Basketball in Deutschland
Bauermanns Bemühungen
Seit Jahren kämpft Nationaltrainer Dirk Bauermann um ein deutsches Gesicht in der Basketball Bundesliga. Seine Bemühungen gipfelten Mitte März in der der sogenannten Brandrede von Bamberg. Dabei liegen die Ursachen viel weiter zurück als zunächst angenommen.
Von Thomas Käckenmeister |
15.04.2009 | |
Freitag, der 13. März 2009 war kein Unglückstag für den deutschen Basketball. Auch wenn die Worte von Bundestrainer Dirk Bauermann bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des Bamberger Sponsorentages nicht gerade treffend waren. Sie waren unglücklich gewählt, jedoch impulsiv genug, um damit exakt das zu bewirken, was seine Absicht war: den Fokus wieder auf den deutschen Basketball zu lenken, die Nachwuchsförderung in den Mittelpunkt zu stellen und die Regelungen der Bundesliga zu kritisieren. Wer aber die Entrüstung des Bundestrainers (mehr dazu weiter unten) als Novum betrachtet, muss enttäuscht werden. Die Bemühungen Bauermanns sind seit Jahren von einem zähen Ringen um mehr Ansehen des Basketballsports in Deutschland geprägt.
Rückblick: Die BBL-Saison 2004/05 markierte einen Umbruch. Nach der sieben Jahre andauernden Herrschaft Alba Berlins, die 2003 endete, wandelte sich allmählich das Gesicht der Liga. Eine handvoll Teams flirtete mit der Meisterschaft, da u.a. die Ausländerregelungen für den Spielermarkt weiter gelockert wurden.
Amerikaner-Flut, Bosman-Urteil, Cotonou-Abkommen
Nachdem bereits mit dem Bosman-Urteil im Dezember 1995 eine nahezu unbegrenzte Zahl an Ausländern in den Teams für eine Flut von leistungsstärkeren, jedoch auch preisgünstigeren Legionären sorgte, wurden weitere Steine in den Weg einheimischer Talente gelegt: Das sogenannte Cotonou-Abkommen erlaubte es den Teams ab der Spielzeit 2004/05, uneingeschränkt Spieler aus jenen Staaten einzusetzen, die mit der Europäischen Union (EU) ein Assoziierungsabkommen hinsichtlich der Arbeitnehmerfreizügigkeit haben. Die Tore für Spieler aus 77 afrikanischen bzw. karibischen Staaten wie z.B. Kamerum, Belize, Kiribati, Angola oder Jamaica waren geöffnet.
Deutschen Hoffnungsträgern wurde so entweder der Zugang in einen Profikader deutlich erschwert oder aber die Einsatzzeiten waren so gering, dass selbst Balljungen während eines Spiels mehr Zeit mit Wischen des Parketts verbrachten als die Akteure aus deutschen Landen Einsatzminuten sahen. Die einzige Beschränkung seitens der Liga war die sogenannte "17-plus-eins"-Regelung. Die sah vor, dass die Mannschaftsstärke auf 18 Spieler pro Saison beschränkt sein musste, darunter hatte lediglich ein Deutscher zu sein.
Neben der Öffnung des Spielermarktes gab es aber bereits zur damaligen Zeit Überlegungen, mit Quoten die Zusammensetzung einer Profimannschaft zu regulieren – zumal es parallel dazu auch immer wieder Befürchtungen seitens einiger Funktionäre, Manager bzw. Trainer gab (Bereits 1988, als der Deutsche Basketball Bund (DBB) die Ausländerbestimmungen von einem auf zwei ausländische Spieler ermöglichte (drei durften insgesamt in einer Saison verpflichtet werden), sprach der damalige Bundestrainer Svetislav Pesic von "Schwachsinn", weil damit die Entwicklung einheimischer Talente vernachlässigt würde.).
Dass das Ansehen der Sportart davon beeinflusst wird, war klar, über die Auswirkungen war man sich jedoch nicht vollends bewusst. Wortkreationen wie z.B. "Feigenblatt-Deutsche" (Wolfgang Wiedlich, Präsident der Telekom Baskets Bonn) machten die Runde, da die Finanzierung deutscher Spieler nur unnötige Kosten verursachen würde, sodass es unter dem Strich Konsens darüber gab, dass nicht die Nachwuchsarbeit das Problem sei, "sondern die Hochbegabtenförderung" (Wiedlich).
Das mag richtig erscheinen. Seit der Saison 1996/97 löste sich die BBL GmbH vom DBB ab und zeichnete allein verantwortlich für das Ligageschehen. Dennoch behielten beide Basketball-Organisationen weiterhin die Nachwuchsförderung im Auge. Nach und nach wurden Förderprogramme ins Leben gerufen, die mehr junge Leute an das orangefarbene Leder führen sollten. Die bis 2007 in Nord- und Süd-Staffel unterteilte zweite Basketball Bundesliga wich der ProA und ProB, in der das Hauptaugenmerk auf dem Entwicklungsprozess und dem Erfahrungsschatz angehender einheimischer Profis liegen soll. In der NBBL kämpfen seit 2006/07 jährlich 32 U19-Teams um die Meisterschaft. Ab 2009/10 verbessert sich mit der JBBL (Jugend Basketball Bundesliga) und der WNBBL (Weibliche Nachwuchs Basketball Bundesliga) die landesweite Ausbildung von Kadetten. Außerdem führen diverse Erst- und Zweitligisten Workshops und Programme an Schulen durch, um regionale Talente zu sichten und frühzeitig für die Sportart begeistern zu können.
Es zeigt sich also, dass der Eisberg groß ist, die sichtbare Spitze – in diesem Fall also die Akteure, die im Profitum Annehmbares zu leisten im Stande sind – kaum zu sehen ist. Die 2004 von Wiedlich in die Diskussion eingebrachte Problematik der Hochbegabtenförderung ist nach wie vor knifflig. Und genau hier ist auch der Karren festgefahren.
Bauermann kämpft gegen Windmühlen
Zwei Jahre später, im August 2006 – die deutsche Nationalmannschaft gewann 2005 Silber in Belgrad, jedoch häuften sich Kritikerstimmen, dass es an elitärem Spielermaterial fehle, sobald der Kern der Auswahlmannschaft aufhört –, äußerte sich Dirk Bauermann in einem Interview während der Weltmeisterschaft in Japan zum Thema Nachwuchsarbeit. Bauermann beklagte bereits damals, dass schon früher "manches versäumt worden [ist], aber wichtig ist jetzt, dass der Profisport, also die erste und zweite Liga, und der Verband endlich zu gemeinsamen Konzepten finden. Tatsache ist, dass diese so genannte Goldene Generation bald abtreten wird. 2008 oder 2010 ist Schluss, dann wird ein Neuaufbau notwendig."
Zugleich bedauerte der Bundestrainer die geringfügige Förderung einheimischer Talente: "Die Spitzenförderung beginnt ja erst bei den 16-Jährigen. Das muss man nach vorne bringen, man muss sie im Alter von acht bis zehn Jahren begeistern", eröffnete er damals Parallelen zu anderen Sportarten wie beispielsweise Fußball. Dort gibt es Internate, in denen sportbegeisterten Jugendlichen die notwendigen Maßnahmen zuteil werden, sodass der Schritt zum möglichen Profitum ermöglicht wird. "Das fehlt bei uns im Basketball, da ist vieles zufällig und beliebig. Es gibt traditionelle Standorte, die das seit Jahren machen, und es gibt Bundesliga-Standorte, die das tun – aber eben nicht alle und auch nicht alle Zweitligisten. Dabei wären das 50 Standorte, und wenn man jeden zu einem Förderprogramm verpflichten würde – dann müsste das doch Auswirkungen haben." Die beanstandeten Maßnahmen wurden seither Stück für Stück umgesetzt. Es wird aber noch einige Jahre andauern, bis die ersten Erfolge sichtbar sein werden.
Außerdem kritisierte Bauermann schon damals die bescheidene Quotierung der BBL, da in der Saison 2005/06 nur ein deutscher Akteur auf dem Spielberichtsbogen hat stehen müssen. "Sie (die Quote) ist trotzdem wichtig, denn die Liga hatte sich ja entschlossen, den Markt komplett zu öffnen. Aber man muss überlegen, ob man etwa bis 2012 auf sechs Deutsche kommt", äußerte der National-Coach seine Wünsche. "Es ist wichtig, dass die Einsicht wächst, dass es nur mit Ausländern nicht geht." Über konstituierte Maßnahmen wie einheitliche Lizensierungsbestimmungen für die Klubs sei eine Regulierung und Ausgewogenheit möglich – unabhängig von athletischeren Spielern aus Übersee, die nur für kurze Zeit in den Kaderlisten der Teams auftauchen.
Gut ein Jahr später, im Juni 2007, schlug Bauermann erneut mit der Hand auf den Tisch. Wieder ging es um die gezielte Nachwuchsförderung. "Wenn wir im Wettbewerb mit den anderen Mannschaftssportarten bestehen wollen, muss die Liga ein deutsches Gesicht bekommen", forderte er damals im Focus. "Es gibt genügend deutsche Spieler, die es auch schaffen könnten – wenn man sie denn spielen lassen würde." Eindeutige Worte, die einerseits dem Ansehen der Basketball Bundesliga sicherlich keinen Abbruch tun, aber auch schwer zu realisierende Maßgaben, da Profiteams eben am Profit interessiert sind. Solange es zahlende Zuschauer in die Hallen zieht – die absoluten Besucherzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an –, rechnet sich das auch bei Teams, die hauptsächlich mit Ausländern für Furore sorgen.
In einer Untersuchung der Universität Bielefeld wuchs der Anteil ausländischer Profis in den letzten 15 Jahren in der BBL stark an. 1994/95 waren lediglich 17,1 Prozent der BBL-Profis Ausländer, in der Saison 2000/01 schon 39 Prozent. In der Spielzeit 2008/09 besitzt nahezu die Hälfte des gesamten Spielermaterials in der höchsten deutschen Liga keinen deutschen Pass.
Neben den transferpolitischen Möglichkeiten, die sich für die Klubs in der Vergangenheit auftaten, tut sich somit auch eine einfache Rechnung auf: Günstige und "fertige" Spieler aus dem Ausland bringen Erfolg, einheimische (und aufsteigende) "Helden" kosten hingegen nicht nur Zeit in der Entwicklung, sondern auch mehr Geld in der Förderung. Bezüglich der Bilanz ist es also logisch, dass Teams den Weg des geringeren Widerstands gehen. Mehr Gewinn bei geringeren Kosten gewährleistet das wirtschaftliche Überleben in der Sportwelt. Es ist ein Tanz auf der Rasierklinge, Unterhaltungswert, Erfolg, Identifikation und Sicherung der eigenen Existenz auf einen geeigneten Nenner zu bringen.
Die Bauermann-Kontroverse
Dass diese Probleme, wie eine Medaille, auch eine Kehrseite besitzen und als Herausforderung betrachtet werden können, ist seit jeher die Motivation Dirk Bauermanns. 2007 befand der Nationaltrainer die Regelung, bis zur Saison 2009/10 vier deutsche Profis auf dem Spielberichtsbogen stehen zu haben, als geeignet. "Dieser Schritt wird irgendwann Früchte tragen", hofft Bauermann. "In den Junioren-Nationalteams steckt viel Potential, das müssen wir mit gezielter Nachwuchsförderung wecken."
Eine Europameisterschaft und Olympische Spiele später – 2007 wurde Deutschland in Spanien Fünfter, qualifizierte sich für Peking 2008, schied dort aber nach der Vorrunde aus – nutzte Bauermann erneut die Macht der Medien, um öffentlichen Druck zu erzeugen. Bei eingangs angeführter Debatte über die Entwicklung von Spartensportarten (Basket-, Volley und Handball) in Deutschland wurde das Fass so lange hin und her bewegt, bis es überschwappte. Und die sensationslüsterne Medienmeute las die entstandene Pfütze wie einen Kaffeesatz – teilweise ohne den Zusammenhang zu erläutern.
Von der "Brandrede Bauermanns" (Sportbild, Kicker etc.) und seiner "Geißelung der BBL-Klubs" (Abendzeitung Nürnberg) war in der Presse zu lesen. Im Mittelpunkt der Kontroverse standen Bauermanns Aussagen „Die BBL ist ein entfremdetes Produkt, das niemandem weiterhilft. Den Fans nicht, den Sponsoren nicht und der Nationalmannschaft schon gar nicht.“ und „Wenn diese US-Boys nicht in Deutschland Verträge erhielten, müssten sie daheim im Supermarkt Kisten schleppen.“
Nirgends war davon zu lesen, dass vorab eine absichtlich provokant gestellte Frage des Moderators an den Bundestrainer herangetragen wurde ("Gibt es denn genügend so gute deutsche Spieler, dass jeder mit 6+ spielt?") und es für Bauermanns Äußerungen von den circa 300 Zuhörern sieben Sekunden lang Applaus gab. Aus diesem Grund gibt es nachfolgend den genauen Wortlaut des scheinbar explosiven Stoffs, bei dem es um die Rolle des Basketballs hierzulande im Vergleich zu anderen Sportarten ging:
"Klar gibt’s genügend gute deutsche Spieler", begann der National-Coach seine Antwort. "Es gibt eine Generation von Spielern, die 24 und jünger sind, die zu großen Hoffnungen Anlass gibt. Aber wenn man auch nicht einmal den Mut hat, einen jungen Spieler einzusetzen – und in ganz Europa hat das einen hohen Stellenwert. In Spanien spielt ein Ricky Rubio, seitdem er 16 Jahre alt ist, bei Badalona in der ersten Liga. Weshalb? Er spielt deshalb, weil es bei Fans, bei Präsidenten und bei Sponsoren eine hohe Wertigkeit hat, dass dieser Spieler spielt, und dann werden ihm auch Fehler, die auch er macht, obwohl er ein großes Talent ist, verziehen. Und wenn es in dem Zusammenhang in Deutschland keinen – das ist ein etwas hochtrabendes Wort – Paradigmenwechsel gibt, also wenn das keine Wertigkeit erhält, sondern es im Grunde vollkommen egal ist, ob da ein deutscher oder ein ausländischer Trainer sitzt, ob da deutsche Spieler spielen oder ausländische, dann wird es in der Sportart nicht weitergehen, und der Vergleich mit Handball beispielsweise hinkt komplett. Weil Handball ist ein europäischer Sport. Ich glaube nicht, dass es in Europa einen Verband gibt, der mehr Mitglieder im Handball hat als den deutschen. Basketball ist ein Weltsport. Es gibt keine Sportnation auf der Welt, in der Basketball nicht auf einem ganz hohen Niveau gespielt wird. Aus meiner Sicht sogar noch mehr als beispielsweise im Fußball. Denn die Chinesen spielen auf höchstem Niveau Basketball, die Amerikaner spielen auf allerhöchstem Niveau Basketball, da wird nicht wirklich Fußball gespielt. Insofern ist Basketball, wenn dann am ehesten vergleichbar mit Volleyball. Volleyball ist auch eine Weltsportart, die in allen Sportnationen dieser Welt mit hohem Einsatz betrieben wird. Insofern hinkt der Vergleich. Die Handballliga kann sich durchaus erlauben, den Markt komplett zu öffnen. Wir können uns das nicht erlauben, weil was passiert, ist, dass es eine unglaubliche Schwemme von amerikanischen Spielern gibt, nach Deutschland und in die Liga, die wenn sie nicht hier spielen würden, in Amerika wahrscheinlich …ähm … bei Walmart Kisten schleppen würden. Und insofern – so ist die Realität, ja? – müssten wir auf uns schauen, und schauen, dass bestimmte Regelungen, die woanders durchaus sinnvoll und möglich sind, hier eben nicht funktionieren, weil sie dazu führen, dass wir ein entfremdetes Produkt zeigen, das keinem hilft. Weder den Vereinen noch den Fans, den Sponsoren schon gar nicht und der Nationalmannschaft am Ende auch nicht."
Die scharf gewählten Worte sorgten im Nachhinein für den gewollten Effekt: Die Medien widmeten sich der Thematik in aller Ausführlichkeit. Es bildeten sich sogar zwei Lager, die einerseits Bauermanns Bemühungen unterstützten, andererseits gegen ihn ihr Wort erhoben. Teilweise war sogar von Rassismusvorwürfen (John Patrick, Coach von Göttingen) und Unverständlichkeit (Jan Pommer, BBL-Geschäftsführer) zu lesen, sodass Bauermann infolgedessen zurückruderte und sich für seine brisanten Behauptungen entschuldigte („Das [seine Äußerungen über die Amerikaner in der BBL] war eine absolute Eselei, die aus der Frustration heraus entstanden ist. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen.“ bzw. "Diesen Satz [dass die BBL ein entfremdetes Produkt sei] hätte ich mir verkneifen müssen. Das war flapsig und dumm.").
Betrachtet man die Sache aber nüchtern, ist die Beunruhigung Bauermanns berechtigt. Bereits nach dem diesjährigen BBL Pokalfinale in Hamburg bemängelte ein Artikel der Deutschen Presse Agentur (dpa) den Einsatz deutscher Spieler beim Titelgewinner Alba Berlin. Die Nationalspieler Philip Zwiener und Johannes Herber – Letzterer stand im Finale für 81 Sekunden auf dem Parkett – wärmten während des Final Four die Bank. "Die beiden Nationalspieler stehen exemplarisch für ein großes Dilemma in der Bundesliga: Die deutschen Profis bekommen kaum Einsatzzeit", wurde Anfang März geschrieben. Und selbst die Berliner Morgenpost veröffentlichte Anfang Januar 2009 ein Bauermann-Interview, in dem es hieß: "Ideal wäre, wenn von zwölf Spielern auf dem Spielberichtsbogen sechs Deutsche wären. [...] Ein stärkeres deutsches Element würde ihr [der BBL] gut tun."
Diese Problematik umreißt die Auswirkungen der Spielermarktöffnung und vergangener Entscheidungen von Verbandsseite. Des Weiteren wird deutlich, dass der Paukenschlag vom 13. März 2009 zuvor bereits leise zu vernehmen war. Das alles sowie die Debatte über eine Quote im deutschen Basketball werden ausführlich im nächsten Artikel der Serie "Basketball in Deutschland" behandelt.



von Dave von BOOM 15.04.09 um 11:51:41
Das! Thema, welches man am besten einen Verein, eine Partei und eine eigene Website widmen sollte. Exzellenter Artikel.
von nachtmuffel 15.04.09 um 12:31:14
sehr schön ... guter Artikel ... es muss nur GRÖßER und ÖFTER auf dieses große Thema aufmerksam gemacht werden, denn sonst wird diese schöne Sport nie einen großen Anteil deutscher Spieler in die Welt getragen bekommen und es werden weiterhin Spieler eingedeutscht, die irgendwo um 4 Ecken jemanden mit deutscher Herkunft haben ... traurig ...
von DiggerDeluxe@court 15.04.09 um 15:05:18
super artikel!!! ich denke um die nächsten generationen für bball zu begesistern würde es auch helfen wenn wieder im nba spiele im free tv gezeigt würden...aber das ist schon wieder ein anderes thema...oder auch nicht!
von Tomdawg 15.04.09 um 15:12:22
@ DiggerDeluxe@court:
Zur TV-Situation gab es vor 14 Tagen einen ausführlichen Beitrag:
[crossover-online.de]
von mister Defense 15.04.09 um 17:12:28
Es is einfach so das die bbl viel zu wenig für den Nachwuchs tut und sich daran so schnell glaub auch nix endern wird wenn...
Ich mein es müssen auch noch andere leute die für bessere Nachwuchsarbeit (vorallem) mit einem besseren konept din auf den Tisch hauen un mit allen ihnen zu verfügung stehenden mitteln dafür einsetzen nicht nur Bauermann. Denn jetzt mal ganz krass gesagt, wenn Bauermann den funktionären zu laut wird dann kann er vorallem durch die zurücknahme seiner aussagen gezwungen werden. Hier war das teilweise auch notwendig!! ihr wisst schon was ich mein das mit Walmart ud so, sowas sagt man einfach nicht. Aber was ich Grundsätzlich damit sagen will es müssen einfach mehr kritische stimmen laut werden damit sich tatsächlich etwas ändert!
Und Fans können auch etwas tun: So weit ich weis hat jeder coatch jeder assistent coatch un jeder Vorstandvorditzende eine e-mail sfresse die man auf der jeweiligen Vereinshompage einsehen kann! Was denkt ihr was passiert wnn jeder aus dieser comunity eine wirklich freundliche und ehrliche Mail an jeden BBL Klub oder auch nur an seinen Lieblingsverein schreibt die sich mit diesem Thema befasst und darin freundlich um eine höhere Eisatztzeit für Deutsche spieler bittet Ich behaupte vorallem die coatches wir das zum Nachdenken bewegen.
Und Absolut Niemand von euch hier kann mir erzählen dass so eine e-mail ungehört bleibt wenn das wirklich Jeder in dieser Comunoty durzieht! Vielleich könnte man ja im Forum gemeinsam eine Mail ausformulieren die dann jeder der hier einen account hat an alle BBL Klubs Sendet. Das würde 100% etwas bewegen und alle Fans hier könnten gemeinsam etwas für den Deutschen Basketball tun uns wir würden Herr Bauermann bei seinen bemühungen helfen
Die idee Mit der Hompage is auch sehr gut!
Der erste schritt um diese Idee zu verwirklich ist sicherlich das Komentar die wichtigsten Elemente aus dem Kommentar das ich jetzt gerade schreibe im Forum und in der ganzen Comunity zu verbreiten jeder kann mithelfen wenn er möchte!
Super Artikel wie schon gesagt wir brauchen mehr Einsatz für eine bessere Jugendarbeit mit einem besseren konzept und zwar von allen! Und dafür brauch die Welt mehr Artikel von dieser Sorte!!
Ich rede ja nix schlecht wenn Ich sage das der Deutsche Basketball in den kommenden jahren sonst den Bach runter geht!
Jetzt ist es Raus! das tut gut!!!!
von justuskoch 15.04.09 um 20:11:11
der kommentar war fast so spannend wie der artikel xD
ja mach einen e-mail vorschlag ich wäre dabei
von loehmel 15.04.09 um 22:26:34
ja, guter artikel!
und die idee von "mister Defense" finde ich auch super!
man könnte ja auch (ja ich weiß ich mach mir gerade bei den five leuten unbeliebt) die leute von der forward (einer zeitschrift die sich fast ausschließlich mit deutschem basketball beschäftigt) miteinbeziehen... da wären sicher auch einige dabei die mitmachen würden!
von jordan234512 15.04.09 um 22:54:14
Man man das was Herr Bauermann sagt ist schon so richtig!!! Nur sehe ich nicht das die BBL-Klubs das durchsetzen werden, zumindest nicht ohne eine einheitliche Regelung! @misterdefense das kann ich mir leider nicht verkneifen aber: 1. entweder du hast gesoffen oder 2. du bist des deutschen echt nicht fähig soviel Rechtschreibfehler gehn ja mal gar nicht!!! Aber wenigstens passt deine Einstellung.
So schönen Tag noch aus Braunschweig
von Hegel 16.04.09 um 07:06:43
Also ich sehe meinen eigenen Verein lieber erfolgreich als mit 5 mittelklassigen deutschen Spielern auf dem Parkett. Mir reichen bei Paderborn ein Nolte und Garris als deutscher Anteil vollkommen aus. Das einzige was mich stört ist, dass ein Terwilliger nicht durch Oehle ersetzt wird, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Mit einer 6/6-Regel hätte Paderborn niemals Playoff-Chancen, momentan jedoch schon. Deswegen ist meine Meinung, dass die jungen Deutschen gut genug sein müssen, sich aufdrängen sollen und genauso viel "kosten sollen" wie gleichwertige Amerikaner. Dann werden sie auch spielen!
von Webocat 16.04.09 um 08:52:10
wenn alle bbl-clubs eine 6/6 regelung hätte dann wäre paderborn doch nicht so im nachteil, die vereine müssten halt viel im scouting investieren. nicht nur proA und proB, auch in der regionalliga gibt es sicherlich spieler, in denen ein guter spieler schlummert.
klar müssen proficlubs mehr investieren, aber ich gehe da noch weiter. alle amateurclubs müssen mehr investieren! in meiner umgebung gibt es so viele teams, die keine oder maximal eine jugendmannschaft hat, das ist zu wenig. auch von kleinen vereinen kann immer mal einer zum profi werden. also wenn ihr irgendwo bei nem kleinen verein spielt dann könnt ihr mal gucken, wie es bei euch so betrieben wird mit der jugendarbeit.
ich bin selbst bei einem kleinen verein und bei uns wurde früher die jugend leider nie gefördert. wir sind jetzt dabei das ganze auszubauen, ziel ist es, eine U18, U16, U14, U12 und eventuell U10 am spielbetrieb zu haben. da hat man schon etwa 50 bis 60 jugendspieler. aus 60 leuten kann immer mal ein talentierter dabei sein, der zu mehr fähig ist.
von Mt.Mutombo 16.04.09 um 09:10:41
Eigentlich kann es doch wurst sein, ob ein deutscher Verein mit 6/6 Regelung oder meinetwegen sogar einer 8 Deutsche, 3 EU Ausländer, 1 Nicht-EU Ausländer im Europäischen Vergleich für 5-8 Jahre mittelmäßig spielt, denn: Ich bekomme es als Fan, der NICHT an einem BBL Standort wohnt, eh nur aus der Zeitung mit.
Fakt ist: Leistungssport Basketball ist für den deutschen Nachwuchs einfach ein zu hohes Risiko (Geringer Verdienst und Altersabsicherung, bei Verletzung stehst du vor dem Ruin), es gibt gerade aus den 2.ten/3.ten Ligen (egal wie die jetzt heißen) genug Talente, die bis 18-19 mitmachen und dann merken "studier lieber BWL oder Sportmanagement und zock in der Freizeit".
Auch wenn ich nochmal das TV anspreche, aber da liegt doch ein großer Teil des Hundes begraben; mit jeder noch so blöden Randsportart, und wenn es schottisches Fichtenstemmen ist, kann ich mich im TV identifizieren. Zu meiner richtig aktiven Jugendzeit mitte der Neunziger hat man zumindest mit Basketball-Sendungen auf SAT1 ein bisschen Flair und vor allen Dingen MOTIVATION einholen können. Klar, ich bin nie größer als 1,78 geworden und Dunken klappte mal beim Aufwärmen, aber man muss Kindern doch eine Illusion geben, damit sie sich richtig reinsteigern. Macht doch mal ne Umfrage bei deutschen Jugendbasketballern, dass sie bitte 10 aktive deutsche Spieler der BBL namentlich nennen sollen. Ganz ehrlich: Selbst ich könnte das nicht aus dem Stehgreif.
Warum ist die BBL bitte zu bescheuert, für ganz schmales Geld die Rechte an ARD/ZDF zu geben?! Lieber die dahinsiechende Kuh noch so lange treten, wie ein paar Tropfen rauskommen, anstatt sie direkt zu begraben und sich um die Kälber zu kümmern. Und wenn euch das zu Blöde ist, dann streamt doch bitte Live aus allen Hallen im Internet.
Deswegen bleibt, aus Teilen dessen was ich hier vermute, aber auch aus ganz anderen, uns nicht einsichtbaren Dingen, die Erkenntnis: National ist deutscher Basketball zum absterben verurteilt, international nach der Ära Nowitzki (wohl in 3-4 Jahren vorbei) wird es eine extrem lange Dürreperiode geben und selbst bei den nicht-ganz-so-großen internationalen Wettbewerben (also außer EM und WM) werden deutsche Teams Aufbaugegner mit höchstens 2-3 Überraschungssiegen bleiben.
Webocat hat auch recht: Für den Breitensport wird ja fast nichts getan, wobei auch viele Breitensport-Vereine zu blöde sind, ihre Trainer zu kostengünstigen Ausbildungen zu schicken. Die breite Masse spielt eben NICHT bei den BBL Clubs in der Jugend, sondern bei Vereinen, die in der Oberliga oder Regio die erste Mannschaft haben.
Ich glaube ich könnte darüber noch 2.000 Zeilen tippen, aber obwohl Mr.Defense da interessante Ansätze verfolgt, wird sich aus einem Grund nichts ändern und der heißt "BBL Vorstand". Wenn schon ein Bauermann zurück gepfiffen wird, hat eine Email von austauschbaren Headcoaches in der BBL auch keine Auswirkung. Einzige Möglichkeit wäre doch, wenn alle deutschen BBL Coaches/Spieler/Assistenztrainer/Hallenputzer/Balljungen morgen sagen würden "Wir hören auf, wir identifizieren uns nicht mit der DEUTSCHEN Liga und hier gibt es keine Zukunft für den DEUTSCHEN Basketball."
Und auch wenn einiges vielleicht radikal klingt, was ich hier sage: Ich selbst bin Halbausländer, also bevor sich jemand daran aufgeilt, dass ich "deutsch" in Großbuchstaben schreibe, versucht es nicht einmal. ;) Herrn Bauermann wurde ja auch dank 3 dummer Zeilen der komplette Wind aus den Segeln genommen.
von Webocat 16.04.09 um 09:40:27
ja klar TV ist nen ganz großes thema, auch wenn darüber schon heiß diskutiert wurde. aber das hängt automatisch mit der jugendförderung zusammen, kids eifern immer idole nach. die fußball-kids wollen doch alle so wie diego, ribery oder was weiß ich spielen. die deutschen kids? nowitzki sehen die ja nicht im TV, in der bundesliga gibt es kaum interessante Spieler zum identifizieren, auch wenn die BBL im TV gezeigt werden würde. echt schade.
von wowa81nrw 16.04.09 um 11:20:06
So lange sich alles nur um das liebe geld geht in der BBL wird sich nicht ändern
Die Vereine müssen wieder mehr rücksicht auf die fans nehmen und sich fragen was sie wollen
von Bone Collector 16.04.09 um 20:27:24
Hey Leute ich würde mal vorschlagen, dass ihr weniger darüber nachdenkt , man könne nichts ändern solange es den Vereinen ums Geld geht, sondern , dass wir uns mit dem Vorschlag von Mr.D beschäftigen und uns darüber gedanken machen wie wir etwas tun können um wenigstens etwas zu bewirken.
Doch dann müsste man sich ernsthaft damit auseinander setzen.
von Dave von BOOM 17.04.09 um 10:17:44
Neben dem Versenden von E-mails an Bundesliga-Trainer kann man sich zusätzlich an die BBL selbst wenden. Auf deren Hompage sind im Impressum (am unteren Rand der Website) sämtliche E-mail-Adressen der Liga-Verantwortlichen zu finden. Dafür muss man die BBL mal loben...;-)
von Mt.Mutombo 17.04.09 um 11:15:57
Also ich bin kein hausgemachter Pessimist, aber wenn nicht eine wirklich GROSSE Anzahl von Leuten (ich spreche hier von deutlich mehr als 5.000) die BBL mit Emails bombardiert, interessiert sich keine Sau dafür. 2000 Leute beschweren sich? Also bitte, BBL ist ein WIRTSCHAFTSunternehmen und keine Sozialanstalt. Abgesehen davon würde ich nicht die Schlange am Kopf angreifen, sondern ihr die Nahrung wegnehmen. Auf breiter Ebene die allgemeine Kritik äußern, über Homepages, initiativen etc. und dies auch den Sponsoren klar machen. Sollten da namhafte Leute mitziehen, muss die BBL reagieren. Ob jetzt ein paar tausend Zocker böse auf die BBL sind, wird sie nicht interessieren.
von Dave von BOOM 17.04.09 um 15:58:15
Sehe das ähnlich wie Mt. Mutombo...
Hatte ursprünglich folgenden Vorschlag an die crossover-Redaktion zu "In die Röhre schauen/BBall im Free-TV" gemacht.
Andererseits würde dieser auch hervorragend zum aktuellen Thema passen:
(M)ein Vorschlag bez. deutsches Gesicht in der BBL:
die Namen der Hauptverantwortlichen sind, denke ich, wenigstens den Insidern bekannt. Was haltet ihr davon, dass sich ein Pool aus diesen Insidern (Fach-Journalisten aus Print- und Online-Medien) zusammensetzt und einen offenen Brief an die Verantwortlichen schreibt.
Falls man mit vereinten Kräften (inkl. der gesamten Abonnenten bzw. User im Rücken!) und entsprechendem Platz zur Auf-und Nachbearbeitung des Themas bereitstellen könnte, wären die Chancen einer Aufklärung bzw. Veränderung im Sinne der Fans erheblich größer, als wenn wir das hier, im kleineren Kreis (weiter) diskutieren würden.
Hab´das mal grob addiert...zählt man die Abonnements bzw. Mitglieder der jeweils 3 größten BBall-Magazine und Online-Portale zusammen übersteigt man locker die Zahl von 100.000! Ok, da sind bestimmt einige Fans mehrfach enthalten, aber egal, die Zahl kann Druck erzeugen.
Ich denke, das könnte so oder in ähnlicher Form klappen, wenn alle am bekannten Strang ziehen.
von Basket-Magier 03.05.09 um 15:42:16
Die Ansprache bzw der Artikel ist auf jeden fall berechtigt, aber warum hat er das dann nicht selber bei seinen Mannschaften umgesetzt.....
Eine 1-4 Regelung muss drin sein!!!!
von Dave von BOOM 03.05.09 um 23:00:36
Ich bin froh, dass wenigstens die 2. Liga die Zeichen der Zeit erkannt hat. Ein erster Erfolg ist das auf jeden Fall, auch für Coach Bauermann. Wenn die Manager der BBL Eier in der Hose und Hirn im Kopf hätten, wäre BBall-Deutschland schon Lichtjahre weiter...