BuLi-Managerspiel
Perlentauchen im Ligasee
Halbzeit beim BuLi-Managerspiel. Welche Spieler wurden am häufigsten gewählt, wer erfuhr die höchste Preissteigerung, welcher Profi entpuppte sich als Fehlinvestition? Fragen über Fragen, die beantwortet werden.
Von Thomas Käckenmeister |
03.02.2010 | |
Es ist Jahr für Jahr dasselbe Bild. Im Crossover BuLi-Managerspiel stehen die deutschen Profis der Bundesliga auf den vorderen Plätzen bei den meist gewählten Spielern. In der ersten Saison (2007/08) des virtuellen Punkterennens standen Ademola Okulaja, Demond Greene und Steffen Hamann auf den drei Spitzenpositionen. Im vergangenen Spieljahr wählten die Teilnehmer Tim Ohlbrecht, Heiko Schaffartzik und Demond Greene am häufigsten. Und auch zu Beginn der Saison 2009/10 wiederholte sich das Schema.
Schaffartzik und Ohlbrecht zählen auch in diesem Jahr zu beliebtesten Spielern, neuer Spitzenreiter ist jedoch Ulms Top-Rookie Robin Benzing. Der Grund für die Begeisterung für die Nationalspieler liegt vermutlich an den stets zuvor ausgerichteten internationalen Turnieren (2007 EM in Spanien, 2008 Olympia in Peking, 2009 EM in Polen), die kurz vor Beginn der neuen Spielzeit die Wahrnehmung der BuLi-Manager beeinflussen.
Im bisherigen Saisonverlauf wurden die Spieler, die die drei deutschen Akteure in ihr Team holten, nicht enttäuscht. Benzing, Schaffartzik und Ohlbrecht befinden sich allesamt unter den 50 besten Korbjägern der Liga. Insgesamt lässt sich erkennen, dass sechs Deutsche unter den zehn meist gewählten Spielern zu Saisonbeginn standen (siehe Tabelle 1).
Nach nunmehr vier Monaten Ligabetrieb sieht das Bild etwas anders aus. Lediglich der Braunschweiger National-Guard, Bonns Flügel-Youngster und Rickey Paulding erhielten Zuwachs in ihren Pick-Zahlen, alle anderen TopTen-Spieler wurden nach nunmehr drei Trade-Phasen wieder in den Spieler-Pool entlassen.
Der größte Sprung gelang allerdings dem letztjährigen MVP Jason Gardner. Wählten den US-Guard zum Saisonauftakt lediglich 152 Manager in ihre Mannschaft, stand Gardner am vergangenen Wochenende in 378 BuLi-Teams im Aufgebot. Auch Tibor Pleiß machte einen gewaltigen Sprung; der junge Bamberger Center ist von 158 auf 248 Picks hochgeschossen. Ebenso für Aufsehen sorgte Yassin Idbihi (von 113 auf 285 Picks).
Tabelle 1: Die zehn meist gewählten Spieler zu Saisonbeginn 2009/10
| # | Spieler | Picks (Beginn) | Picks (aktuell) |
| 1. | Robin Benzing | 900 | 885 |
| 2. | Heiko Schaffartzik | 687 | 889 |
| 3. | Tim Ohlbrecht | 567 | 599 |
| 4. | Johannes Lischka | 473 | 319 |
| 5. | Casey Jacobsen | 353 | 300 |
| 6. | Aleksandar Nadjfeji | 344 | 300 |
| 7. | Nikita Khartchenkov | 306 | 221 |
| 8. | Rickey Paulding | 302 | 316 |
| 9. | Ruben Boumtje Boumtje | 276 | 260 |
| 10. | Pascal Roller | 272 | 253 |
Von den beliebtesten Spielern geht es nun zu den Profis, die sich durch ihre Leistungen auf dem Parkett verdient gemacht haben. Es geht um die Akteure, deren Anfangsgehalt im Verhältnis zum aktuellen Preis prozentual am stärksten angestiegen ist. Auf dem zweiten Platz steht in dieser Kategorie Michael Jenkins aus Tübingen. Wer bei der Team-Zusammenstellung 0,25 Mio. Euro investierte, kann sich momentan über 0,87 Mio. Euro freuen. Das entspricht einem Preisanstieg um satte 348 Prozent. Stärker gestiegen, nämlich um 380 Prozent, ist nur der Preis von Paderborns Matt Terwilliger (von 0,15 Mio Euro auf 0,57 Mio. Euro). Weitere Akteure, deren Preise dank starker Vorstellungen in die Höhe gestiegen sind:
| # | Spieler | Preis (Beginn) | Preis (aktuell) | +/- |
| 1. | Matt Terwilliger | 0,15 Mio. € | 0,57 Mio. € | +380% |
| 2. | Michael Jenkins | 0,25 Mio. € | 0,87 Mio. € | +348% |
| 3. | Tim Ohlbrecht | 0,24 Mio. € | 0,76 Mio. € | +317% |
| 4. | David McCray | 0,11 Mio. € | 0,33 Mio. € | +300% |
| 5. | Brandon Thomas | 0,25 Mio. € | 0,66 Mio. € | +264% |
Derweil gibt es auch Kandidaten, deren Wert enorm gefallen ist:
| # | Spieler | Preis (Beginn) | Preis (aktuell) | +/- |
| 1. | Chad Prewitt | 0,44 Mio. € | 0,11 Mio. € | -75% |
| 2. | Marius Nolte | 0,33 Mio. € | 0,13 Mio. € | -61% |
| 3. | Jason Gardner | 0,80 Mio. € | 0,48 Mio. € | -60% |
| 4. | Eric Taylor | 0,42 Mio. € | 0,18 Mio. € | -57% |
| 5. | Nate Fox | 1,02 Mio. € | 0,48 Mio. € | -53% |
Sowohl Preisanstiege als auch -verluste liegen hauptsächlich an der Leistung des Akteurs. Jedoch kann es nach einem Teamwechsel auch sein, dass Spieler sich im neuen System nicht zurecht finden oder vom Coach wenig Vertrauen ernten. Ein weiterer Grund sind unangemessene Preise zu Saisonbeginn, wobei jedoch relativiert werden muss: Profis, die bereits in früheren Spielzeiten in der Bundesliga auf Korbjagd gingen, gehen mit dem Preis ins Rennen, der der damaligen Leistung entspricht.
Abschließend soll noch ein Blick auf die nächsten Wochen geworfen werden: Am 20. Februar erhalten die 1.300 BuLi-Manager wieder Gelegenheit, ihre Mannschaft mit vier Tauschoptionen zu verändern. Zwar wird dann die Wechselfrist der 18 Bundesligisten noch nicht beendet sein, aber einige Teams waren bekanntlich schon auf dem Transfermarkt aktiv.
Die neuen bzw. z.T. auch altbekannten Spieler in der Liga heißen u.a. Andrew Drevo (Bremerhaven), Michael Hakim-Jordan (Hagen), Kevin Martin (Ulm), Antoine Jordan (Göttingen), Lucca Staiger (Berlin), Drew Neitzel (Trier), Osvaldo Jeanty (Gießen), Elvir Ovcinca (Gießen), Zygimantas Jonusas (Hagen) und Marcus Goree (Braunschweig).
Ob sich die BuLi-Manager für die genannten Akteure entscheiden oder Spieler nehmen, die in den letzten Wochen aus dem Schatten verletzter Akteure hervortraten, muss jeder selbst entscheiden. Ein Kandidat ist vor allem Dwyane Anderson aus Göttingen. Der US-Flügelspieler trumpft seit der Knieverletzung von Chris Oliver ordentlich auf. Doch es gibt noch weitere Perlen im Bundesliga-See. Doch danach müssen die BuLi-Manager selbst tauchen.


von Crossover 11.03.2010 um 14:18:36
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