Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




BBL-Wochenrückblick

Englische Wochen

Der Doppelspieltag in der Beko BBL bot den Fans reichlich Action und Hochspannung. Während Göttingen unaufhaltsam Richtung Abstieg eilt, bleibt der FC Bayern seiner Auswärtsschwäche treu. Niederlagen mussten auch Quakenbrück und Ulm einstecken, bleiben aber weiterhin auf Playoff-Kurs. Davon ist Oldenburg zuletzt abgekommen.

Von Johannes Beyer
 19.02.2012 |

Der FC Bayern München zeigte auch in der vergangenen Woche zwei Gesichter. Im heimischen Audi Dome setzten sich die Bayern gegen ratiopharm Ulm in einer intensiven Begegnung knapp mit 87:83 durch. Ein starkes letztes Viertel und die hervorragend aufspielenden Je’Kel Foster (22 P) und Jared Homan (21 P) waren letztendlich Garant für den Münchner Sieg. Dennoch hielt die Feierlaune der Bayern lediglich für drei Tage: Bei den Fraport Skyliners lieferte die Mannschaft von Head Coach Dirk Bauermann erneut eine enttäuschende Vorstellung in fremder Halle ab. Das 49:68 bedeutet neben der zehnten Auswärtsschlappe der Saison zugleich die höchste Saisonniederlage des ambitionierten Aufsteigers. „Unsere Leistung war nicht akzeptabel. So darf eine Mannschaft, die einen großen Verein vertritt nicht auftreten. Man sieht, dass die Mannschaft ein Problem im Kopf hat, auswärts zu spielen. Daran müssen wir arbeiten und Lösungen finden“, ärgerte sich Bauermann nach der Niederlage.

Besser als für die Münchner läuft es hingegen für die s.Oliver Baskets Würzburg. Der zweite Aufsteiger nimmt aus der letzten Woche zwei Siegen mit und festigt damit die Chancen auf die Playoff-Teilnahme. Im über weite Strecken durchschnittlichen Franken-Derby gegen den BBC Bayreuth behielten die Unterfranken mit 64:55 die Oberhand. Bereits im ersten Viertel (16:7) legten die Baskets den Grundstein für den Erfolg. Der BBC kämpfte sich zwar nochmals zum Ausgleich, aber in der Folge zogen die Gäste aus Würzburg erneut an und verwalteten ihren Vorsprung souverän. Und auch am Samstag präsentierten sich die Baskets bissig. Gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig siegten die Würzburger deutlich mit 72:54. Gegen den direkten Konkurrenten um die Playoffs sahen die 3.140 Zuschauer in der ausverkauften s.Oliver Arena über drei Viertel eine hart umkämpfte Partie, ehe die Hausherren im letzten Spielabschnitt den Sack zumachten.

Auch die Eisbären Bremerhaven kämpfen um die Playoffs. Am Mittwoch feierten die Norddeutschen gegen die Fraport Skyliners einen wichtigen 76:70-Erfolg. Angeführt von Anthony Smith, der mit 25 Punkten bester Spieler der Partie war, reichte den Eisbären ein starkes zweites Viertel, um vor heimischem Publikum zu triumphieren. Anders lief es hingegen am Samstag. Im Gastspiel gegen ratiopharm Ulm bekamen die Bremer den ganzen Frust der Ulmer Niederlage beim FC Bayern zu spüren. Lediglich im ersten Viertel konnte Bremerhaven dabei ein ausgeglichenes Spiel gestalten, ehe Ulm in der Folgezeit stetig den eigenen Vorsprung ausbaute und am Ende deutlich mit 98:71 siegte. Dennoch bleiben die Eisbären mit zwölf Siegen ein heißer Kandidat auf die Playoffs. Die Ulmer sind nach den zwei Niederlagen gegen Bamberg und München wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und festigten ihren zweiten Tabellenplatz.

Frustbewältigung betrieben auch die Spieler von Alba Berlin. Nach dem Aus im Pokal – 89:95 nach Verlängerung gegen Braunschweig (siehe unten) – setzten sich die Albatrosse überraschend deutlich gegen die Artland Dragons durch. Beim 94:70 der Berliner konnten die Gäste aus dem Artland kein Viertel für sich entscheiden. Berlin zeigte sich hingegen kämpferisch und überzeugte durch eine starke Leistung der ersten Fünf. Als überragender Akteure auf dem Parkett stach DaShaun Wood hervor. Der Aufbauspieler markierte 30 Punkte, sechs Rebounds und vier Vorlagen. Durch den Sieg bleiben die Hauptstädter den Dragons auf den Versen und liegen nur noch einen Sieg hinter dem Tabellendritten.

Bei den EWE Baskets Oldenburg steht eine Minikrise direkt vor der Tür. Nachdem es für die Donnervögel im Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn bereits am Mittwoch eine satte 75:99-Klatsche setzte, bei der Bonns Spielmacher Jared Jordan mit 18 Vorlagen den Rekord von Austen Rowland aus der Saison 2006/2007 einstellte, verloren die Niedersachsen am Samstag auch ihr Gastspiel bei den Walter Tigers Tübingen. Die Krunic-Truppe zeigte sich bei den Schwaben zwar verbessert, verschenkte gegen bissige Tiger jedoch eine 13-Punkte Führung und stand nach dem 77:81 erneut mit leeren Händen da. Während Oldenburg nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen wieder um die Playoffs zittern muss und auf dem Markt nach einem neuen Spieler sucht, können die Tübinger mit vier gewonnen Spielen in Serie den Abstiegskampf langsam aber sicher hinter sich lassen.

Eine glücklose Woche erlebten auch die LTi Giessen 46ers. Gegen die Artland Dragons, welche auf ihre Leistungsträger David Holston und Nathan Peavy verzichten mussten, verloren die Hessen denkbar knapp mit 70:72. Zwar hatten die Gäste in den letzten vier Sekunden noch drei Möglichkeiten, das Spiel in die Verlängerung zu bringen oder sogar zu gewinnen, doch alle Würfe verfehlten knapp ihr Ziel. Und auch gegen den BBC Bayreuth fehlte den 46ers am Ende das Glück. Vor heimischer Kulisse führte Gießen bereits zur Halbzeit mit 16 Punkten, brach nach dem Seitenwechsel aber völlig ein. Angeführt von den starken Danny Gibson, Brandon Hunter und Osvaldo Jeanty, die zusammen 64 Zähler auflegten, drehte der BBC das Spiel. Durch die 83:86-Niederlage finden sich die Hessen nun auf einem Abstiegsplatz wieder und zittern weiter um den Verbleib in der Liga. Bayreuth kann nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hingegen wieder ein wenig durchatmen.

Weiter zittern muss nach dem 23. Spieltag hingegen Phoenix Hagen. Die Feuervögel zeigten gegen die TBB Trier eine enttäuschende Vorstellung und stehen nach dem 89:66 unter Zugzwang. Bereits zur Halbzeit war in der Arena Trier die Entscheidung gefallen: Mit 55:25 lagen die ausgeglichenen Hausherren nach den ersten 20 Minuten in Front und hatten am Ende keine Probleme, diesen Vorsprung über die Zeit zu bringen. „Heute waren wir sehr konzentriert, wussten um den direkten Vergleich. Wir hatten in der Anfangsphase schon die Weichen stellen können. Unsere Trefferquote war sehr gut, gab uns auch das nötige Selbstvertrauen“, zeigte sich Triers Head Coach Henrik Rödl nach dem Erfolg seiner Mannen zufrieden.

Punktgleich mit Hagen kämpft auch die EnBW Ludwigsburg um den Klassenerhalt. Gegen die BG Göttingen dominierten die Barockstädter am Mittwoch nach Belieben und fuhren durch das ungefährdete 92:64 zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf ein. Gegen die Telekom Baskets Bonn mussten die Ludwigsburger am Samstag jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Im Telekom Dome hatten die Schwaben letztendlich keine Chance und hatten trotz 16 Punkten von Neuzugang Matt Howard mit 78:90 das Nachsehen.

Für die BG Göttingen war nach der Niederlage in Ludwigsburg auch gegen die Brose Baskets nichts zu holen. In einer einseitigen Begegnung setzte sich der Meister ohne Probleme mit 68:101 durch und festigte so den ersten Tabellenplatz. Am anderen Ende der Tabelle stehen weiterhin die Göttinger, denen bereits zehn Punkte zum Klassenerhalt fehlen.

Braunschweig komplettiert Beko BBl Top Four

Während sich die Brose Baskets Bamberg und ratiopharm Ulm nach Siegen gegen die Artland Dragons bzw. die EWE Baskets Oldenburg bereits für das Top Four-Turnier in Bonn qualifizierten, kämpften Alba Berlin und die New Yorker Phantoms Braunschweig am vergangenen Mittwoch um das Erreichen der Endrunde des Pokals. In einer spannenden Partie setzten sich die Phantome dank einer überragenden Mannschaftsleistung mit 95:89 nach Verlängerung in der Hauptstadt durch. Damit komplettieren die Braunschweiger die vier Mannschaften, die am 24. Und 25. März im Bonner Telekom Dome um den Beko BBL-Pokal spielen. Die Bonner waren als Gastgeber bereits im Vorfeld qualifiziert.

Vor dem Heimspiel der Bonner gegen Ludwigsburg loste der Bonner Karnevalsprinz Rainer I. die Halbfinalbegegnungen aus. Am 24. März treffen im Halbfinale die Telekom Baskets Bonn auf die New Yorker Phantoms Braunschweig und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg muss gegen das Überraschungsteam von ratiopharm Ulm antreten.

BuLi-Manager Spieler der Woche: Adam Chubb (C, Oldenburg)

Gegen die Walter Tigers Tübingen zeigte sich Adam Chubb in seiner besten Form: 26 Punkte, sechs Rebounds und vier Blocks legte der Center-Sieler aufs Parkett. Die Niederlage seiner Oldenburger konnte Chubb dennoch nicht verhindern. Trotzdem kann sich der ein oder andere Online-Manager über stattliche 39 Fantasy-Punkte beim CROSSOVER BuLi-Managerspiel 2011/2012 präsentiert von COURT-VISION.DE und BASKETBALL-AID.DE freuen.

Deutsche Fünf der Woche

G: Per Günther (München gg. Ulm: 15 P, 1 A)
G: Johannes Strasser (Berlin gg. Quakenbrück: 15 P, 2 A, 1 R)
F: Philip Zwiener (Trier gg. Hagen: 18 P, 6 R, 2 A, 1 S)
F: Tim Ohlbrecht (Bremerhaven gg. Frankfurt: 12 P, 11 R, 2 B)
C: Maik Zirbes (Trier gg. Hagen: 12 P, 11 R, 2 B)

Erste Fünf der Woche

G: DaShaun Wood (Berlin gg. Quakenbrück: 30 P, 6 R, 4 A, 2 S)
G: Jared Jordan (Oldenburg gg. Bonn: 2 P, 18 A, 7 R, 3 S)
F: Anthony Tucker (Göttingen gg. Bamberg: 17 P, 14 R, 2 A)
F: Adam Chubb (Tübingen gg. Oldenburg: 26 P, 6 R, 4 B, 2 A)
C: Chris Ensminger (Oldenburg gg. Bonn: 29 P, 8 R)




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von Crossover 17.05.2012 um 09:20:44


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