Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




BBL-Wochenrückblick

Nägelkauen in Bonn und Trier

Die Krimis in Bonn und Trier (Foto: Coach Henrik Rödl) endeten jeweils mit einem Punkt Unterschied, vier Neuzugänge gaben ihr BBL-Debüt am vergangenen Spieltag und Pascal Roller beendete seine Karriere mit einem Abschiedsspiel in Frankfurt.

Von Thomas Käckenmeister
 29.01.2012 |

Das TV-Spiel der Woche zwischen Bonn und Berlin hatte alles, was ein gutes Basketballspiel ausmacht: Starke Offensiv- wie Defensivaktionen und Spannung bis zum Schluss.

Da ist es irgendwie verständlich, dass Alba-Coach Gordon Herbert nach dem Spiel Parallelen zur Vorwoche sah, als sich die Ligaelite in Ludwigsburg zum Allstar Day versammelte: „Wir haben mit der Einwechslung von (Heiko) Schaffartzik, (Lucca) Staiger und (Sven) Schultze neue Impulse setzen können. Danach haben wir endlich als Team gespielt, auch wenn das ganze Spiel wie ein Allstar-Game wirkte, bei sovielen Offensiv-Aktionen.“

Was Herbert ansprach, war der katastrophale Fehlstart seines Teams, das nach sechs Minuten mit 21:8 zurücklag. Ab Mitte des zweiten Viertels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den DaShaun Wood (19 P, 6 R) eine Sekunde vor Schluss per Korbleger entschied. Alba holte damit einen wichtigen 91:92-Auswärtssieg.

Einen wichtigen Heimsieg feierte die TBB Trier. Im Abstiegskrimi gegen die EnBW Ludwigsburg setzten sich die Moselstädter u.a. dank Geburtstagskind Maik Zirbes (22 P, 9 R) mit 75:74 durch. In der ruppigen Partie – insgesamt 47 Freiwürfe – hieß der Topscorer der Gäste ausgerechnet Neuzugang Anthony Fisher (14 P), der die vierte Pleite der Barockstädter aber auch nicht abwenden konnte. Der zweite neue Ludwigsburger, Center Ermin Javzin, sammelte sechs Punkte und fünf Rebounds. Ludwigsburg steht damit auf einem Abstiegsplatz, während Trier seit langer Zeit wieder den 17. Rang verließ. „Es war unser Bestreben, die einfachen Würfe des Gastes zu verhindern, das ist uns in der zweiten Halbzeit gelungen und war letztendlich der Schlüssel zum Sieg“, bilanzierte TBB-Coach Henrik Rödl.

Am Tabellenende steht weiterhin die BG Göttingen, die zum siebten Mal in Folge ein Spiel abgeben musste. Bei der Rückkehr des ehemaligen Coaches John Patrick, der vor dem Spiel betonte, „100 Prozent Würzburger zu sein“, versuchten die Veilchen über Kampf ins Spiel zu kommen. Zur Halbzeit stand es 22:25, nach drei Vierteln 41:43 für die Gäste. Erst im Schlussabschnitt zogen die Unterfranken davon, nachdem die BG zur Mitte des Viertels auf 48:52 verkürzen konnte. Bei Würzburg war Ivan Elliott mit 25 Punkten und acht Rebounds nicht zu stoppen. Bei beiden Teams standen auch Neuzugänge auf dem Parkett: Darrell Tucker für Göttingen (6 P, 6 R) und Jermaine Bucknor für Würzburg (2 P, 3 R). Dennoch blebit neben dem Abstiegsgespenst ein weiterer übler Wermutstropfen für Göttingen: BG-Center Raymond Sykes brach sich im Schlussviertel das rechte Sprunggelenk beim Versuch, ein Offensiv gegen Chester Frazier anzunehmen. "Es ist einfach nur noch zum Heulen", klagte Pressesprecher Björn-Lars Blank. "In dieser Saison bleibt uns offensichtlich nichts erspart. Es ist sehr wahrscheinlich das Saison-Aus für Raymond Sykes. Doch wir werden weiter kämpfen.“

An der Tabellenspitze bleibt hingegen alles unverändert. Bamberg gewann bei den verletzungsgeplagten New Yorker Phantoms Braunschweig mit 79:88, Quakenbrück holte einen 85:95-Auswärtssieg in Hagen und Ulm fuhr einen lockeren 74:52-Sieg gegen Bayreuth ein.

Der FC Bayern München hingegen sucht weiterhin nach einem Mittel, um auswärts zu bestehen. In Tübingen kam der Aufsteiger mit 80:65 unter die Räder und verlor bereits zum achten Mal in Serie ein BBL-Spiel in fremder Halle. "Als FC Bayern müssen wir uns besser präsentieren", skandierte Dirk Bauermann nach dem Spiel. Sind die Playoffs womöglich in Gefahr? Noch stehen die Münchner auf dem achten Tabellenrang. Dahinter lauern Bonn und Bremerhaven.

Bereits vor der Allstar-Pause trafen sich Gießen und Frankfurt zum Hessenderby, das die 46ers deutlich mit 65:78 für sich entscheiden konnten. Dadurch hatten beide Teams am vergangenen Wochenende spielfrei, sodass die Frankfurter Pascal Roller mit einem Abschiedsspiel würdigten, bei dem u.a. Denis Wucherer, Robert Maras und Jukka Matinen aufliefen. Das Ergebnis von 85:80 war an diesem Abend zweitrangig. „Es war schön zu sehen, dass Pascal sich über das Spiel heute so gefreut hat. So hatte er einen schönen, endgültigen Abschied vom aktiven Basketball. Ich bin mir aber sicher, dass er mit Herz und Seele immer Basketballer bleiben wird“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.

BuLi-Manager Spieler des Spiels: David Holston (Artland Dragons)

Der kleinste Spieler der Liga (1,78 m) vollbrachte gegen Hagen Großes: Die 48 Fantasy-Punkte, die der Point Guard der Artland Dragons verbuchte, kamen durch 28 Punkte, sieben Rebounds, neun Assists und vier Steals zustande.

Deutsche Fünf der Woche

G: Heiko Schaffartzik (Berlin gg. Bonn: 12 P, 4 A)
G: Per Günther (Ulm gg. Bayreuth: 10 P, 3 A)
F: Philip Zwiener (Trier gg. Ludwigsburg: 10 P, 5 R, 4 A)
F: Maik Zirbes (Trier gg. Ludwigsburg: 22 P, 9 R)
C: Tibor Pleiß (Bamberg gg. Braunschweig: 17 P, 5 R)

Erste Fünf der Woche

G: David Holston (Quakenbrück gg. Hagen: 28 P, 7 R, 9 A, 4 S)
G: Jared Jordan (Bonn gg. Berlin: 16 P, 14 A)
F: Ivan Elliott (Würzburg gg. Göttingen: 25 P, 8 R, 2 A)
F: Anthony King (Quakenbrück gg. Hagen: 20 P, 8 R, 4 B)
C: Maik Zirbes (Trier gg. Ludwigsburg: 22 P, 9 R)




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von Crossover 17.05.2012 um 09:26:25


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