Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




BBL-Wochenrückblick

Frust- und Festtage

In Trier, München, Bremerhaven und Göttingen herrscht Katerstimmung zwischen den Jahren. Der FC Bayern trennte sich von Ben Hansbrough, Jamison Brewer verließ Bremerhaven. Jubel hingegen bei den Artland Dragons, die Alba Berlin die erste Niederlage nach neun Siegen in Folge zufügten.

Von Thomas Käckenmeister
 28.12.2011 |

Beim Spiel zwischen Würzburg und München am 23. Dezember war Ben Hansbrough, ehemals hoch gehandelter College-Star, nicht in der Halle. Somit erlebte er auch nicht, wie der FC Bayern nach einer 12:0-Führung das Zepter im weiteren Spielverlauf aus der Hand gab - nicht zuletzt, weil Würzburgs Ricky Harris (15 P) aufdrehte - und die vierte Auswärtspleite in Folge kassierte.

"Das Spiel war hochspannend, es hätte heute in jede Richtung gehen können. Wir hatten gute Gelegenheiten und offene Dreier, die wir nicht nutzen konnten. Der Dreier von Ben Jacobson aus dem Dribbling heraus war so ein wenig wie der Dolch in den Rücken", konstatierte FCB-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel, in dem Würzburg 19 Offensiv-Rebounds fischte und so den Grundstein für den 64:55-Sieg legte.

Hansbrough und Brewer verlassen Beko BBL

Doch zurück zu Hansbrough: Dessen Vertrag beim BBL-Aufsteiger wurde aufgelöst. An Heiligabend ging die Meldung durch die Medien. In zehn BBL-Spielen stand der US-Guard durchschnittlich weniger als 14 Minuten auf dem Feld und kam auf 5,5 Punkte und 2,7 Assists. "Wenn jemand nicht für diesen großartigen Verein spielen will, dann kann er gehen. Wir wollen Spieler, die sich mit uns identifizieren, und können keine Störfeuer brauchen", erklärte Bayerns Basketball-Chef Bernd Rauch gegenüber der Bild-Zeitung.

Die Eisbären Bremerhaven trennten sich von Guard Jamison Brewer (13 Spiele, 29,5 MpG, 4,9 PpG, 3,2 RpG, 5,1 ApG). "Jamison hat sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen, die Eisbären zu verlassen. Dies müssen wir respektieren", erklärte Eisbären-Manager Jan Ratjen. Als Ersatz kam Alex Gordon, der bereits gegen Bayreuth auflief und fünf Punkte erzielte. Dabei sahen die Norddeutschen lange Zeit wie der Sieger aus. Sie lagen mit 14 Punkten vor, verspielten aber im Schlussviertel ihre Siegchance. Der BBC, der auch im fünften Heimspiel unter dem neuen Coach Marco van den Berg ungeschlagen ist, gewann dank eines 34:19-Schlussviertels und der Entscheidung durch Beckham Wyrick mit 90:86.

Berlins Siegesserie von Quakenbrück gestoppt, Bamberg erobert Spitzenplatz

Auch Alba Berlin, das zuletzt neun Siege in Folge feierte und Weihnachten durch einen 89:58-Sieg über Ulm an der Tabellenspitze verbrachte, erhielt einen Dämpfer in Quakenbrück. Die Hauptstädter verspielten eine 16-Punkte-Führung aus dem zweiten Viertel und mussten sich letztlich mit 97:89 geschlagen geben.

"Wir haben gesehen, dass Basketball ein Spiel mit Vierteln ist. Im ersten Viertel haben wir gut gespielt, im zweiten, dritten und vierten die anderen", suchte Alba-Coach Gordon Herbert nach Antworten. Die Drachen festigten damit den vierten Rang in der Tabelle, Berlin rutschte auf den dritten Platz ab.

Auf dem zweiten Tabellenplatz steht ratiopharm Ulm, das deutlich mit 84:101 in Bonn gewann. Die Brose Baskets haben sich den Spitzenplatz zurückerobert. Der vierte Sieg in Folge gelang den Franken in Trier. Allerdings war dies ein hartes Stück Arbeit. Erst nach Verlängerung jubelten die Gäste mit 70:75.

Duell zwischen Maik Zirbes und Tibor Pleiß

Das interne Duell der deutschen Center zwischen Tibor Pleiß und Maik Zirbes entschied ganz klar der Moselstädter für sich. Pleiß kam in 33,5 Minuten auf ein Double-Double (15 P, 13 R), während Pleiß in 15,5 Minuten enttäuschte und lediglich vier Rebounds sammelte.

Doch auch der Vorteil unter den Körben konnte die vierte Niederlage der Trierer nicht verhindern. Henrik Rödl meinte nach dem Spiel: "Was soll ich sagen, ich muss meine Mannschaft loben für den Kampf und den Willen das Spiel zu gewinnen. Wir haben uns zurückgekämpft im letzten Viertel, hatten den letzten Wurf, leider ging er daneben. Ich bin guten Mutes für die weiteren spiele, irgendwann muss der Knoten platzen. In der Verlängerung konnten wir Gavel nicht kontrollieren, der den entscheidenden Vorsprung herausschoss."

Trier steht nun auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur Göttingen hat weniger Siege eingefahren. Ein Sieg würde für die TBB wieder den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld bedeuten.

Ähnliches gilt auch für die EnBW Ludwigsburg, die nach dem Rückzug des Hauptsponsors zum Saisonende und der Entlassung von Markus Jochum auch das erste Spiel unter Interims-Coach Steven Key verlor. Hagen zog Barockstädtern mit 81:94 den Zahn.

Zahnlos agierten auch die Walter Tigers aus Tübingen, die in Oldenburg (91:69) zurück auf den Boden der Tatsachen geholt wurden. Direkt hinter den Tübingern, die auf dem 13. Platz der Tabelle stehen, sind die LTi Giessen 46ers. Die Mittelhessen verloren ihr Heimspiel am vergangenen Donnerstag gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig mit 62:63. "Eine solche Niederlage ist so kurz vor Weihnachten natürlich besonders bitter", sagte 46ers-Coach Björn Harmsen.

BuLi-Manager Spieler der Woche: Jermareo Davidson (Frankfurt)

Zwei Siege in Folge, zweimal war Frankfurts Jermareo Davidson bester Mann auf dem Parkett. Am 2. Weihnachtstag ließ Skyliners-Coach Muli Katzurin lediglich sechs Spieler gegen Göttingen antreten. Davidson rockte die Zone mit 18 Punkten, elf Rebounds und sechs Blocks! Am Ende sprangen ein Sieg und für ihn 33,5 Fantasy-Punkte heraus.

Deutsche Fünf der Woche

G: Steffen Hamann (München gg. Würzburg): 9 P, 4 R, 5 A, 4 S
G: Heiko Schaffartzik (Berlin gg. Quakenbrück): 8 P, 8 A
F: Philip Zwiener (Trier gg. Bamberg): 12 P, 4 R
F: Guido Grünheid (Quakenbrück gg. Berlin): 9 P, 4 R
C: Maik Zirbes (Trier gg. Bamberg): 15 P, 13 R

Erste Fünf der Woche

G: David Holston (Quakenbrück gg. Berlin): 25 P, 5 A, 2 S
G: Tristan Blackwood (Hagen gg. Ludwigsburg): 27 P, 5 A
F: Marko Simonovic (Berlin gg. Ulm): 18 P, 7 R, 4 A
F: Jermareo Davidson (Frankfurt gg. Göttingen): 18 P, 11 R, 6 B
C: John Bryant (Ulm gg. Bonn): 21 P, 9 R, 2 B




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Kommentare

(2 Kommentare bisher)

von bigboi9 28.12.11 um 13:31:01


Alba hatte sogar 9 Siege in Serie in der BBL! :)



von Sh1va 28.12.11 um 13:49:33


"Das interne Duell der deutschen Center zwischen Tibor Pleiß und Maik Zirbes entschied ganz klar der Moselstädter für sich. Pleiß kam in 33,5 Minuten auf ein Double-Double (15 P, 13 R), während Pleiß in 15,5 Minuten enttäuschte und lediglich vier Rebounds sammelte."

--> sehr gut :D



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