BBL-Saisonvorschau
Von Wandel und Wundertüten
Die Beko BBL-Saison 2011/2012 startet am 3. Oktober. Vorab gibt es die Crossover-Vorschau mit wichtigen Informationen. Den Auftakt machen die Mannschaften aus Göttingen, Tübingen und Hagen - drei Vereine, die einen ereignisreichen Sommer hinter sich haben.
Von Johannes Beyer (jb), Dennis Klammer (dk), Joshua Wiedmann (jw) |
21.09.2011 | |
Walter Tigers Tübingen: Jung, hungrig und talentiert
(jb). Komplettumbau im Schwabenland: Bei den Walter Tigers Tübingen hat sich in der Sommerpause einiges getan. Während das Wasser im Neckar geduldig dahinfloss, verabschiedete sich nach und nach fast der komplette Kader der Unistädter. Darunter auch Allstar Branislav Ratkovica, Kapitän Jay Thomas, Nationalspieler Johannes Herber und Leistungsträger Dane Watts. Als sich gut zwei Wochen vor Saisonstart auch noch Publikumsliebling Kenny Williams eigenmächtig in seine Heimat absetzte, ist nun auch der letzte Routinier der vergangenen Spielzeit nicht mehr im Kader der Tübinger. Für den flüchtigen Tiger verpflichteten die Verantwortlichen Center Velimir Radinovic, der in den vergangenen zwei Spielzeiten für den MBC Weißenfels auf Korbjagd ging.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind Ligaerfahrene Leistungsträger Mangelware im Kader der Schwaben. Rund um die verbliebenen Nicolai Simon, Ruben Spoden und Akeem Vargas baute Head Coach Igor Perovic eine Mannschaft auf, mit der er wieder zu dem schnellen und attraktiven Spielstiel der Saison 2009/2010 zurückkehren möchte. Die direkt vom College verpflichteten Vaughn Duggins, Tyrone Nash und Adnan Hodzic passen dabei perfekt in das angestrebte System. Auch von Josh Young und Reggie Redding erhoffen sich die Schwaben große Stücke. Die größte Verantwortung im jungen Kader (Durchschnittsalter 23,6 Jahre) wird jedoch Louis Campbell (Foto, gegen Pascal Roller) tragen. Der aus Oldenburg kommende Aufbauspieler erhält von Perovic alle Freiheiten auf dem Parkett und soll als absoluter Anführer agieren.

Tübingen ist dieses Jahr die Wundertüte der Liga. Die Mannschaft hat enormes Potential, doch der junge und unerfahrene Kader muss erst zusammenwachsen und sich unter Drucksituationen beweisen. Im Umfeld der Tigers ist man deshalb darauf bedacht, die Erwartungen zu bremsen. „Unser Ziel ist natürlich zunächst der frühmöglichste Klassenerhalt. Wenn dieser geschafft ist, werden wir versuchen auch oben anzugreifen“, erklärt Geschäftsführer Robert Wintermantel. Man darf also gespannt sein, welchen Weg die Schwaben in der kommenden Saison einschlagen werden.
| Teil 1: Von Wandel und Wundertüten |
| Teil 2: BG Göttingen: Aus der Not eine Tugend machen? |
| Teil 3: Phoenix Hagen: Aller Neuanfang ist schwer |
| Teil 4: Walter Tigers Tübingen: Jung, hungrig und talentiert |



von Crossover 17.05.2012 um 09:18:05
Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.