BuLi-Managerspiel
Mit guten Vorsätzen
In der Basketball-Bundesliga nahmen einige Teams in den letzten Wochen des Jahres 2007 kleinere Korrekturen vor, die mit etwas Gespür auch dem BBL-Fantasy-Spieler einige Punkte liefern könnten.
Von Thomas Käckenmeister |
02.01.2008 | |
Während die BBL-Managerspieler das Weihnachtsfest besinnlich unterm Christbaum verbrachten, tat sich einiges in den Vereinen der Basketball-Bundesliga: Spieler, die nur befristete Verträge (bis Jahresende 2007) unterzeichnet hatten, erhielten von der Klubführung entweder ein Schreiben über die Verlängerung der Zusammenarbeit oder ein Papier mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg.
In Oldenburg erhielt der ehemalige NBA-Spieler (Portland Trail Blazers) und Alba-Akteur Ruben Boumtje Boumtje (Foto) eine Arbeitsgenehmigung bis zum 17. Februar 2008. Der Kameruner soll den Ausfall von Dan McClintock kompensieren, der aufgrund eines Syndesmoseband-Risses pausieren muss. Hermann Schüller, Geschäftsführer der EWE Baskets, begründete die Wiederverpflichtung wie folgt: "Ruben hat sich gut in die Mannschaft eingeführt, leistet wertvolle Defensivarbeit und verschafft unserer langen Garde dringend benötigte Verschnaufpausen." Bisher lief der 2,12-Meter-Riese in sechs Partien für die Niedersachsen auf und sammelte in gut 17 Minuten pro Spiel knapp fünf Rebounds und drei Punkte. Derzeit ist Boumtje Boumtje für den Schnäppchenpreis von 420.000 Euro beim BBL-Managerspiel präsentiert von FÜNF erhältlich.
Etwas teuer ist hingegen der Neuzugang des Deutschen Meisters. Die Brose Baskets Bamberg haben über die Feiertage den jamaikanischen Center Kimani Ffriend (Foto) an den Verein gebunden. Er ist für den enttäuschenden Luke Schenscher nach Bamberg gekommen und kann bereits stattliche Referenzen aufweisen: Ffriend spielte bereits bei europäischen Spitzenklubs wie Besiktas Istanbul oder Dynamo Moskau und nahm an der Saisonvorbereitung 2007/08 der Los Angeles Clippers teil. Dort wurde er in einem Spiel für elf Minuten eingesetzt, die er mit vier Punkten schmückte. Wie sich der athletische Wurfblocker und Rebounder bei den Franken präsentieren wird, können die Neugierigen erstmals am 3. Januar begutachten. Dann steht Ffriend nämlich im Aufgebot gegen Real Madrid in der Euroleague.
Während die Bamberger aufrüsteten, holte sich der Vizemeister aus Quakenbrück einen alten Bekannten zurück ins Boot. Chad Prewitt wechselte innerhalb der Liga von Ludwigsburg ins Artland. Prewitts Vertrag lief bei den Barockstädtern aus. Dort kam der US-Amerikaner in zwölf BBL-Spielen auf durchschnittlich 8,2 PpG und 3,8 RpG. Nach der Entlassung von Matt Freije (Foto) haben die Dragons reagiert und den Rotschopf, der für sie im letzten Jahr 11,9 PpG und 5,9 RpG sowie knapp 40 Prozent von jenseits der Dreierlinie versenkte, wieder zurück im Kader. Für den Fantasymanager könnte dieser Wechsel zugleich eine deutliche Steigerung bei den virtuellen Punkten mit sich bringen, was schließlich automatisch auch eine Preissteigerung Prewitts mit sich zieht. Beim nächsten Trade-Update könnte für den Forward also ein hübscher Verkaufspreis zu Buche stehen.
Nichts mehr zum Thema BBL beitragen kann hingegen Ed Nelson, während sein Teamkollege Patrick Sparks neuerdings im Dress der Walter Tigers Tübingen zum Einsatz kommen wird. Zuletzt gingen beide gemeinsam für die Giessen 46ers auf Korbjagd. Das Schicksal Nelsons, den Crossover kürzlich in einem ausführlichen Portrait vorstellte, mussten auch Kölns Derrick Byars und Jenas Blake Shelton erdulden. Der Aufbauspieler wird mit ProA-Ligist Chemnitz in Verbindung gebracht, die an Sheltons Verpflichtung sehr interessiert sind. Stattdessen hat der derzeitige Tabellenletzte den Frontcourt-Brecher Jason Miller nachverpflichtet, der laut Trainer Björn Harmsen "ein absolutes Muskelpaket" ist und "uns in Ergänzung zu Ajmal Basit unter dem Korb helfen soll". Kann er vielleicht auch deinem Team helfen? Oder wie wäre es vielleicht mit Slavko Stefanovic, dem neuesten Spieler bei Alba Berlin?
Abschließend gibt es noch drei Trade-Empfehlungen - leicht verschlüsselt umschrieben - für diejenigen Fantasy-Zocker, die auf der Suche nach zuverlässigen Stützen für ihre Mannschaft sind:
- Ein rothaariger Ami zurück an alter Wirkungsstätte? Nur weil er im letzten Jahr den letzten Wurf im letzten Saisonspiel vergab, heißt das nicht, dass er fortan schlecht spielt.
- Sein Buzzer-Beater gegen Oldenburg sorgte für die Entscheidung in allerletzter Sekunde. "Er ist wieder gesund, unser Kapitän!", pfeifen die Spatzen von den Dächern.
- Nach langer Verletzungspause bestritt er gegen Oldenburg sein erstes Saisonspiel. Vor der Saison war der Lange der große Hoffnungsträger beim nördlichsten BBL-Team.
Weitere Informationen über das BBL-Managerspiel präsentiert von FÜNF findet ihr in der neuen FIVE, die ab 25. Januar erhältlich ist.



von Crossover 30.05.2012 um 13:19:09
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