Basketball in Deutschland
In die Röhre schauen
Basketball im frei empfangbaren Fernsehen ist seit Jahren in Deutschland Mangelware. Warum ist das so? Aus welchen Gründen hat sich die TV-Situation in den letzten Jahren so stark verändert, dass die Sportart hauptsächlich nur noch im Internet zu verfolgen ist?
Von Thomas Käckenmeister |
01.04.2009 | |
Nachts in Deutschland. Im Fernsehen vollführen die Chicago Bulls Basketball oberster Güte. Michael Jordan, der Superstar dieses Weltsports, sorgt zwar für ein gespaltenes Fan-Lager, die Anziehungskraft der Nummer 23 ist jedoch für Medien unbeschreiblich. Bis zu 350.000 Sportbegeisterte schalten ein, um die zweite Bulls-Dynastie mit eigenen Augen live zu bezeugen. Der übertragende Sender, der von drei bis sechs Uhr morgens hohe Marktanteile verzeichnet, reibt sich die Hände.
Aufs Quotenhoch folgt der tiefe Fall
Das war Ende der Neunziger. Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) zeigte die NBA Finals live. Nach Ende der Football-Saison zeigte der Münchner Privatsender jeden Sonntag ein exklusives Spiel in voller Länge, unter der Woche wurden die Fans mit zwei weiteren Spielzusammenfassungen verköstigt. Fernsehen galt zu dieser Zeit als Hauptanlaufpunkt neben den wenigen Fachmagazinen, um die Begeisterung für den Basketballsport aufrecht zu erhalten. Die Sportart mit dem orangenen Leder war beliebt, cool, einfach trendy. Die Spiele und Aktionen der Stars waren häufig Gesprächsthema bei der jungen Bevölkerung.
Seit der grandiosen Dominanz des US Dream Teams 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona entdeckten auch die deutschen TV-Anstalten die Attraktivität dieses Sports. Die Amerikaner zelebrierten den Korbsport in Perfektion, was zur Folge hatte, dass - trotz der 68:111-Olympiaschlappe Deutschlands gegen die USA - Kinder und Jugendliche nicht mehr zum Fuß- oder Handball griffen, sondern sich in Basketballvereinen anmeldeten. Von 1993 bis 1996 stieg die Zahl der Vereinsbasketballer von rund 112.000 auf knapp 150.000. Es kam sogar vor, dass Vereine Kinder abwiesen, weil die Kapazitäten überlastet waren.
Als das Deutsche Nationalteam 1993 in München auch noch die Europameisterschaft gewann, schien Basketball hierzulande auf dem Höhepunkt zu sein. Das Endspiel gegen Russland sahen insgesamt 5,2 Millionen Zuschauer deutschlandweit (4,3 Mio. ARD, 0,48 Mio 3sat und 0,42 Eurosport). Durch die zunehmende Medienpräsenz wuchs Basketball stark in der Gunst der Zuschauer. Nicht nur, dass das Nationalteam durch seinen EM-Erfolg auch das Ticket für die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1994 in Toronto gelöst hatte, auch die Medien bekundeten Interesse an der Sportart mit dem hochhängenden Korb: Der Europameister wird zur Sportmannschaft des Jahres 1993 gewählt. Die Popularität der Sportart mit den Dunks, Dreiern und Dribblings hält nicht zuletzt an, da Detlef Schrempf (71-facher Nationalspieler und Olympionike 1984 und 1992) der einzige NBA-Star aus Deutschland ist.
Somit erhofften sich die Fernsehanstalten, hauptsächliche private Sendeanstalten, besonders bei der jungen Zielgruppe der 14-29-Jährigen einen hohen Marktanteil durch die Übertragung der Spiele der US-amerikanischen Profiliga. Denn Basketball boomte. Neben Schrempf, der 1996 im NBA-Finale an den Chicago Bulls scheiterte, sorgten auch US-Stars wie Charles Barkley, Shawn Kemp, Scottie Pippen, Michael Jordan und Co. für elektrisierende Momente, die irgendwo einen Platz in der Erinnerung eines jeden Zuschauers fanden.
Die Blütezeit des NBA-Basketballs im frei empfangbaren Fernsehen endete jedoch rasch. Von einer Saison auf die nächste verschwand die bei Fans lieb gewonnene NBA aus dem Free-TV. Jährlich wurden erst kurz vor Saisonbeginn die Übertragungsrechte von der NBA erworben - oder auch nicht. Denn auf einmal musste der Konsument tief in die Tasche greifen, um die spektakulären Aktionen der NBA-Spieler auf der Flimmerkiste zu sehen. Basketball war seit Anfang dieses Jahrzehnts nur noch im Bezahlfernsehen zu verfolgen. Die Einschaltquoten entsprachen nicht mehr den Anforderungen und Erwartungen der frei empfangbaren privaten Sendeanstalten, das Produkt Basketball hatte sich aufgebraucht.
Nationalmannschaft als Anker
Der einzige Lichtblick waren die Auftritte des Nationalteams. Während 1993 die Quote explodiert war, sank der Stern der Beliebtheit in den Folgejahren. 1995 wurde Deutschland Zehnter, zwei Jahre später beendeten sie das Turnier in Spanien auf dem zwölften Platz. 1999 gab es einen siebten Platz in Frankreich, ehe das DSF die Gunst der Stunde nutzte und auf einen jungen NBA-Spieler aus Würzburg setzte. Angeführt von Dirk Nowitzki und kommentiert von Frank Buschmann erzielte das DSF im Halbfinal-Spiel der Europameisterschaft 2001 in der Türkei eine Quote von durchschnittlich 3,4 Millionen Zuschauern. Das war ein sensationeller Wert für ein Basketballspiel hierzulande. Wenn man allerdings bedenkt, dass die samstägliche Sportschau im Schnitt von über fünf Millionen Fußball-Anhängern verfolgt wird, werfen solche Zahlen natürlich die Frage auf, weshalb Basketball nicht die Anziehungskraft hat wie andere Mannschaftssportarten wie Fußball oder Handball.
Dennoch: Die Turniere der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft sind seit langem - und mit Ausnahme der EM 2003 in Schweden - die einzigen Basketball-Livespiele im deutschlandweiten Free-TV (ausgenommen sind Spontan-Übertragungen der NBA, wie Ende 2007 im DSF, oder von Uleb- und Euroleague-Partien von Eurosport oder die Berichterstattung des NBA All-Star Games 2009 durch das ZDF).
Seit der Insolvenz der Kirchgruppe im Jahr 2002 konnte der Basketball-Liebhaber seinen Sport im frei verfügbaren Fernsehen kaum noch finden. Hatte zuvor auch die Übertragung der Partien der Basketball-Bundesliga für Anziehungskraft und Identifikation bei der Bevölkerung gesorgt, verlagerte sich der Programmplatz von Live-Spielen im DSF oder dem Basketball-Magazin in Sat.1 zu Premiere. Dort gab es bis 2007 wöchentliche die Spiele der deutschen Profiliga und NBA-Übertragungen zu sehen. Im frei verfügbaren Fernsehen gab es Fußball, Formel eins und Wintersport zu Genüge. Basketball begann, ein Schattendasein zu fristen.
Auswege aus der Abwesenheit
Um der miserablen TV-Situation entgegenzuwirken, starteten diverse Forennutzer Unterschriftenaktionen, setzten Briefe an die TV-Sender auf, das Fachmagazin Basket startete Ende 2007 die Aktion "Mehr Basketball im TV. Wir wollen Basketball. Stoppt die TV-Armut" und versorgte seine Leser sogar mit teils nicht-legalen Insider-Informationen, wie sie trotzdem in den Genuss von feinster Basketballkost kommen konnten.
Und genau daran ist auch der Hauptgrund für die fehlende TV-Präsenz heutzutage ausmachen. Basketball ist auch weiterhin attraktiv, nur fehlt für deine breite Öffentlichkeit ein gewisses Identifikationspotential. Spieler wie Dirk Nowitzki verhalfen der Sportart zu Aufwind, doch nützt es ehrlich gesagt keinem deutschen TV-Sender, nachts Live-Basketballspiele aus der NBA zu übertragen, wenn nur wenige Tausend Hardcore-Fans einschalten. Die Fersehsender sind letztlich auch Wirtschaftsunternehmen, die durch diverse Sendeformate Werbeplatz verkaufen, um ihre Kosten zu decken. Sie haben das Ziel, die entstandenen Ausgaben durch Reklame wieder einzunehmen - Refinanzierung ist das Zauberwort, insbesondere bei privaten TV-Anstalten.
Dass die NBA keinen großen Anklang findet, weil es sich eben nicht rechnet, ist somit (leider) verständlich. Dass jedoch die Basketball-Bundesliga nicht mehr regelmäßig im Free-TV übertragen wird, hat andere Gründe. Es fehlt an Attraktivität, Identifikation und Profil. Das war übrigens auch der Grund dafür, dass das DSF im Jahr 2004 die BBL aus dem Programm nahm: "Bei unserem Live-Spiel am Sonntag hatten nur 100.000 Zuschauer eingeschaltet. Das war zu wenig, um die hohen Produktionskosten zu finanzieren", erklärte Sven Froberg, von Juni 2007 bis März 2009 DSF-Chefredakteur, in der Basket-Ausgabe 11/2007. "Zum Vergleich: Mit Poker-Sendungen erreichen wir bis zu 300.000 Zuschauer, selbst bei der Rugby-WM hatten ohne deutsche Beteiligung 200.000 Leute eingeschaltet." Außerdem sind Quiz-Sendungen seit Jahren eine beliebte Einnahmequelle, weil sie mit wenig Aufwand hohen Gewinn abwerfen.
Ein ähnliches Beispiel weiß auch Lars-Peter Reckwitz (sportfive Vice President TV & Media Rights) zu berichten. Bei einer Podiumsdiskussion Mitte März 2009 in Bamberg zum Thema "Wie entwickeln sich Spartensportarten mit großem Wirkungspotential zu renditefähigen Modellen in Deutschland" brachte Reckwitz das Beispiel, dass die Comedy-Serie ALF das Basketball-Magazin in Sat.1 ablöste, weil der Aufwand einer dritten Wiederholung (ALF-Serie) gegenüber den Produktionskosten einer Basketball-Sendung wesentlich geringer waren und dennoch dem Sender dieselbe Quote bescherte.
Als weiteren Punkt nannte Reckwitz ein verändertes Mediennutzungsverhalten, das es den Fernsehsendern weiter erschwere, gezielt bei Randsportarten - dazu zählt Basketball auch weiterhin - auf Übertragungen zu setzen. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Internets, einhergehend mit diversen Videoclip-Portalen, Streaming- und Torrent-Angeboten, entstand mit der Zeit ein veränderter Medienkonsum, speziell unter Basketball-Fans. Dabei ist jedoch hervorzuheben, dass es sich bei dem Großteil der Angebote teils um nicht-lizensierte Inhalte bzw. illegale Nutzung handelt. Hinzu kommen die Angebote der Pay-TV-Sender (z.B. NASN) bzw. Internet-Sender (z.B. BBL.tv; NBA.com League Pass Broadband), wobei Letztere neben den Live-Angeboten auch verstärkt auf die On-Demand-Möglichkeit (Wiedergabe per Abruf) setzen.
"Wir haben mittlerweile knapp 30 Prozent der Quoten, die wir bei unseren Abrufspielen haben, nicht im Live-Bereich, sondern im sogennanten On-Demand-Bereich", sagte Reckwitz. "Das ist auch das technische Problem für solche Sender wie DSF oder andere werbefinanzierte Sender, dass sich auch das Mediennutzungsverhalten ein wenig verändert und dass da natürlich auch eine Problemstellung, gerade auch für die kleinen Sportarten, heraus resultiert, wenn es sich eben gerade nicht mehr alles um ein Live-Spiel, freitagabends 19 Uhr oder samstags 15 Uhr, rankt, sondern, wenn sich sowas über die Woche verteilt. Aber diese Entwicklung können wir alle nicht aufhalten."
Die deutsche TV-Landschaft bleibt trotz unterschiedlicher starker Bemühungen, Basketball wieder zurück in das frei empfangbare Programm zu bringen, von Quotenmagneten wie Fußball oder Wintersport dominiert. Ursache dafür ist hauptsächlich das Credo der TV-Sender, dass sich mit den Übertragungen auch Geld verdienen lassen muss. Die Zuschauer, die weiterhin die Turniere der Deutschen Nationalmannschaft (EM 2009 in Polen, 2010 in der Türkei und 2011 in Litauen) live im DSF verfolgen können, bekommen sonst kaum ihren Live-Sport in genügsamem Maße. Stattdessen bleibt die Alternative der veränderten medialen Möglichkeiten. Das Internet bietet diverse Angebote, um auch heutzutage noch in den Genuss von spektakulärem Live-Basketball zu kommen - sofern die technischen und finanziellen Möglichkeiten gegeben sind.
Dass das auf Dauer nicht der Sportart Basketball hilft, weil der Nachwuchs nicht durch zufälligen Konsum, z.B. Zapping durch Fernseh-Programm, am Basketball hängen bleibt, bleibt als fader Beigeschmack haften. Aber dieses Thema wird im nächsten Artikel zum Thema "Basketball in Deutschland" behandelt. Darin geht es u.a. um die Rede von Nationaltrainer Dirk Bauermann, der in der deutschen Liga wieder mehr einheimische Profis sehen will.



von Milchbart 01.04.09 um 19:54:18
Gute Zusammenfassung der ganzen Situation, aber man muss leider deutlich sagen, dass die Ehe Basketball + deutscher TV nicht lange hielt und in Zukunft auch nie wieder zu stande kommen wird. Durch den rasanten Bandbreitenwachstum des Internets wird man auf kurz oder lang sowieso auf Internet-TV umsteigen. Die Telekom versucht IP-TV ja dieses Jahr schon zu etablieren, wenn auch bisher mit mäßigem Erfolg, weil die ganze Technik leider doch noch nicht so ausgereift ist, wie man anfangs vermutet hat. Die Verbreitung hängt leider auch mit der neuen adsl2+ bzw. vdsl-Technik zusammen, welche nur in wenigen Ballungsräumen verfügbar ist. In den nächsten Jahren wird sich dieses Bild allerdings radikal verändern. Die meisten dürften mitbekommen haben, dass die Telekom in Sachen vdsl nun mit anderen Anbietern kooperiert und der Ausbau des Breitbandinternets in den kommenden Jahren auch stark von der Politik unterstützt werden soll.
Dadurch werden auch höhere Bit-Raten für den ILP möglich. Zur Zeit kann man die Spiele ja schon mit mehr als annehmbarer Qualität angucken, aber in maximal 2-3 Jahren werden diese streams wohl TV-Qualität erreichen.
Der Preis für die ganze Geschichte ist für den Endnutzer atm eigentlich verschwindend gering, wenn man die Möglichkeiten in Sachen Basketball-Streams in den letzten Jahren nüchtern betrachtet. Sicherlich hatte man die Möglichkeit fast alle Spiele über chinesische Streams oder in den letzten Jahren auch vereinzelt über sopcast(vipertv) oder bugusing beim LP anzugucken, aber die Qualität war meistens mehr als schlecht und man bewegte sich entweder in einer rechtlichen Grauzone oder es war gar illegal.
Jetzt, im ersten Jahr des ILP, wurde uns schon ein service zur Verfügung gestellt, mit dem wir alle regular-season-Spiele live und aufgezeichnet in einem loop angucken konnten. Dazu kam noch das Allstar-Weekend ohne das Hauptspiel, woran leider das ZDF die Rechte für Deutschland erworben hatte. Das ganze konnte man für ca. 70? am Anfang der Saison kaufen. Viele Leute haben das ganze erstmal mit einem Monatspass ausprobiert und kamen so letztendlich etwas teurer weg, aber alle 82 Spiele der 30 NBA-Teams für diesen PReis sehen zu können, ist für die meisten erschwinglich und für echte Fans sowieso. Bei Premiere zahlt man für weitaus weniger Fußballspiele/Monat einen ähnlichen Betrag, wenn nicht sogar mehr.
Der Preisentwicklung des ILP stehe ich auch sehr positiv gegenüber. Der Euro scheint stabil und auf Dauer werden solche Angebote immer billiger. Die steigenden Bitraten gehen einher mit steigenden Bandbreiten, welche in der Regel auch immer höher und billiger werden.
Auf Dauer kann also kein deutscher TV-Sender gegen dieses Angebot mithalten, es sei denn, er setzt auch auf Stream-TV alla ILP. Der einzige Pluspunkt, den man für deutsche Produktionen bei anderen Sportarten anführen kann, ist der deutsche Kommentar, aber der wird selbst von nicht-hardcore-Fans beim Basketball nicht vermisst. Einzig Frank Buschmann konnte in den letzten Jahren von sich Reden machen, wenn man nach einem guten deutsche Basketball-Kommentator suchte, aber die Zeiten sind leider auch vorbei. Durch seine Umschulung zur DSF-Fußball-Allzweckwaffe hat er einfach den Bezug zur NBA verloren und macht beim Kommentieren extrem viele falsche Angaben und Fehler, die er früher nicht gemacht hätte. Dem Kenner fällt das auf und es wird als extrem störend emfpunden. Ihm sei es verziehen, da er im DSf ja sicherlich keine andere Möglichkeit hatte als zum Fußball zu wechseln. Abgesehen davon, kann selbst ein Frank Buschmann in besten Zeiten nicht unbedingt mit amerikanischen Kommentatoren mithalten. Man braucht beim Basketball schließlich keine fundierten Englisch-Kenntnisse, um zu verstehen, was die Leute dort wollen.
Leider gibt es in den nächsten Jahren auch keine Identitfikationsfiguren mehr, wenn Dirk Nowitzki abtritt, denn die derzeitigen deutschen Jahrgänge lassen ein Übertalent, wie es einst Dirk war, leider vermissen. Die Basketball-Fan-Gemeinde hat sich Mangels Alternativen in den letzten Jahren im Internet versammelt und bekommt nun langsam aber sicher den verdienten Lohn. Es ist ja auch nicht so als hätten wir es nicht verdient, wenn man bedenkt, dass wir uns Nächte lang mit chinesischen Kommentar und mickrigen 200kbits und ultra pixeligen Bild herumgeschlagen haben :)
Die Zukunft heißt also bezahltes Internet-Fernsehen, wobei Preise und Qualität in den nächsten Jahren wohl in entgegengesetzte Richtungen wandern werden.
* Nur die nervige Werbung muss man endlich beim ILP abschaffen...KGs Interniews oder die nervigen where **** happens Sachen nerven mittlerweile sowas von.... *
von callofduty 01.04.09 um 20:35:30
Das mit den Sendezeiten is ne dumme Ausrede... das DSF zeigt auch nur "sexy Sportclips nachts, da ist ein gepflegtes NBA- Spiel eintausendmal attraktiver als dieses rumgehüpfe da.
-.-
von Frl. Menke 01.04.09 um 20:57:39
Das DSF kann doch keiner mehr ernst nehmen. Der Sport im Namen rührt doch nur aus der Vergangenheit. Was dort an "realem Sport" läuft, kann man doch an fünf Fingern abzählen. Werbesendungen, Poker und diverse Wiederholungen machen den Sender vollkommen unattraktiv für einen sportbegeisterten Zuseher.
von Zeiram 02.04.09 um 01:11:07
Ich kann das absolut nachvollziehen, dass die Free-Tv Sender da wenig Interesse dran haben. Wenn man mal von den Finals oder wirklich wichtigen Spielen absieht habe selbst ich als hardcore-fan nicht immer Lust mir noch Nachts um 3 ein Spiel anzugucken. Um die Uhrzeiten kommen einfach keine gescheiten Quoten bei. Wesentlich wichtiger als NBA ist daher eher BBL im Free-tv, aber da liegt einfach vieles an der Attraktivität des Produkts BBL. Die Liga muss einfach noch besser und spannender werden, schwierig wenn man gleichzeitig deutsche Talente entwickeln will.
von Tobatcho 02.04.09 um 03:08:36
immerhin wird das euroleague final four bei eurosport übertragen oder nicht?
von Rheinside 02.04.09 um 08:11:27
@callofduty:
Dass ein NBA-Spiel für uns Fans und Zuschauer tausendmal attraktiver ist als sexy sportclips steht mit Sicherheit außer Frage. Für den Sender DSF, welcher, wie im Artikel erwähnt, ja auch ein Wirtschaftsunternehmen ist sieht das jedoch anders aus. Für den Sender ist es attraktiver die Sportclips zu senden, da die Zuschauerquote mit deutlich günstigeren Mitteln erreicht wird.
von almaen 02.04.09 um 10:03:51
Schöner Artikel, aber einige Dinge wurden nicht beleuchtet:
- Für Privatsender lohnt sich die NBA-Übertragung auch deshalb nicht, weil die NBA völlig überzogene Preisvorstellungen hat. Das DSF oder jeder andere Sender muss das TV-Signal ja "nur" übernehmen, die Produktionskosten sind da eher gering.
- Was die Bundesliga angeht: Auch dort wird ja ein TV-Signal produziert, sonst gäbe es die On-Demand.Angebote ja nicht. Auch hier habe ich eher da Gefühl, es mangelt am Willen der Sender, Sendezeit bereit zu stellen und bei der BBlL, den Preis runter zu schrauben. Vermutlich verdient man dort mit dem Drittel an Zuschauern über On-Demand mehr als mit 100% über TV.
- Auch bei der Euo-League müssen die Vereine für die Produktion eines TV-Signals sorgen... auch da müssen sich die Sender nur dran hängen...
- Vielleicht mangelt es auch einfach an Sportsendern im Free-TV? Die, die es gibt, sind mit Billard, Poker und nackten Mädels ausgelastet.
- Sorry, wenn eine Sportart wie Handball den Weg live ins Fernsehen findet, muss das auch für Basketball gehen.
von memo13 02.04.09 um 12:21:57
Vor allem ist das ja ein Teufeldkreis, denn solange es keine Präsenz der BBL im free-tv gibt, wird sich die Fangemeinde auch nicht erweitern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die "Billard-Gucker" auch selber Billard als Sport betreiben.
Wenn Leute durchzappen und ein spannendes Spiel erwischen und sich dann ein zweites angucken und weil es doch so cool war gehen sie mal im Sommer auf den Freiplatz ein, zwei Körbe werfen. Daraufhin entscheiden sie ihren kleinen Sohn zum Basketball zu schicken, weil es doch eine so schöne Sportart ist.
Leider würde solch ein "Idealprozess" viel Zeit und Geduld der Sender in Anspruch nehmen.
Ich nehme mal als Vergleich die türkischen Sender, da habe ich letztens im free-tv eine Basketball U17 Übertragung gesehen! Da werden echt viele Randsportarten einfach reingedonnert.
Zumal "echter" Sport im Fernsehen gegen das stetig anwachsende Übergewicht unter Kindern helfen könnte. Klingt zunächst etwas paradox, weil sie ja doch Fernsehen gucken aber besonders Kinder können sich doch durch Vorbilder motivieren etwas zu tun.
Es wäre nicht die Rettung aber auch wenn es nur ein kleiner Schritt wäre, es wäre zumindest etwas.
Also ein öffentlich-rechtlicher Sport sender, der vielleicht etwas staatliche Hilfen kriegt und auch verpflichtet ist, gewisse Sportarten zu einem bestimmten Maß zu zeigen wäre perfekt. Aber vielleicht ist das gerade völlig irreales Wunschdenken, da weiss ich nicht genau bescheid.
von Tomdawg 02.04.09 um 12:46:08
Nein, memo. Ganz im Gegenteil.
Du führst zwei interessante Punkte an (Vorbilder durch TV schaffen, dass Kids selbst aktiv werden; Auftrag der Öffentlich-rechtlichen).
Die Öffentlich-rechtlichen brauchen keine staatlichen Hilfe, die bekommen Unmengen an Gebühren von der Bevölkerung. Damit sollen sie einem öffentlichen Auftrag nachkommen. Sie sind quasi verpflichtet dazu, über ein breites Programmangebot zu verfügen.
Nur leider kristallisiert sich in den vergangenen Jahren immer mehr ein Wettbewerb zwischen den Öffentlichen und den Privaten heraus, in dem es primär um Einschaltquote und somit Werbegelder geht. Das Interesse des gesamten Volkes ist da (leider) nebensächlich, auch wenn Fußball ein ziemlicher Quotenrenner ist. Doch das liegt ja nicht im Interesse aller Zielgruppen.
Es bleibt letztlich eine Krux. Basketball wird über kurz oder lang wohl nur noch im Internet zu verfolgen sein.
von Dave von BOOM 02.04.09 um 13:22:15
Wirklich ein ausgezeichneter Artikel! Die schlechte TV-Situation ist schon seit Jahren brisant und bleibt (leider) ein Thema.
Zur NBA:
Da sich die Vertragsverhandlungen zwischen Premiere und der NBA in der Vergangenheit beinahe bis zum ersten Spieltag zogen, und diese Saison seit Jahren erstmals keine! Einigung hervorbrachte, scheint sich die Vermutung aufzudrängen, daß "die Liga" das große Problem darstellt. Da die Fernseh-Übertragungen in anderen Ländern (u. a. Australien, Brasilien, China, Dänemark, Finnland, Frankreich, Indien, Italien, Polen, Russland, Spanien, Türkei, UK) scheinbar Gang und Gebe sind, stellt sich die Frage, warum dies ausgerechnet in Deutschland nicht möglich ist. Sind die (Preis-)Vorderungen der NBA zu hoch gesteckt? Ist dieses Land zu unantraktiv als steigender Absatzmarkt von Merchandise-Artikeln? Aber warum strengt sich der liebe Commisissioner Stern alle Jahre wieder an, das Produkt NBA mit Hilfe von zweitklassigen Showgames in good ol´ Germany zu platzieren? Und dann redet er noch davon, Städte wie Berlin als Austragungsort in seine zukünftigen Pläne einer internationalen NBA (inkl. Teams aus Europa), mit ein zu beziehen. Vielleicht glaubt er ja auch, daß er die TV-Anstalten bald gar nicht mehr braucht, und bald selbst zum Alleinherrscher wird ("NBA League Pass Broadband"). Wenn es soweit ist, kann er ja die Preise für die Übertragungsrechte im konventionellen TV senken, dann kommen wir auch wieder in den Genuss ;-)
zur BBL:
absolut undurschsichtige Machenschaften...
von Webocat 02.04.09 um 14:42:35
Ich würde mir wünschen, wenn Eurosport weiterhin die Euroleage zeigen würde und im nächsten Jahr auch mehr Spiele.
Europameisterschaftsspiele der Nationalmannschaften + Euroleage, da bekommt man den besten Basketball zu sehen. Mit der BBL können die ruhig mal weg bleiben, ist keine gute Werbung für den Basketball.
NBA-Zusammenfassungen und natürlich die Play-offs wären dann natürlich auch super
von crosshill_checker 02.04.09 um 14:58:20
Wundere mich, einen Artikel zur Lage der Nation zu bekommen, ohne dass BBL.TV ordentlich erwähnt wird.
Mittlerweile ist Sportdigital seit 1. April deutschlandweit im Kabelnetz zu empfangen und hat in 2 Jahren über 200 Spiele übertragen, darunter Liga, Pokal, Euroleague und Nationalmannschaft. Warum ist dann Basketball im TV Mangelware?
Soviel hat noch nie ein deutscher Sender gezeigt.
von Tomdawg 02.04.09 um 15:37:29
Das stimmt, crosshill_checker.
Doch was nützt es, wenn Basketball nur auf Kanälen gezeigt wird, die nicht frei empfangbar sind? Pay-TV ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft (wie im Beitrag auch erwähnt).
Sicherlich ist bbl.tv großartig, um seinen Basketbaldurst zu stillen, doch nur Insider greifen dazu.
Welcher neu zu Begeisternde investiert schon in einen Sender, von dem er nicht weiß, ob die Sendung ihm auch Zufriedenheit und Unterhaltung verschafft.
Das ist mglw. mit einem Genussmittel zu vergleichen. Ich gebe nicht Geld aus für etwas, was ich nicht kenne. Ich kann mich meist nur davon überzeugen, wenn ich gratis probieren darf oder ein anderer es mit empfiehlt. Erst dann werde ich evtl. später ein preisgebundenes Angebot wahrnehmen.
von crosshill_checker 02.04.09 um 16:50:40
Was für ein Blödsinn! Ein Genußmittel probiert man nur aus, wenn es umsonst ist. Sorry. So denken Vertreter der Suchtindustrie (Alkohol, Zigaretten, Drogen).
Frei also umsonst empfangbares Fernsehen gibt es eigentlich nicht! GEZ-Gebühren, Gebühren für einen Kabelanschluß usw. Ich zahle deutlich über ? 30 im Monat für GEZ und Kabelgebühr. Wer legal schaut, muß zahlen.
Frei und umsonst empfangbar sind nur die Privaten über DVB-T und bei denen geht es nach Quote, nach Werbeeinnahmen. Und da muß man den Tatsachen ins Auge schauen, die Masse will nicht Basketball gucken. Ich will übrigens auch nicht Basketball im DSF sehen mit diversen Gewinnspielen und etlichen Werbeunterbrechung wie bei der Nationalmannschaft.
Daher weiß ich nicht, was das Genöle soll.
Habe privat ESPN und nun auch Sportdigital über Kabel Deutschland und sehe unglaublich viel Basketball live - kostet 13 Euro + weitere Kanäle. Finde ich sehr okay. Alleine die ganzen Spiele der NCAA / March Madness waren schon super. NBA hätte ich auch gerne, aber vielleicht kommt das ja.
Wenn man ein Genußmittel will, muß man auch zahlen. So realitätsnah sollte man schon sein.
von Skateboard_P 02.04.09 um 16:52:56
Eine schöne Zusammenfassung, die es den momentanen Stand genau auf den Punkt bringt. Bei großen Events wie Olympia oder der EM oder was auch immer, ist es schon quasi der letzte Strohhalm, das wir Basketball-Fans auch mal in den Genuss kommen.
Und selbst dann, wenn man ein Spiel verfolgt, ist es viel zu schnell vorbei. Aber mal schauen, was die Zukunft bringt. Vielleicht gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer am Fernseh-Himmel für Basketball im Free TV.
von mkay 02.04.09 um 17:01:41
es geht in dem artikel ja vorwiegend um den free-tv aspekt, daher wohl nicht.
edler Artikel! interessante (denkanstößige) fakten drin, sehr gut!
von Dave von BOOM 02.04.09 um 17:23:05
Kann es sein, dass "crosshill_checker" ein Mitarbeiter von sportdigital oder der BBL ist ?,...weil er hier so eifrig immer und immer wieder das gleiche postet...
von Hurricane 02.04.09 um 17:25:02
respekt 4 mal das gleiche gepostet -.-, nein aber was Tomdawg damit sagen möchte ist dass nur Insider oder richtige fans so was machen aber leute die nur abundzu mal spielchen angucken wollen ist das nichts. Und ich perösnlich würde mir auch nicht extra kabel zulegen nur damit ich basketball gucken kann. Mir würde es ja schon ausreichen ein bisschen mehr basketball in fernsehen zu haben. Z.B Zusammenfassung wie die Sportschau. Vor 1 ein einhalb jahrne hat das Deutschesportfehrnsehen doch sogar ganze spiele gezeigt, glaube hat sich nicht sehr lange gehalten.
von Hurricane 02.04.09 um 17:26:03
@ Dave von BOOM nette umschreibung ^^
von bondré 02.04.09 um 17:51:47
es ist schön zu sehen, wie jahr für jahr im internet, unter freunden oder auf'm freiplatz diskutiert wird, warum kein basketball im deutschen fernsehen ausgestrahlt wird.
nba funktionert für mich nur über pay-tv (espn, kabel, league pass etc), so ist es übrigens auch in china, usa, frankreich und sicherlich auch in anderen ländern üblich. bis zum schluss konnte ich nur nie verstehen warum dsf die sendezeiten so schlecht gelegt hat. man hätte doch generell den sonntag zum basketball-abend machen können. spiele kann man sich gemüdlich von 18-24 uhr live ansehen. 3 uhr nachts oder schon früh morgens 11 uhr, wie zu zeiten von nba action, können keine zuschauer anlocken.
von crosshill_checker 02.04.09 um 18:11:22
Das mehrfach Posten liegt an persönlichem Unvermögen. Entschuldigung.
Aber um die Frage zu beantworten. Ja, ich arbeite für sportdigital und ich habe damals für Sat.1 gearbeitet und wegen mangelndem Zuschauerinteresse meinen Job verloren.
Ich bin es mittlerweile einfach Leid, mir das Gejammer nach Fernsehzeit im Free anzuhören. Angeblich wollen das doch so viele und es gibt hier ne Petition und da ne Aktion. Und wenn es um Quoten geht, schaut keiner. Siehe übrigens auch das Allstar-Spiel im ZDF.
Dann kommen auf einmal die merkwürdigsten Argumente. Nowitzki reicht nicht als Identifikationsfigur - ja, wer denn dann? Die Sendezeit ist falsch, wie kann man sowas nachts zeigen? Es werden die falschen Spiele übertragen und die BBL, ja, die ist sowieso zu schlecht.
Vielleicht ist die Liga eben nicht so stark, weil eben ein geringes Interesse am Basketball in Deutschland besteht, denn wenn keiner hingeht und Geld bezahlt, woher sollen die Einnahmen der Teams kommen? Sport kostet Geld und europäischer Spitzenbasketball kostet verdammt viel Geld. ALBA Berlins Etat soll übrigens höher sein als der vom THW Kiel, mal von schwarzen Kassen abgesehen.
Und die Kieler sind europäische Spitzenklasse, ALBA nicht.
Weiß nicht, wie oft ich schon vom vermeintlichen Potential im Basketball und der Attraktivität gehört.
Es würde mich auch mal freuen, dass in positiven Zahlen auch zu sehen. Aber auch hier posten Leute, vermeintliche Basketball-Fans, die eben kein Geld extra ausgeben wollen. Das ist ihr gutes Recht, muß ja jeder für sich entscheiden.
Aber wenn nach 15 (?) Jahren (bei 3Sat) mal wieder internationaler Vereinsbasketball wie die Euroleague live gezeigt wird, finde ich es persönlich toll. Unabhängig von meinem Arbeitgeber. Und das könnte man in so einem Artikel auch mal würdigen und damit vielleicht ja auch ein paar Leute auf das bestehende Angebot hinweisen.
Aber das geschieht leider nicht.
Erwarte keine Lobhuddelei und habe kein Problem damit, Kritik an unserem Programm hinzunehmen, aber auf Basketball-Fachseiten nicht mal mit dem Status quo erwähnt zu werden, dafür aber ellenlange Beschreibungen, was früher einmal war. Das hilft niemanden.
von crosshill_checker 02.04.09 um 18:43:38
Ach so, seit heute ist sportdigital auch bei Kabel Deutschland im Paket und damit flächendeckend im digitalen Kabelnetz verfügbar. Das heißt in ganz Deutschland - für uns ein Meilenstein.
Das ist übrigens eine Nachricht und hätte einen Artikel verdient.
von Hurricane 02.04.09 um 19:41:44
Schleichwerbung kann man dass ja schon nicht mehr nennen oder ?
von Sevent 02.04.09 um 19:51:30
@crosshill_checker, wie schon mehrfach erwähnt wurde, geht es um Basketball im "frei empfangbaren Fernsehen" (siehe Teaser). Dass ihr Jungs von Sportdigital BBL und internationalen Bball anbietet, ist ein toller Service, über den sich jeder Fan freut. Thomas ging es mit dem Artikel jedoch vielmehr darum, die Situation im Free-TV und die Folgen zu beleuchten. Kein Mensch und vor allem kein Kind findet im TV mehr viel Bball, niemand surft zufällig auf eurer Seite vorbei. Um mit Basketball infiziert zu werden, gibt es in der heutigen Zeit leider immer weniger Möglichkeiten. Dass die Medien, und besonders die Flimmerkiste, bei jungen Leuten viele Interessen wecken können, weißt du als Kenner der Szene sicher.
von Tomdawg 02.04.09 um 20:01:01
Die Resonanz auf diesen Beitrag ist überwältigend und die Kritik berechtigt.
(Die mehrfach geposteten Kommentare von crosshill habe ich der Übersicht halber entfernt.)
Dass die momentane TV-Situation, bis auf die knappen Ausführungen am Ende des Artikels, kaum Erwähnung findet, nehme ich auf meine Kappe. Das hat sie verdient.
Beispielsweise gibt es in den dritten Programmen kurze Beiträge über die BBL, auch das ZDF zeigt nachmittags im Sportteil der heute-Nachrichten ab und zu kurze Clips der vergangenen NBA-Nacht, um nur zwei Beispiele zu nennen. (Ein Artikel, der sich mit diesem Thema beschäftigt, ist in Planung.)
Die Pressemitteilung von sportdigital (deutschlandweit im Kabelnetz ab 1.4.) war mir beim Schreiben des Artikels nicht bekannt. Somit kam die Veröffentlichung des Beitrags zu einem relativ ungünstigen Zeitpunkt. So etwas kann passieren.
Nichtsdestotrotz war die Intention des Artikels, eine Zusammenfassung der zurückliegenden Jahre zu geben sowie eine Darstellung des veränderten Medienkonsums (Internet ersetzt zunehmend TV) offen zu legen. Es sollte keineswegs ein Für oder Wider der Situation erfolgen.
Denn die Fakten sind heutzutage folgende - da sind wir uns scheinbar alle einig:
- Wir alle wollen Basketball sehen.
- Aber: Uns ist auch klar, dass es kostet, wenn wir Basketball sehen wollen (ob nun TV über GEZ - im Übrigen zahlen Kinder/ Jugendliche im Elternhaus häufig keine Gebühren, sodass sie durch "Zufall" auf neue Programminhalte stoßen; so war es bei vielen Basketball-Fans in den Neunzigern -, Kabelgebühren, Internet-TV etc.).
- Der Grund: Ist die Quote nicht gegeben, muss der Verbraucher zahlen, um sein Programm zu finanzieren.
- Das bedeutet: Es gibt prinzipiell die Möglichkeit, sich Basketball-Spiele - ob nun BBL, Euroleague, NBA etc. - anzusehen.
Ich hoffe daher, das der Diskurs über dieses Thema weiterhin anhält, denn es ist ja im aller Interesse, dass unser Sport in der Öffentlichkeit weiter Gehör findet.
von Dave von BOOM 02.04.09 um 22:47:03
Wie soll eine amerikanische Sportart in Deutschland eine (Free-TV)-Chance haben, wenn in der deutschen Profiliga hauptsächlich Amerikaner spielen?
Da die BBL wohl auch in Zukunft hinsichtlich der Identifkation keinen großen Schnitt (Schritt) machen wird, müssen wir uns wohl damit abfinden...R.I.P. Free-TV.
zu Pay-TV:
ich denke nicht, dass Basketball-Fans prinzipiell eine Investition für Pay-TV ausschließen. Es geht schließlich um das Preis/Leistungs-Verhältnis und da kommen einem doch einige Zweifel, wenn man bez. der BBL und deren Streaming-Angebote folgendes bedenkt:
1. deutsche Spieler sind meist nur sitzend zu beobachten
2. falls man sich ein Spiel online anschauen mag, kostet dieser Dienst 2,99 ?/Spiel, die komplette Rückrunde 34,99?. Das ist im Vergleich zum NBA League Pass ganz schön happig, wie ich finde.
Über das Spiel-Niveau kann man sich streiten, lassen wir es deshalb einfach mal raus
Unter der Bedingung, dass sich generell wenigstens 3 deutsche Spieler auf dem Spielfeld befinden, würde ich dies mit einem Abo für eine volle Saison unterstützen! Jedoch nicht unter der jetzigen Unattraktivität der BBL!!!
von crosshill_checker 03.04.09 um 02:05:55
Vielen Dank für das Löschen der mehrfach geposteten Sachen und auch für die vielen Antworten.
Sorry, aber ich bin da einfach anderer Meinung. Es gibt derzeit im TV unglaublich viel Basketball. Als Beispiel: Privat habe ich Kabel Deutschland Home und damit die Sender Eurosport 2, ESPN America, ESPN Classic und jetzt auch sportdigital. Da läuft Uleb-Cup, Euroleague, NCAA, alte Länderspiel- und College-Klassiker. Hab letztens Okulaja für North Carolina gegen Duke gesehen. Klar, NBA fehlt, das ist äußerst schade und ein Manko.
Das Paket umfasst noch weitere Sender und kostet 12,90. Ist das frei empfangbares Fernsehen? Für mich schon, denn ich muß auch für die Privaten als Kabel Digital-Kunde 2,99 zahlen und für die öffentlich-rechtlichen 17,98 gez.
Natürlich kann man das auch anders lösen. Gibt genug andere Möglichkeiten. Nur dann kann man eben kein Basketball sehen, jedenfalls nicht live und in voller Länge. Übrigens kann man auch keine Fußball-Bundesliga live und in voller Länge über frei empfangbares TV sehen (außer 2mal im Jahr als Werbemaßnahme von 306 möglichen Spielen). Dafür allerdings genug Spiele aus anderen, teilweise sehr merkwürdigen Wettbewerben wie der Regionalliga, dem UI-Cup oder noch besser Testspielen. Schaut deshalb der deutsche Fußball-Fan in die leere Röhre, weil er das Premium-Produkt an 2 von 3 Tagen nur in Schnipseln sehen kann - freitags gar nicht? Oder nur ein ausgewähltes Champions-League-Spiel mit Pech ohne deutsche Beteiligung? Oder nur ein ausgewähltes DFB-Pokal-Spiel? Wer eben seinen Verein sehen will, muß zahlen. Und warum sollte das im Basketball anders sein.
Neu ist allerdings durch das Internet, dass ein Basketball-Fan eben alles sehen kann! Dave sprach vom NBA League-Pass, der ein unglaublich tolles Angebot ist. Verbessert mich, aber 1200 (!) Spiele in einer Saison, das ist doch ein Riesen-Fortschritt zu den Premiere-Jahren, als man Nowitzki sehen wollte und leider nicht bekam. Und auch noch viel günstiger. Die Euroleague bietet alle Spiele an - nicht unbedingt günstig, selbst über Wettanbieter wie betfair kann man umsonst ACB sehen. Von den ganzen Livestreams mal abgesehen.
Ich genieße es im Moment, denn so viele Möglichkeiten Basketball zu sehen, hatte ich persönlich noch nicht und damit schließe ich ausdrücklich TV und Internet ein.
Möchte mich daher ausdrücklich gegen den gut geschriebenen, aber sachlich falschen Artikel wehren, weil das einfach momentan nicht die wirkliche Situation beschreibt. Und jetzt kommt nicht wieder mit Free-TV.
Weiß auch, das man sprachlich von Free-TV redet, der Begriff ist aber eindeutig falsch besetzt. An den Öffentlich-Rechtlichen ist nun gar nix umsonst. Zahle im Jahr über 200 Euro dafür. Und ein weiteres Beispiel: In der Millionenstadt Hamburg gibt es über DVB-T kein DSF zu empfangen. Mein Vermieter will keine Satellitenschüssel. Es bleibt nur Kabel. Und ich wiederhole mich: ein Kabelanschluß kostet auch Geld. Auch wenn das anscheinend für Jugendliche nicht gilt, wieder was gelernt.
Ich wäre auch gerne wieder jung, müsste nix zahlen und könnte ganz viel Basketball sehen. So wie in den Neunzigern. Denis Wucherer und Bayer Leverkusen 2-mal im Monat, ein NBA-Spiel die Woche, 2 Zusammenfassungen - wow, was für eine Vielfalt!
von PPP 03.04.09 um 08:54:38
@ crosshill_checker: also langsam wird es langweilig. man kann sich jetzt an dem wort free-tv auch aufhängen. Man kann es auch standard-Fernseh-anschluss bezeiichnen, und das bedeutet eben, dass man nu öffentliich-rechtliche und die "freien" privaten hat. so sieht es eben im deutschen durchschnittshaushalt aus. und da kann nun halt kein jugendlicher zufällig über basketball stolpern, wie es bei meiner generation anno 92/93 war. als mitarbeiter wirst du doch sicherlich am besten wissen wieviel kunden ihr habt, dass wird sicherlich nicht mehr als bei premiere sein.
@ bbl im free tv: da sehe ich für mich weniger das problem, das die spiele zu unattraktiv wären, sondern eher einerseits an der fluktuation in den mannschaften (schon allein innerhalb einer saison) und wie ja schon erwähnt wurde, dass eben deutsche spieler eher die handtuchhalter/bankwärmer... sind.
von Webocat 03.04.09 um 09:36:22
"@ bbl im free tv: da sehe ich für mich weniger das problem, das die spiele zu unattraktiv wären, sondern eher einerseits an der fluktuation in den mannschaften (schon allein innerhalb einer saison) und wie ja schon erwähnt wurde, dass eben deutsche spieler eher die handtuchhalter/bankwärmer... sind."
Das sind zwei riesen Probleme!
von Tomdawg 03.04.09 um 11:39:34
Langsam scheint sich die ganze Debatte argumentativ im Kreis zu drehen. Das liegt vor allem an unterschiedlichen Auffassungen der Begriffe Pay- und Free-TV.
Fest steht jedenfalls, dass die finanzielle Freiheit des Kunden über seinen Fernsehkonsum entscheidet. Er kann je nach Einkommen frei sein Programm zusammen stellen. Das ist bereits mehrfach kommentiert worden und wird auch eindeutig im Artikel deutlich erwähnt.
Dass der Fußball-Fan nur selten seinen Sport ohne Aufpreis live verfolgen kann, ist korrekt, sofern er nicht drauf zahlt. Dass Live-Basketball auch seinen Preis hat, stimmt ebenfalls. Nur geht es hier um die Berichterstattung des Korbsports generell.
Bleiben wir zur Verdeutlichung jedoch beim Fußball: Man nehme nur mal die wöchentlichen Sportsendungen (im Artikel ist z.B. von der Sportschau die Rede), bei der jeder Fan der 1. Liga seinen Verein verfolgen kann. Auch die Spiele des 2. Liga gibt es in exklusiven Zusammenfassungen. Damit meine ich nicht nur im DSF, sondern auch in Nachrichtensendungen.
Der Vergleich, eine Spartensportart wie Basketball mit DEM deutschen Sport überhaupt zu vergleichen, hinkt somit gewaltig. Das liegt am Ursprung der beiden Sportarten, an deren Tradition und an der Verfügbarkeit bzw. Berichterstattung in den Medien generell (also auch Print, Funk etc.).
Der Sarkasmus von crosshill sei am Ende seines letzten Kommentars gestattet, nur sollte dabei auch bedacht werden, dass die "übersichtliche" TV-Präsenz vor über zehn Jahren als Auslöser dafür diente, dass viele junge Leute den Basketballsport für sich entdeckten und ins Herz schlossen.
Unterm Strich bleibt also die Quintessenz:
Es hängt vom Geld ab, wie sich der eigene Konsum gestaltet.
Und: Das schöne an Meinungen ist generell, dass jeder seine eigene hat.
von mkay 03.04.09 um 12:19:26
Ich denke ebenfalls, dass es derweil ein Segen ist, was man für Möglichkeiten hat, sich Basketball anzuschauen, sei es legal oder illegal, mit oder ohne dicken Geldbeutel.
Langfristig wird es auch in Deutschland ein Umdenken geben und man bezahlt AKTIV/Bewusst (nicht wie bei Kabel, GEZ o.ä.) für sein gewünschtes Programm, ähnlich wie in den USA.
Das Hauptproblem ist nur, dass kein Basketball-Nachwuchs, vorsichtig umschrieben, durch willkürliches Zappen zum Sport verirrt, weil die Berichterstattung bzw Medienpräsenz im Vergleich zu anderen Sportarten unterdurchschnittlich ist, im sog. "Free-TV".
Über die Möglichkeiten, sich BBall zu Gemüte zu führen, ist halt ein anderes, zweites Thema.
von memo13 03.04.09 um 12:20:51
Welchen Punkt ich nochmal betonen möchte ist doch der, dass der Basketballsport viele Junge Zuschauer braucht! Einschaltquoten mal dahingestellt aber um den Sport weiter zu fördern und zu etablieren braucht man doch eine Präsenz und da ist das Fernsehen doch eine enorm wichtige Plattform.
Der jüngere Fernsehkosument kann sich doch normalerweise nicht extra Angebote finanzieren (oder will das nicht und probiert alle Semi- oder Illegalen Wege vorher).
Allerdings ist in den meisten Fällen die Konsummöglichkeit der Kinder vom Angebot der Eltern abhängig und diese haben meist das, nennen wir es mal "Standartpaket".
Und wichtig wäre es doch eine gewisse Grundpräsenz in diesem "Standartpaket" zu haben um vielleicht auch kostenpflichtige Angebote schmackhafter zu machen, indem man eine kleine Preview gibt.
Junge Menschen können sich nunmal enorm mit Vorbildern idendifizieren und auch motivieren. Wir brauchen den "Ich möchte so sein wie Michael Jordan" Effekt.
Und das geht nicht wenn in einer Klasse von 30 Leuten nur einer weiss wer Steffen Hamann ist.
Dies soll kein Vergleich zwischen Jordan und Hamann sein, aber wie sollen denn solche Idole entstehen wenn es keine Chance dafür gibt.
von Hegel 03.04.09 um 13:45:34
Dem Vergleich wäre Michael Jordan auch nicht gewachsen....
Ich habe bbl.tv abboniert und finde es fair, für knapp 50 Euro eine Saison lang die BBL verfolgen zu können, auch wenn mich die Auswahl der gezeigten Spiele bzw. die Sendezeiten manchmal aufregen.
Das Problem sehe ich jedoch auch darin, dass niemand bbl.tv abbonieren wird, der nicht Fan eines Basketball-Vereins der BBL oder generell ein idealistischer Basketballverrückter ist.
Ähnlich wird es bei anderen Angeboten aussehen.
von Cabalios 03.04.09 um 23:10:10
@ Thomas: Vielen Dank für den wirkich sehr lesenswerten Artikel :-)
von Cabalios 03.04.09 um 23:12:57
was mich mal interessieren würde: Es wir im Zusammenhang mit den Streams immer wieder das Wort "illegal" benutzt. Wie verhält sich das "rechtlich", wenn ich nachts irgend n live Stream aus den USA laufen habe..begehe ich dann eine Straftat so wie früher als ich bei Kazaa oder emule gezogen habe?
von Dave von BOOM 05.04.09 um 20:07:29
Basketball im frei empfangbaren Fernsehen...
Ok, scheinbar haben wir (die Fans) keine weiteren Antworten parat. Wer dann? Die Verantwortlichen könnten das Rätsels Lösung sein...
Doch wer sind die einflussreichen Menschen, wenn es um die Außendarstellung, speziell um Basketball im deutschen Fernsehen geht? BBL, DBB, Presse, Sponsoren, Medienkonzerne und Fernsehanstalten...? Wo sind die Macher und wie ist ihre Meinung zu dem Thema?
Gibt es überhaupt "starke" Persönlichkeiten, die einerseits Anhänger des Sports sind und gleichzeitig über genügend Willen und Macht verfügen, um die Situation positiv zu beinflussen? Oder besteht das System nur aus unfähigen Managern und Mitläufern, die dem Duft des Geldes folgen?
Wenn ich z.B. an Fußball denke, fallen mir direkt einige Namen (und vor allem die Gesichter dazu) ein, die "ihre" Sportart (in der Öffentlichkeit) repräsentieren, beinflussen und schließlich auch dafür werben.
Und wie sieht´s im deutschen Basketball aus?
Neben einigen Spielern, ehemaligen und dem Bundestrainer, fällt mir persönlich keiner ein.
Dieser Herr Pommer von der BBL meldet sich eigentlich nur, wenn "seine" Liga mal wieder in die Kritik (des DBB) gerät.
Alles sehr armselig...
von Dave von BOOM 07.04.09 um 17:54:17
Ein Vorschlag:
die Namen der Hauptverantwortlichen sind, denke ich, den Insidern bekannt. Was haltet ihr davon, dass sich ein Pool aus diesen Insidern (Fach-Journalisten aus Print- und Online-Medien) zusammensetzt und einen offenen Brief an die Verantwortlichen schreibt.
Ich weiß, dass es so etwas ähnliches schon mal gab, jedoch "nur" im Alleingang eines BBall-Magazins (sogar mit kurzfristigem Erfolg).
Falls man jedoch mit vereinten Kräften (inkl. der gesamten Abonnenten bzw. User im Rücken) und entsprechendem Platz zur Auf-und Nachbearbeitung des Themas bereitstellen könnte, wären die Chancen einer Aufklärung bzw. Veränderung im Sinne der Fans erheblich größer, als wenn wir das hier, im kleineren Kreis (weiter) diskutieren würden.
Hab´das mal grob addiert...zählt man die Abonnements bzw. Mitglieder der jeweils 3 größten BBall-Magazine und Online-Portale zusammen übersteigt man locker die Zahl von 100.000! Ok, da sind bestimmt einige Fans mehrmals enthalten, aber egal, die Zahl kann Druck erzeugen.
@crossover-online:
ist diese Idee realistisch umsetzbar oder totale Soße?
von larry#33 08.04.09 um 15:21:47
Die Diskussion, OB jemand in der Pflicht ist, Basketball zu zeigen und WER das dann sein soll, öffentlich-rechtlich oder privat, macht doch keinen Sinn!
Es sind doch ganz simple Rechenbeispiele. Für einen Privatsener MUSS das Geld in erster Linie zählen. Also: "Was kostet mich eine Sendeminute pro Zuschauer?" Dagegen rechnest Du die Einnahmen durch Werbung und bekommst Summe X. Steht ein Minus davor, kann die Sache nicht funktionieren. Und leider ist das bei einer Sportart wie Basketball eben so.
Bei den Öffentlich-Rechtlichen ist es etwas anders. Natürlich gibt es diesen gesetzlichen Auftrag. Aber dass da mit einem Wort "Basketball" erwähnt wäre, wäre mir neu. Und Basketball wird doch dort auch gezeigt. Sicher, nicht in dem Maße in dem viele HIER es gerne sehen würden - aber mit welchem Recht will man das auch verlangen? Es gibt Qutoenverläufe für jede Minute, nicht nur für Sendungen. Und dann schaut euch mal an, was mit der Kurve passiert, wenn Basketball kommt....sagen wir es positiv: Sie geht nicht gerade steil nach oben.... die Gebührendiskussion kann dann ja auch genau entgegengesetzt geführt werden. Was sagt denn der gemeine Volleyball- oder Tennisfreund? "Wieso zahle ich denn GEZ-Gebühren, wenn da Basketball kommt?"Alles zeigen geht nicht, dafür ist dann nämlich auch wieder der gesetzliche Auftrag da. Der sieht nämlich auch z.B. kulturelle Themen vor!
Und: Wer ist denn in der Bringschuld? Müssen die Sender Basketball zeigen, um der Sportart in deutschland zu helfen, oder läuft das Spiel nicht vielleicht andersrum; sollte der Sport nicht so viel bieten, dass die Sender gar nicht umher kommen Basketball zu zeigen?
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Auch ich wünsche mir mehr und viel Basketball im deutschen TV. Aber immer nur auf den geldgierigen Privaten, oder den (angeblich) reichen, behäbigen und ignoranten Öffentlich-Rechtlichen einzuprügeln ist mir zu einfach, weil es die Realität nicht trifft.
Probleme sind sicherlich die mäßige Qualität der BBL, einhergehend mit der identifikationsverhindernden Zusammenstellung der Teams durch unbekannte ausländische Spieler. Bei der spektakulären NBA verhindert schlicht der Zeitunterschied eine größere Zuschauerschaft. Nur Hardcorefans stehen nachts auf um sich Cavs vs. Lakers anzuschauen - und da habe ich ja nun die schon beste Partie herausgezogen. Denn selbst die eingefleischten Fans werden sicher den Wecker nicht auf 03.00 Uhr stellen wenn es heißt Kings vs. Wizards....
Grüße
von Quassy 12.04.09 um 17:20:12
Hm, gerade einen bestimmt 10minütigen Bericht bei der zdf-sportreportage über Nowitzki und das Erreichen der Playoffs gesehen. Eigentlich schon schade, dass man sich darüber freuen muss, andererseits gibt es ein wenig Hoffnung.
[zdf.de]
von J0J0 20.04.09 um 14:17:12
Gut Nachrichten:
Eurosport überträgt am kommenden Samstag Tübingen-Oldenburg und dann noch 9 ploffspiele!!
[basketball-bundesliga.de]
von *Oscar* 20.04.09 um 17:24:35
wenn ich nächstes Saison endlich mal ne vernünftige Internetverbindung hab, hol ich mir nen Leaque Pass. der hat doch ca 90 Euro gekostet? Nen Kumpel von mir hat sich das playoofpacket in hd für 31 Euro geholt und der meint dass wär geil.
von BerndK 20.04.09 um 21:35:11
Hallo,
also mal ehrlich, NBA-Basketball ist doch kein Sport, das ist Werbung unterbrochen von Sport. Wer Qualitätsübertragungen aus dem deutschen Fernsehen gewohnt ist der kann doch nur mit dem Kopf schütteln wenn man das mit diesen Übertragungen vergleicht.
Wo bleibt der sportliche Wert???
Sorry, aber ich muss leider gestehen ich finde am Basketball nur noch die Statistiken und die Zusammenfassungen geil.
Dass diese zerrupften Sendungen nicht live hier gezeigt werden ist nur verständlich denn nur Hardcore-Fans sehen sich sowas an.
Hoffentlich wird das in der BBL nicht auch so ausufern.
Mit freundlichen Grüssen
Bernd
von Dave von BOOM 20.04.09 um 23:20:41
Habe zwar keinen blassen Schimmer, ob die Kooperation BBL/Eurosport auch vom Einfluss der öffentlich geführten Diskussion in letzter Zeit beeinflusst wurde, sehe das aber einfach mal als ersten Erfolg.
@alle, die (hier und anderswo) posten: weiter so, Jungs. Our movement is movin´!!!
von Webocat 22.04.09 um 10:21:29
ja mit eurosport ist schonmal ein guter schritt in die richtige richtung gemacht worden.
eurosport2 zeigt ja einiges an basketball. wäre toll, wenn das programm von eurosport 2 einfach in eurosport 1 übernommen werden würde, dann hätte man schon einiges
von larry#33 22.04.09 um 18:13:24
@BerndK: Ich kann Deine Kritik verstehen, sie dennoch nicht komplett teilen.
Natürlich ist NBA-Basketball, gerade die Playoffs, ganz großer Sport. Es hat sich, seit Deiner aktiven Zeit, sehr gewandelt, keine Frage. Und ebenso unstrittig ist, dass diese Wandlung nicht nur positiv verlaufen ist. Die Kommerzialisierung ist enorm, mit europäischen Maßstäben kaum zu vergleichen. Aber sie war notwendig, weil sie auch alle anderen wichtigen Sportarten gegangen sind. Dass dabei solches TV entsteht....naja. Nicht nur gut, aber dank C-Webb, Kenny und Barkley wird auch das Randprogramm gut präsentiert.
Und da unterscheiden sich unsere Ansichten eben: Ich denke, dass die BBL dringenden Nachholbedarf in genau solchen Dingen hat. Ob sie die Möglichkeit dazu bei Eurosport bekommt? Eher nicht. Denn da wird auf ein Multi-Signal aus einer Box kommentiert...das war's. Aber Präsentation und "Drumherum" gehören heutzutage eben zu den von Dir angesprochenen hoch qualitativen TV-Übertragungen. Ach ja....den großen Sport nicht zu vergessen. Und ehrlich: Ich habe da meine Zweifel, ob die BBL da in irgendeiner Form viel beitragen kann. Vielleicht werden die Playoffs dank ALBA, Oldenburg und Bonn spannend, abwechslungsreich, sehenswert. Aber wir wissen ja: Qualität drückt sich eigentlich anders aus....
von BerndK 24.04.09 um 11:00:25
Hallo,
danke für dein Statement...
Kleiner Gedanke noch.
Bis zu 180 Minuten Übertragung für 4 Mal 12 Minuten Sport, wo bleibt da die Verhältnismässigkeit?
Die Einflussnahme auf das Spiel durch die Schiedsrichter (Timeout : Official) das werde ich nie verstehen, gibt es das auch in anderen Sportarten?
RTL wird dann der Formel 1 demnächst auftragen das Rennen alle 10 Runden per Boxenstopp zu unterbrechen, damit Werbung gezeigt werden kann.
Oder beim Freisstoss beim Fussball muss der Ball für die Werbung 30 Sekunden ruhen damit Werbung gezeigt werden kann.
Ich denke mal das ist auch eine mentalitätsfrage. Offensichtlich können die Amerikaner damit besser leben, ich kann mir zumindest für Europa so eine Entwicklung zum Vorteil einer Sportart nicht vorstellen, im Gegenteil.
MfG
Bernd
von Webocat 24.04.09 um 14:37:21
Moin, demnächst gibt es nochmal Basketball im Programm bei Eurosport!!!
Euroleague Final Four, das feinste vom Feinsten!!!
Termine:
1. Mai um 18:00 Uhr und um 21:00 Uhr (Halbfinalspiele)
3. Mai um 20:00 Uhr (Finale)
Teilnehmende Teams:
Panathinaikos Athen (u. a. mit Jasikevicius, Diamantidis, Spanoulis), Olympiakos Piräus (u. a. mit Papaloukas, Pargo, Childress), FC Barcelona (u.a. mit Navarro, Basilie, Ilyasova) und ZSKA Moskau (u.a. mit J.R. Holden, Siskauskas, Smodis).
Freu mich schon drauf, das wird mal richtig guter Bball im Free-TV
von Tomdawg 18.05.09 um 19:26:01
@ Dave von BOOM:
Allein die Tatsache, dass du dir ernste Gedanken über eine Veränderung machst, ist äußerst lobenswert. Nur scheint mir die bezifferte Größe von mehr als 100.000 Personen bei weitem überschritten.
Mit Ach und Krach dürfte es vielleicht höchstens die Hälfte sein, die regelmäßig Basketball durch mediale Güter (Radio, Zeitung, Zeitschrift, Internet) konsumiert und nicht nur dann, wenn ein Nowitzki nicht gerade sportlich überzeugt (siehe Mrs. Taylor) oder eben 50 Punkte erzielt.
Basketball hat das Problem der Breiten- bzw. Trendsportart und kann über kurz oder lang nur den zweiten Platz erklimmen (Fußball ist uneinholbar an der Spitze).
Dass es Eurosport momentan versucht, mithilfe von Sponsoren der Sportart wieder einen Nährboden zu bieten, kann ich nur befürworten. Dass aber langfristig ein Wandel in der deutschen TV-Landschaft zu beobachten sein wird, ob nun mit oder ohne Beteiligung namhafter Kenner der Szene, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Es ist so wie es ist, damit müssen wir leben.