekt am Bau der Olympiahalle mitgewirkt hatte. „Das wird ein schönes Erlebnis. Jetzt komme ich mit dem FC Bayern zurück. Das ist schon ein besonders Sache, die mich stark berührt.“

Es ist noch unklar, wie zuversichtlich die Bayern hinsichtlich des Würzburgspiels sind. Viele glauben, dass der FCB achttausend Plätze bereitstellt, nachdem im August 2008 9.000 Zuschauer beim Handball Supercup in der Halle waren. Coach Dirk Bauermann meinte nach dem Spiel gegen Osnabrück, dass im Plan eine Maximalauslastung von 12.000 Plätzen vorgesehen sei. Das wird sich sicherlich in den kommenden zwei Monaten relativieren.

Doch auch der Bayern-Coach freut sich über diese Entwicklung – auch wenn es nur für ein Spiel ist. “Wir ziehen von unserem kleinen Wohnzimmer in die große Olympiahalle um. Das ist ein Geschenk für all diejenigen, die bisher zu den Bayern wollten, es aber nicht geschafft haben. Es ist sensationell, dass die Verantwortlichen solchen Mut aufbringen, so etwas Großes anzugehen”, sagte Bauermann.

Ein wichtiger Faktor beim Gewinn der ProA-Meisterschaft und dem Aufstieg in die BBL ist Steffen Hamann, der nach acht verpassten Spielen wieder zurück ist.

"Wir merken jetzt schon die Handschrift von Bauermann“, lobt Rauch. "Hamann ist wieder zurück. Das ist einfach super … heute ist ein schöner Tag. Wir gewinnen, (Fußballer Bastian) Schweinsteiger verlängert. Und dann trinken wir ein Glas auf der Weihnachtsfeier“, fasst Rauch den ereignisreichen 11. Dezember zusammen.

Auch Pommer entgeht die Qualität und Professionalität der Münchner nicht: “Die Aufstiegschancen sind schon recht gut, auch wenn man im Sport nie sicher sein kann. Das macht es gerade aus. Aber das ist schon eine starke Truppe, das hat man heute gesehen. Ich habe auch den Eindruck, dass sie bereits sehr stark zusammengewachsen sind.

Rauch, Bauermann und der Rest der Bayern-Familie hoffen jetzt, dass die Zuschauerzahlen und das Interesse auch stetig weiterwachsen werden.




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Kommentare

(1 Kommentar bisher)

von MavsFan 17.12.10 um 12:28:52


Der Ersteller des Videos hat wohl von Basketball ähnlich viel Ahnung wie von deutscher Rechtschreibung...

Die Münchner sollten sich erstmal Gedanken machen ob Bauermann nächstes Jahr noch weiter coachen darf, bevor sie sich um die Hallenfrage kümmern.



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