BBL Finals

Bamberg schlägt zurück

Die Brose Baskets Bamberg haben die knappe Niederlage zum Auftakt der BBL-Finals gut weggesteckt. In der Ballsporthalle zu Frankfurt gewannen die Franken das zweite Spiel mit 68:77. Dabei besannen sich die „Brösels“ unter anderem auf einen alten Playoff-Helden.

Von Joshua Wiedmann
 09.06.2010 |

„Wir haben unseren Optimismus deshalb nicht verloren und werden am Mittwoch die Antwort geben.“ Dies hatte Chris Fleming, Coach der Brose Baskets Bamberg, im Anschluss an die bittere 63:65-Niederlage im ersten Finalspiel zu Protokoll gegeben. Vor dem zweiten Spiel in Frankfurt schien klar, dass sich die „Brösel“ den Favoritenstatus in der Serie unbedingt würden zurückholen wollen.

Mit eben dieser Mentalität begannen die Franken die Partie in der Ballsporthalle zu Frankfurt dann auch. Mit schnellem Spiel und viel Aggressivität zeigten die Gäste, dass sie nicht gewillt waren, sich mit einer Niederlage in Frankfurt einen vorentscheidenden 0-2-Rückstand einzuhandeln. Frankfurt ging das hohe Tempo jedoch mit. So entwickelte sich zunächst ein rasantes Spiel, das Bamberg allerdings diktierte (11:16). Erst durch einige Unkonzentriertheiten der Brose Baskets kamen die Skyliners wieder auf Tuchfühlung.

Zu Beginn des zweiten Viertels setzten sich die Gäste dann langsam aber sicher ab. Insbesondere das Trio Anton Gavel, Casey Jacobsen und Predrag Suput bereitete Frankfurt Probleme. Die Hausherren verloren nach einigen fahrigen Aktionen vollends den Spielrhythmus, während Bamberg nun offensiv wie defensiv zielstrebiger zu Werke ging. Ein Layup von Suput zwang Skyliners-Coach Gordon Herbert erstmals zur Auszeit (20:30). Doch auch die Ansprache des US-Amerikaners änderte wenig an den Machtverhältnissen: Bamberg zog weiter davon, und Frankfurt konnte auch aus einigen Ballverlusten der Franken keinen Profit schlagen. Mit einer 17-Punkte-Führung (23:40) der Gäste ging es in die Halbzeitpause.

Bamberg trotzt Roller und der Uhr

Die zweite Hälfte begann damit, dass sie nicht wirklich begann. Auf Grund eines Problems mit der Spieluhr kam es zu einer minutenlangen Unterbrechung. Die lange Pause schienen die Frankfurter besser weggesteckt zu haben: Insbesondere Pascal Roller (19 Punkte) peitschte seine Mannschaft anschließend nach vorn. Nach einem Freiwurf von Derrick Allen, der in der ersten Hälfte blass geblieben war, konnten die Skyliners erstmals wieder auf einen einstelligen Wert (40:49) verkürzen.

Im Anschluss gelang es den Hausherren aber nicht, den Sieg der Bamberger noch einmal in Gefahr zu bringen. Vor allen Dingen Jacobsen und Gavel fanden immer wieder einen Weg, Frankfurt auf Distanz zu halten. Selbst der immer wieder in Erscheinung tretende Roller konnte sein Team nicht mehr auf die Siegesstraße bringen. Frankfurt kämpfte bis zum Schluss, verlor letztlich aber klar mit 68:77.

Insgesamt fehlte den Gastgebern einiges an Offensiv-Power, um den Brose Baskets gefährlich werden zu können. Besonders Dragan Labovic (0 P) und Aubrey Reese (2 P) waren keine Faktoren. Bamberg hingegen verteilte die Scoring-Last auf mehrere Schultern und hatte in Jacobsen seinen besten Werfer (24 Punkte). Der Meisterschaftsheld von 2007 zeigte sich vorne wie hinten hoch motiviert, verteidigte exzellent gegen den athletischen Quantez Robertson und netzte hochprozentig ein (7/12 FG).

Am kommenden Sonntag (15:15 Uhr) können die Franken in eigener Halle bereits eine Vorentscheidung herbeiführen. Doch für Frankfurt besteht ebenfalls Hoffnung, immerhin hatten sie das Auftaktspiel der Serie in der Jako Arena gewinnen können.




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von Crossover 30.05.2012 um 13:12:00


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